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Noch hoffen dürfen die Triathleten auf die Wettbewerbe in Schliersee und Tegernsee.

Coronavirus

Großveranstaltungen in der Schwebe

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Durch das Coronavirus befinden sich die Veranstalter großer Sportveranstaltungen im Landkreis Miesbach in der Warteschleife. Erste Läufe sind bereits abgesagt oder verschoben.

Landkreis – In gut drei Wochen, am 18. April, hätte der Startschuss für die zahlreichen Lauf- und Großveranstaltungen im Oberland fallen sollen. Mittlerweile schon traditionell hätte der 26. Schaftlacher Frühjahrswaldlauf die Saison eingeleitet. Hätte. Denn aufgrund der Corona-Krise hat der TSV Schaftlach die Veranstaltung bereits abgesagt. Zum Bedauern von Sabine Kirchmair, Sportreferentin des Landkreises: „Das war immer ein richtig schöner Einstieg in die Laufsaison. Da sind von den Zwergerln bis zu den Erwachsenen alle mitgelaufen.“ Doch Stand jetzt ist völlig offen, wann die sportlichen Großveranstaltungen im Landkreis beginnen.

Vom Tisch ist ebenfalls der Hasenöhrl-Lauf, der mittlerweile als „Teams in Bewegung“ bekannte Firmenlauf in der Geitau in Bayrischzell. Geschäftsführer Frank Hasenöhrl hat die Veranstaltung bereits vom 16. Mai auf den 15. September verschoben. Nächste Option wäre der Sixtus Lauf Schliersee, der ebenfalls am 16. Mai stattfinden soll. Noch hoffen die Veranstalter, dass sie den Termin halten können. Immerhin hatten sich Anfang März bereits über 700 Teilnehmer angemeldet.

Für die kleinsten Läufer ist der Schaftlacher Frühjahrslauf immer ein großes Ereignis. Heuer muss er aufgrund der Corona-Krise leider ausfallen.

Kirchmair: Kann derzeit nicht sagen, wie es weitergeht

Ob der Sixtus Lauf Schliersee stattfinden kann, hängt vor allem von den Entwicklungen rund um das Coronavirus in den nächsten Wochen ab. „Da kann man gar nix sagen“, meint Kirchmair. Sie rechnet in ein bis zwei Wochen mit einer Entscheidung der Veranstalter. Denn nicht nur die Teilnehmer wollen rechtzeitig Bescheid wissen, ob sie starten können oder nicht, sondern auch die weiteren Beteiligten rund um Catering oder Rahmenprogramm.

Eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt des Jahres sei durchaus denkbar. Bei einer möglichen Suche nach einem neuen Termin müssen die Veranstalter – nicht nur beim Sixtus Lauf Schliersee – dann alle Hürden, die sie für den derzeitigen bereits hinter sich haben, noch einmal nehmen. „Für Straßensperrungen braucht es eine Genehmigung des Straßenbauamts“, erklärt Kirchmair. Das Amt müsse dabei prüfen, ob für den gewünschten Zeitraum im näheren Bereich Baustellen geplant oder der Schienenverkehr durch die Streckenführung betroffen ist. Erst, wenn es hier keine Kollisionen gibt, könne eine Genehmigung erteilt werden. „Man kann nicht sagen: Wenn die Straße im April oder Mai gesperrt ist, gilt das auch im September“, erklärt Kirchmair weiter. „Alles ist erst einmal hinfällig.“

Die Radsportler wissen noch nicht, wann die Landkreis-Meisterschaft heuer beginnen kann.

Kirchmair: Optimistisch, dass wir das gemeinsam schaffen

Deshalb versteht sie, dass die Veranstalter erst einmal in der Warteschleife verharren. Das gelte freilich auch für Veranstaltungen, die erst in einigen Monaten geplant sind, wie den Alpentriathlon in Schliersee oder den Tegernseetriathlon. „Alle warten ab“, sagt Kirchmair. Auch die Radsportler, die eigentlich ab Mai die 20. Landkreis-Meisterschaft austragen wollen. Einen Vorteil haben Läufer, Triathleten und Radfahrer in diesen Zeiten aber dennoch. Im Gegensatz zu Mannschaftsportlern können sie zuhause oder in der näheren Umgebung spezifisch trainieren. „Das fällt bei anderen natürlich weg.“

Zudem machen sich viele Vereinen Sorgen, wie es nach der Krise weiter gehen könnte. „Wir hatten schon einige Anrufe hier, das trifft uns alle furchtbar“, sagt Kirchmair. Das Problem: Der Landkreis oder die jeweiligen Verbände können die Vereine nicht mit einer gezielten Finanzspritze unterstützen. Das hatte bereits der Bayerische Fußball-Verband verkündet. „Kirchmair ist dennoch optimistisch, „dass wir das alle gemeinsam schaffen.“

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