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Knapp gescheitert: Der SC Wall (in Rot) spielte vergangenes Jahr eine ganz starke Saison. Beinahe hätte es zum Aufstieg gereicht. Erst in der Relegation gegen den TSV Irschenberg war für das Team von Trainer Bernd Bleinroth Schluss. Daher begann die Vorbereitung heuer etwas später.

Saisonstart in der A-Klasse 3 & 4

Es geht wieder los

Landkreis – Am Donnerstagabend eröffnet der SV Warngau mit einem Heimspiel die neue Saison in der Fußball-A-Klasse 4. Insgesamt gehen elf Landkreis-Vereine in der AK 3 und 4 an den Start, Favoriten sind schwer auszumachen.

In den beiden A-Klassen 3 und 4 gibt es in der Saison 2016/17 weniger Landkreis-Duelle. Grund sind zum einen, dass mit dem SV Warngau und dem TSV Hartpenning zwei Teams in der A-Klasse 4 antreten müssen und zum anderen, dass in der A-Klasse 3 vier Mannschaften aus dem Landkreis Bad Tölz vertreten sind. Dennoch versprechen beide Ligen Spannung.

TSV Bad Wiessee

Der TSV Bad Wiessee startet mit einem Neuzugang in die neue Saison. Pavel Petrov verstärkt das Team. Trainer Jürgen Welker sieht die Stärken seiner Mannschaft in der Geschlossenheit. „Mit den Vorbereitungsspielen bin ich sehr zufrieden“, sagt er. „Wir haben auch gegen höherklassige Mannschaften überzeugt.“ So scheiterten die Wiesseer im Pokal knapp am TSV Otterfing (0:1). Die Partien gegen den TSV Sauerlach (8:1), den SC RW Bad Tölz (2:1), den TSV Irschenberg (1:0) und den SV Warngau (2:1) gewann der TSV. „Wir wollen im gesicherten Mittelfeld mitspielen“, gibt Abteilungsleiter Dietmar Spitz als Ziel aus. Auch die Spieler aus der eigenen Jugend sollen integriert werden.

Prognose: Der TSV Bad Wiessee wird um die vorderen Ränge mitspielen. Der Relegationsplatz ist möglich.

SF Gmund

Die Sportfreunde Gmund hatten in ihrer Vorbereitung ein besonderes Trainingslager. „Wir waren in Tengen und haben ein Team-Building-Camp absolviert“, erklärt Trainer Holger Fritz. „Da war neben den Trainingseinheiten viel Action geboten.“ Zum Beispiel im Hallenbad oder beim Teamrennen auf einer Kartbahn. „Den Jungs hat’s gefallen. Wir werden langsam aber sicher ein echtes Team.“ Fünf Neuzugänge verzeichnen die Sportfreunde. Florian Auth und Adi Erb haben nach Verletzungen ihre Karrieren beendet. „Wir haben einige Spieler, die nicht immer da sein können“, sagt Fritz. „Wenn sie aber da sind, dann können wir auf jeden Fall mithalten.“

Prognose: Gmund wird bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Da werden einzelne Spiele entscheidend sein.

TSV Hartpenning

Ein Neuanfang muss beim TSV Hartpenning gemacht werden, nachdem in der vergangenen Saison sowohl die Erste als auch die Zweite Mannschaft abgestiegen sind. Zwei Neuzugänge und sieben Spieler aus der eigenen A-Jugend kommen ins Team. Dem gegenüber stehen drei Abgänge. Auch der Trainer ist neu, Tomic Nedejko. „Ich denke, die Liga ist mit vielen Zweiten Mannschaften sehr stark“, sagt der Coach. „In der Vorbereitung hatten wir eine gute Trainingsbeteiligung.“ Der direkte Wiederaufstieg ist nicht gefordert. „Aber einen Platz unter den ersten Fünf wollen wir schaffen“, erklärt Abteilungsleiter Werner Klinke.

Prognose: Ob der direkte Wiederaufstieg für Hartpenning drin ist, werden die ersten Spiele zeigen. Kommt der TSV gut in die Saison, ist durchaus was drin.

SG Hausham II

Die Reserve der SG Hausham steht vor einem Umbruch. Durch die Abgänge und Ausfälle der Ersten Mannschaft rücken einige Spieler aus der Zweiten in das Kreisliga-Team. Hinzu kommt, dass Selcuk Mentese in die Türkei gezogen ist. „Ich habe aber trotzdem ein gutes Gefühl“, erklärt der Sportliche Leiter Hubert Holzner. „Die jungen Spieler haben sich weiterentwickelt, und aus der A-Jugend kommen wieder einige Spieler.“ Für Holzner wird es vier, fünf Vereine geben, die oben mitspielen. „Wir wollen natürlich zu diesen Teams gehören.“ Daneben sieht er Bad Wiessee, Rottach-Egern, den SV Sachsenkam und Absteiger Lenggrieser SC II als Favoriten.

Prognose: Die Haushamer haben spielerisch mit Sicherheit eine der besseren Mannschaften. Aber die zahlreichen jungen Spieler machen noch zu viele Fehler. Ein Platz im Mittelfeld wird’s wohl werden.

FC Real Kreuth II

„Die beste A-Klassen-Mannschaft im Tal wollen wir werden“, sagt Sigi Frank, Sprecher des FC Real Kreuth, über das Ziel für die neue Saison. Mit dem Trainergespann bestehend aus Mathias Radke und den Spielern Peter Öttl und Sebastian Buchner geht es in die neue Spielzeit. „Wenn alle Mann an Bord sind, können wir als Reserve mit den Ersten Mannschaften mithalten“, meint Radke. „Dann können wir uns so früh wie möglich im Mittelfeld etablieren.“ Gute Leistungen haben die Kreuther in den Testspielen gegen den TSV Emmering II (6:0), den TuS Bad Aibling II (1:3) und den TSV Oberpframmern (2:2) gezeigt. „Wir wollen die Euphorie aus dem Aufstieg der Ersten Mannschaft mitnehmen“, sagt Frank.

Prognose: Kreuths Reserve hat das Zeug zur Nummer eins im Tal, ist aber sehr abhängig von der Ersten Mannschaft. Die Kreuther etablieren sich im Mittelfeld.

SV Miesbach II

Einen neuen Verein gibt es heuer in der A-Klasse 3. Der SV Miesbach – fusioniert aus ASV und FC Miesbach (wir berichteten). Trainer ist Michael Niggl, der vom TSV Weyarn gekommen ist. Mitgebracht hat er Dominic Städter und Maxi Benda. Drei weitere Spieler verstärken das Team. „Für eine Zweite Mannschaft war unsere Vorbereitung ganz gut“, sagt Niggl. „Wichtig ist, dass wir ein Team sind und als solches funktionieren.“ Die Testspiele gegen den SV Pang II (2:2) und den TuS Bad Aibling II (1:4) zeigten, was in der Mannschaft steckt. So soll am Ende ein Platz im gesicherten Mittelfeld stehen. „Hauptsache mit dem Abstieg wollen wir nichts zu tun haben.“

Prognose: Wie alle anderen, ist auch Miesbachs Reserve von der Ersten Mannschaft abhängig. Bleiben beide Teams relativ verletzungsfrei, kann der SV II früh den Klassenerhalt klarmachen.

SV Parsberg

Ein Umbruch findet auch beim SV Parsberg statt. Eine große Herausforderung für den neuen Trainer Robert Niggl, der zuletzt die A-Jugend der JFG Mangfalltal-Maxlrain trainierte. Neben einigen Abgängen und Spielern, die ihre Karriere beendet haben, kommen fünf Spieler aus der Jugend dazu. Lorenz Schweinsteiger und Helmut Ambacher laufen künftig nicht mehr auf, ebenso wie Josef Pötzinger (SV Miesbach) und Leo Greiter (SG Hausham). „Wir haben aktuell zu wenig Spieler“, ärgert sich Niggl. Tobias Blöchinger (Kreuzbandriss) und Sebastian Schwegler (Außenbandanriss) verletzten sich in den Testspielen gegen die SF Fischbachau (3:7) und den SC Höhenrain (3:4). „Wir wollen uns bis zur Winterpause reinkämpfen und durchhalten. Das Ziel ist ganz klar der Klassenerhalt.“

Prognose: Für die Parsberger wird es eine harte Saison. Der Klassenerhalt klappt nur, wenn sich nicht mehr viele Spieler verletzen.

FC Rottach-Egern

Der FC Rottach-Egern will besser als vergangene Saison aus den Startlöchern kommen und damit den Klassenerhalt früh perfekt machen. Des Weiteren sollen die Spieler aus der Jugend in den Herrenbereich integriert werden. „Die Liga ist sehr stark“, meint Trainer Richie Tervoort. „Vor allem die neuen Mannschaften aus dem Isarwinkel werden unangenehme Gegner.“ In den Vorbereitungsspielen haben alle Spieler ihre Einsatzzeiten bekommen. Gegen Dietramszell verloren die Rottacher 3:4, gegen den SC RW Bad Tölz 0:3. Die Spiele gegen Warngau (3:3) und Bayrischzell (2:1) verliefen hingegen erfolgreicher. Torhüter Sebastian Unterberger hat sich das Kreuzband gerissen. Ihn wird Ben Bormann ersetzen. „Das ist ein ähnlich starker Torwart“, sagt Tervoort. „Aber der Ben fehlt mir jetzt im Mittelfeld.“

Prognose: Rottach wird ganz oben mitspielen – und das bis zum Schluss. Ein besserer Saisonstart als vergangenes Jahr muss aber her.

TSV Schliersee

Der TSV Schliersee hat einige Abgänge zu verkraften, versucht diese aber weitestgehend zu kompensieren. Sechs Spieler sind zu höherklassigen Vereinen gewechselt. Dem gegenüber stehen einige Spieler aus der eigenen Jugend sowie die Neuzugänge Stefan Zenisek (SpVgg Ziegetsdorf), Markus Quinz, Christoph Gerneth (SG Hausham) und Janezic Armin (Türkspor Hausham). „Wir haben erneut das Glück, dass einige sehr talentierte Spieler aus dem Jugendbereich hochkommen“, sagt Spielertrainer Christian Strobl. „Jetzt sind wir heiß und wollen von Anfang an 100 Prozent da sein.“

Prognose: Die Schlierseer haben einige Abgänge zu verkraften. Es reicht zum Klassenerhalt, aber nach oben wird nicht viel gehen.

SC Wall

Der SC Wall hat eine grandiose Saison hinter sich und möchte an den Beinahe-Aufstieg aus dem Vorjahr anknüpfen. „Wir können nicht erwarten, dass wir das wiederholen“, stellt allerdings Trainer Bernd Bleinroth klar. Deshalb soll es ein Platz unter den ersten Sechs werden. Einige Spieler haben das Interesse von höherklassigen Vereinen geweckt. „Aber wir sind froh, dass sich die Spieler für den SC Wall entschieden haben“, sagt Vorsitzender Sepp Bernöcker. Einzig Martin Kutscher (FC Hausham) und Thomas Reber haben den Verein verlassen. Mit Markus Bernöcker und Florian Stoib kommen zwei Neue aus der Jugend. „Nach den anstrengenden Relegationsspielen haben wir etwas länger Pause gemacht“, erklärt Bleinroth. Deshalb könnte für den SC Wall der Saisonstart holpriger sein.

Prognose: Für den SC wird es schwierig, an die vergangene Saison anzuknüpfen. Ein Platz im gesicherten Mittelfeld wird es aber.

SV Warngau

Der SV Warngau muss in der neuen Spielzeit in der A-Klasse 4 ran. Trainer Franz Pfluger schätzt die Liga ähnlich stark ein wie die A-Klasse 3. „Wir wollen einen Platz im vorderen Mittelfeld“, sagt der Coach. Mit der Vorbereitung ist Pfluger zufrieden. „Wir hatten eine gute Trainingsbeteiligung.“ In den Testspielen unterlagen die Warngauer einzig dem TSV Bad Wiessee (1:2). Gegen Hausham II (3:1), Rottach-Egern (3:3) und den SC Wall (2:0) passten auch die Ergebnisse. Der SVW greift als erstes Team in das A-Klassen-Geschehen ein. Schon heute Abend empfängt das Team den SV Ascholding. „Wir wollen drei Punkte und auf jeden Fall keine Verletzten.“

Prognose: Warngau wird sich an eine andere Liga anpassen müssen. Gelingt das, wird definitiv um den Aufstieg mitgespielt.

Michael Eham

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