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Fußball

BFV-Präsident Koch: „Abbruch ist allerletzte Option“

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Der Bayerische Fußball-Verband will gemeinsam mit den Vereinen über eine Fortsetzung der Saison entscheiden. Finanzielle Hilfe gibt es dagegen wohl eher nicht.

Landkreis – Wie geht es weiter mit dem Fußball in Bayern? Dieser Frage sieht sich aktuell auch der Bayerische Fußball-Verband (BFV) ausgesetzt – und will die Basis, also die Amateurvereine, in die Entscheidung mit einbeziehen. Das verkündete der BFV in einer Pressemitteilung nach einem Webinar mit über 600 ehrenamtlichen Teilnehmern.

Den Austausch mit den Vereinen will der BFV in den kommenden Wochen weiter intensivieren. „Wir sehen uns in der Rolle des Kümmerers – und da halten wir es als besonders wichtig, in den nächsten Tagen und Wochen mit Vertretern aller unserer rund 4600 Vereine in den persönlichen Kontakt zu treten“, sagte Verbands-Präsident Rainer Koch. Webinare für Klubverantwortliche sollen auf Bezirks- und Kreisebene im Freistaat folgen. Zudem forciere der BFV sein Schulungs- und Weiterbildungsangebot, das in den kommenden Wochen bayernweit flächendeckend digital abgebildet werden soll.

Außerdem berät der Fußball-Verband bereits verschiedene Szenarien, wie der Spielbetrieb – sobald es möglich ist – fortgesetzt werden könnte. „Wir brauchen keine Spekulationen oder Was-Wäre-Wenn-Thesen“, machte Koch zwar klar, aber: „Natürlich arbeiten wir bereits an sämtlichen Szenarien.“ Besprochen würden etwa eine schnelle Fortsetzung der Saison, ein Playoff-Modus oder gar der Abbruch der laufenden Spielzeit. „Aktuell ist der Abbruch in Bayern die allerletzte Option, wenngleich uns bewusst ist, dass diese eintreten kann.“ Die Entscheidung, wie es weiter geht, wird der BFV laut Koch aber nicht alleine treffen. „Wir werden die Vereine mitnehmen bei unseren Entscheidungen.“ Der Verband brauche für diese Entscheidung „die breite Basis, die Stimme unserer Vereine“.

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BFV: Finanzielle Unterstützung der Vereine wohl nicht möglich

Wichtiger als die Fortführung der Wettbewerbe sei, die Existenz der Vereine zu sichern. Diese hingen oft auch nicht vom Spielbetrieb, sondern von anderen Dingen ab, etwa Sommerfesten, „Gaststätten-Pachten der Vereinswirte, die plötzlich ausfallen oder der Eigenbetrieb des Vereinsheims, dazu weiterlaufende Kosten ohne signifikante Einnahmen“. Außerdem müsse die Existenz einzelner – etwa Trainer, Platzwarte oder Putzfrauen – sichergestellt werden.

Dabei können die Vereine wohl nicht auf finanzielle Unterstützung des Verbands hoffen. Wie Schatzmeister Jürgen Falterbach erklärte, dürfe der BFV einzelne Vereine rein rechtlich nicht unterstützen. Und selbst wenn das möglich wäre und der BFV jedem Verein 1000 Euro zukommen lassen würde, wäre der Verband mit einer Gesamtsumme von 4,6 Millionen Euro nicht mehr handlungsfähig. 

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