Über den Wolken: Hannes Hinterseer aus Schliersee beim Tromsö Skyrace in der Nähe des Polarkreises.
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Über den Wolken: Hannes Hinterseer aus Schliersee beim Tromsö Skyrace in der Nähe des Polarkreises.
Treuer Begleiter: Australian Shepherd Rüde Riley war mit Hannes Hinterseer in Norwegen.
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Treuer Begleiter: Australian Shepherd Rüde Riley war mit Hannes Hinterseer in Norwegen.
Treuer Begleiter: Australian Shepherd Rüde Riley war mit Hannes Hinterseer in Norwegen.
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Treuer Begleiter: Australian Shepherd Rüde Riley war mit Hannes Hinterseer in Norwegen.
Mit seiner Freundin Maria und Australian Shepherd Rüde Riley war Hannes Hinterseer in Norwegen unterwegs.
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Mit seiner Freundin Maria und Australian Shepherd Rüde Riley war Hannes Hinterseer in Norwegen unterwegs.
Treuer Begleiter: Australian Shepherd Rüde Riley war mit Hannes Hinterseer in Norwegen.
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Treuer Begleiter: Australian Shepherd Rüde Riley war mit Hannes Hinterseer in Norwegen.
Geschafft: Hannes Hinterseer wird Dritter beim Tromsö Skyrace.
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Geschafft: Hannes Hinterseer wird Dritter beim Tromsö Skyrace.

Trailrunner Dritter bei Tromsö Skyrace

Hannes Hinterseers mentaler Kampf am Polarkreis

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Hannes Hinterseer mag es gerne etwas härter. Aber das Tromsö Skyrace in Norwegen hat dem Schlierseer alles abverlangt. Trotzdem hat er es auf Platz drei geschafft.

Tromsö – 350 Kilometer nördlich des Polarkreises liegt Tromsö. Die norwegische Stadt am Eismeer ist nicht nur ein Hotspot für Nordlichtbeobachter, sondern auch das Tor zur Arktis. Durch dieses ging Hannes Hinterseer, wie sollte es anders sein, in Laufschuhen. Der 25-jährige Trailrunner aus Schliersee hat sich nämlich wieder einmal einen ganz besonderen Wettkampf ausgesucht. Beim Tromsö Skyrace mussten 33 Kilometer Strecke und 2000 Höhenmeter überwunden werden.

Hannes Hinterseer: „Das wird heute nichts mit einem Podiumsplatz“

Das Besondere: Der Startschuss fiel auf Trömsoya, einer vorgelagerten Insel, auf der sich auch das Stadtzentrum und der Flughafen befinden. Bei, für Tromsöer Verhältnisse, tropischen 20 Grad und Sonnenschein. Über die 1036 Meter lange Tromsö-Brücke ging es zunächst aufs Festland. „Das Tempo war von Anfang an so hoch, dass ich schon kurz nach dem Start dachte: ,Okay, das wird heute nichts mit einem Podiumsplatz‘“, sagt Hinterseer. Er konnte sich dennoch in der zehnköpfigen Spitzengruppe halten.

Lesen Sie auch: So verlief Hannes Hinterseer Saisonstart

Als es Richtung Tromsdalstinden, dem 1238 Meter hohen Berg südöstlich der Stadt ging, setzte sich der Schlierseer gemeinsam mit dem Franzosen Damien Humbert vom Rest der Gruppe ab. „Nach drei oder vier Kilometern habe ich dann aber gemerkt, dass ich sein Tempo nicht mitgehen kann, sonst würde ich am Schluss einbrechen.“ Zeit, um die traumhafte Landschaft zu genießen, blieb kaum. Die Verfolger kamen wieder näher. „Ich habe mich umgedreht, und da waren fünf, sechs Mann direkt hinter mir. Da habe ich schon begonnen, mich zu ärgern, weil ich sicher war, dass die gleich alle an mir vorbeiziehen.“

Auch die Konkurrenz hat am Berg Probleme

Aber auch die Konkurrenz hatte den Berg hinauf mit Problemen zu kämpfen. Immer wieder wechselten die Positionen. Kurz vor dem Gipfel wurde Hinterseer von einem weiteren deutschen Läufer überholt. „Das war ganz cool, weil er mich danach angeschrien hat und meinte, ich soll mich zusammenreißen und dranbleiben. Das hat mich noch mal richtig motiviert.“

In der Bergabpassage konnte Hinterseer dann tatsächlich wieder an dem Dresdner vorbeiziehen. Über die nun endlos lang wirkende Tromsö-Brücke ging es in Richtung Ziel, das Hinterseer nach 3:12 Stunden als Dritter erreichte. Hinter dem Franzosen Damien Humbert (2:58:03) und dem Norweger Ola Örjavik (3:10:44). „Ich freue mich wahnsinnig über diesen dritten Platz. Das war nicht nur körperlich, sondern auch mental ein harter Kampf.“

Hannes Hinterseer macht erst mal Pause

Deshalb steht auf dem Trainingsplan nun erst einmal: Pause. Kanu fahren, Wandern, Angeln – all das will er zusammen mit seiner Freundin Maria und Australian Shepherd Rüde Riley, die Hinterseer im Wohnmobil nach Norwegen begleitet haben, noch machen. Ob und wie die Saison sportlich weiter verläuft, lässt der 25-Jährige offen.

alf

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