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Ein schnelles Gefühl für ihr Brett braucht Cheyenne Loch nach ihrer Verletzung.

Gelingt das Wunder für Olympia?

Amelie Kober und Cheyenne Loch wollen Chance nutzen

Schlag auf Schlag geht es nun für Cheyenne Loch und Amelie Kober. Nach deren Rückkehr in den Weltcup der Raceboarder vergangene Woche wartet nun am morgigen Freitag der Parallelslalom von Bad Gastein (Österreich).

Die Ergebnisse beim Comeback, als es beide nicht in die Finalläufe schafften, ließen noch Luft nach oben. „In Bad Gastein möchte ich mich weiter verbessern“, sagt Kober, die als 30. im Endklassement stand.

Das möchte auch Loch vom SC Schliersee. Ihr Auftritt von vergangener Woche ist schon fast eine Wiederholung des Comebacks vom Vorjahr: Im ersten Qualifikationslauf fuhr sie jeweils die fünftschnellste Zeit, im zweiten stürzte sie aber und verpasste ein gutes Endresultat. Vergangenes Jahr war das ausgerechnet in Bad Gastein. Danach steigerte sie sich von Rennen zu Rennen und schaffte es zur Weltmeisterschaft in die Sierra Nevada. Womöglich bringt sie auch diese Saison der zweite Wettbewerb in die Spur.

In dieser Saison geht es nicht um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft: Kober und Loch kämpfen um die Olympia-Teilnahme in Pyeongchang. Zwei Plätze unter den Top-16 oder einen unter den Top-8 braucht es dazu. Aber: Nach Bad Gastein wartet nur noch ein Rennen vor dem Ende des offiziellen Quali-Zeitraums am 21. Januar. Ihr Trainingsrückstand kommt beiden nicht zugute: Kober stieg erst kürzlich ein und kämpft mit Problemen ihres vormals gebrochenen Sprunggelenks. „Der Fuß reagiert – im Rennen noch mal mehr als im Training“, erzählt sie. „Man weiß auch nicht, wie gut er das alles langfristig überstehen wird.“ Für den Traum von ihrer womöglich vierten Olympia-Teilnahme geht sie das Risiko aber ein.

Etwas besser sieht es für Loch aus: Ihr Knie macht ihr kaum noch Probleme. „Das ist sehr positiv zu bewerten“, findet die 23-Jährige. „Letzte Saison sah das anders aus.“ Doch auch sie hat einen großen Trainingsrückstand im Vergleich zur Konkurrenz: In dieser Woche stand sie das erste Mal in diesem Winter auf dem Slalom-Board. „Ich hoffe, ich habe es nicht verlernt“, meint sie lachend.

Die Zeit läuft gegen die Landkreis-Vertreterinnen. Doch beide haben in den vergangenen Jahren schon bewiesen, dass sie auch in solchen Situationen für Überraschungen gut sein können. Ihre Weltcup-Premiere gab schon Grund zur Hoffnung – noch eine Schippe drauf gelegt, und Olympia könnte plötzlich ganz nah sein.

Sofia Eham

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