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Hausham II steigt ab – wer noch?

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Die SG Hausham II (rot) ist abgestiegen. Folgen die SF Gmund (weiß)? © Andreas Leder

Die Knappen-Reserve unterliegt dem SV Miesbach II mit 1:4 und steigt damit ab. Die SF Fischbachau gewinnen erneut und haben nun die bessere Ausgangslage für das Abstiegsendspiel in Gmund.

Landkreis – Bis auf den zweiten Absteiger sind in der A-Klasse 3 alle Entscheidungen gefallen. Die SG Hausham II muss den Gang in die B-Klasse antreten, während der SV Sachsenkam die Meisterschaft und der SC RW Bad Tölz die Vize-Meisterschaft feiern können. Schliersee beendet seine Durststrecke und gewinnt ein Spiel. Fischbachau macht einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt – die Entscheidung fällt im Abstiegsendspiel gegen Gmund.

SG Hausham II – SV Miesbach II 1:4 (1:0)

Tore: 1:0 (7.) Schmid, 1:1 (50.) Tedros, 1:2 (58.) Nettuno, 1:3 (70.) Städter, 1:4 (90.+2) Dagistan.

Das war’s für die Reserve der SG Hausham: Während die erste Mannschaft der Knappen den Klassenerhalt feiern konnte, kann die Zweite den Abstieg nun auch rechnerisch nicht mehr verhindern. Nach dem frühen 1:0 durch Andreas Schmid, der zunächst einen Strafstoß vergab und dann im Nachschuss traf, übernahmen die Gäste des SV Miesbach II mehr und mehr die Kontrolle über das Spielgeschehen und belohnten sich nach dem Seitenwechsel für ihre Bemühungen. „In der ersten Halbzeit haben wir noch keinen Profit daraus schlagen können“, ärgert sich SV-Coach Stefan Feicht. „In der zweiten Halbzeit waren wir in der gegnerischen Hälfte druckvoller und wurden dafür auch belohnt.“ Am Ende stand ein souveräner 4:1-Erfolg. „Das Ergebnis fiel vielleicht ein Tor zu hoch aus, ist aber verdient“, sagt SG-Abteilungsleiter Sepp Eham, der den Abstieg verkraften kann. „Es kommen einige Spieler aus der A-Jugend raus, mit denen wir in der B-Klasse ein neues Fundament aufbauen wollen.“

SF Fischbachau – SC Reichersbeuern 4:1 (2:1)

Tore: 0:1 (12.) Scharf, 1:1 (38.) Godeanu, 2:1 (44.) Godeanu, 3:1 (67.) Bucher, 4:1 (78.) Gruber. Gelb-Rot: Steinbacher (60./SC/Unsportlichkeit).

Die SF Fischbachau haben gegen den SC Reichersbeuern einen wichtigen Dreier (4:1) eingefahren. Mit dem Sieg verschafften sie sich für das Endspiel um den Klassenerhalt kommende Woche eine gute Ausgangslage. Zu Beginn leistete sich die Hintermannschaft der SF jedoch eine Unachtsamkeit, die zum 1:0 führte. „Da haben wir bei einem Einwurf geschlafen“, analysiert Trainer Sebastian Schmid. Nach kurzer Schockphase netzte Neuzugang Alexander Godeanu gleich doppelt ein und drehte die Partie. „Alex ist sehr wichtig für uns“, sagt Schmid. „Er lässt sich immer anspielen und macht vorne die Tore.“ Nach einer Gelb-roten-Karte gegen die Gäste spielten die Fischbachauer die Partie sicher zu Ende und erhöhten sogar noch auf 4:1. Die Weichen sind gestellt in Richtung Klassenerhalt. Ein Remis gegen den Abstiegskonkurrenten Gmund reicht.

SV Wackersberg – SF Gmund 5:0 (2:0)

Tore: 1:0 (13.) Wiedemann, 2:0 (28.) F. Willibald, 3:0 (51.) Wiedemann, 4:0 (56.) S. Willibald, 5:0 (63.) Hammerl (FE).

Die SF Gmund haben in Wackersberg eine 0:5-Pleite hinnehmen müssen. Damit stehen die Vorzeichen für das entscheidende Spiel gegen die SF Fischbachau nicht gut. Gmund muss gewinnen, um in der Liga zu bleiben. Bei einem Unentschieden hält Fischbachau die Klasse. Schon zur Halbzeit war die Partie gegen Wackersberg mehr oder weniger entschieden. „Da hat sich einfach die individuelle Klasse der Wackersberger durchgesetzt“, findet Gmunds Trainer Walter Lechner. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber noch auf 5:0.

FC Real Kreuth II – TSV Hartpenning 3:2 (1:1)

Tore: 1:0 (8.) Poruban, 1:1 (29.) Segieth (FE), 2:1 (53.) Öttl, 3:1 (62.) Öttl, 3:2 (71.) Herfellner.

Ende Mai hat der TSV Hartpenning sich als nachträgliches Christkind entpuppt und dem FC Real Kreuth II mit zwei Weihnachtsgeschenken zum Sieg verholfen. „Wenn man sich zwei Tore selber reinhaut, dann verliert man halt 3:2“, resümiert TSV-Abteilungsleiter Werner Klinke. Die Gäste seien gut in die Partie gekommen und in der ersten Halbzeit das bessere Team gewesen, allerdings schenkte die Hintermannschaft des TSV nach nur acht Minuten das erste Tor her, und so brachte Peter Poruban seinen FC früh in Front. „Dann läufst du halte einem Rückstand hinterher“, sagt Klinke. FC-Coach Peter Fischl spricht von einem sicheren Sieg, der auch höher hätte ausfallen können. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich stellte Peter Öttl mit zwei Treffern auf 3:1. Mehr als der Anschlusstreffer war für die Gäste nicht mehr drin.

SC RW Bad Tölz – SC Wall 5:3 (2:2)

Tore: 0:1 (24.) Schumacher, 1:1 (30.) Estner, 2:1 (38.) Zeqiri, 2:2 (42.) Gemmer, 3:2 (64.) Geisler, 4:2 (66.) Baumgärtner, 4:3 (79.) Gruber, 5:3 (87.) Selmani.

Eine torreiche Partie zwischen dem SC RW Bad Tölz und dem SC Wall ist am Ende verdient an den Tabellenzweiten gegangen. Mit 3:5 unterlagen die Waller in Tölz. „Wir haben uns wacker verkauft, dafür dass wir mit dem allerletzten Aufgebot angetreten sind“, sagt SC-Vorsitzender Sepp Bernöcker. „Insgesamt haben uns neun Spieler gefehlt.“ Der lange verletzte Dominik Schumacher ist seit einigen Spielen wieder mit an Bord und hat das Toreschießen offenkundig nicht verlernt. Er brachte sein Team nach gut zwanzig Minuten in Führung. Diese währte aber nur kurz, noch vor der Halbzeit drehten die Gastgeber die Partie. „Wir haben den Tölzern das Leben richtig schwer gemacht“, lobt Bernöcker. Je länger das Spiel dauerte, setzte sich die individuelle Klasse der Tölzer durch.

TSV Schliersee – Lenggrieser SC II 5:3 (1:1)

Tore: 0:1 (12.) Demmel, 1:1 (18.) Hallweger, 1:2 (50.) Haug, 1:3 (62.) Demmel, 2:3 (55.) Strobl, 3:3 (62.) Hake, 4:3 (68.) Hallweger, 5:3 (77.) Hallweger.

Der TSV Schliersee hat nach langer Durststrecke wieder ein Spiel gewonnen. Gegen den Lenggrieser SC II gewann das Team von Spielertrainer Christian Strobl mit 5:3. „Das war eher ein gemütlicher Sommerkick, nachdem der Schiri nicht gekommen ist“, erzählt Strobl. Schiedsrichter Marinus Rutz hatte eine Autopanne, und so sprang kurzerhand Rainer Rummel ein, der die Partie leitete. „Vielen Dank dafür“, sagt Strobl. „Von uns war das ein richtig gutes Spiel. Ich war positiv überrascht, dass wir mit nur zwölf Leuten ein so gutes Spiel abgeliefert haben.“ Nach zweifachem Rückstand drehte der TSV die Begegnung und gewannen letztlich verdient mit 5:3.

SV Sachsenkam – FC Rottach-Egern 3:2 (1:2)

Tore: 0:1 (20.) Junge, 1:1 (22.) Sonner, 1:2 (40.) Junge, 2:2 (60.) Kappelsberger (FE), 3:2 (81.) Kappelsberger.

Der FC Rottach-Egern hat in Sachsenkam ein gutes Spiel abgeliefert, gegen den frischgebackenen Meister dennoch mit 2:3 verloren. „Ein Unentschieden wäre verdient gewesen, mit etwas Glück hätten wir auch gewinnen können“, resümiert FC-Trainer Holger Fritz. Den Gegentoren gingen wieder einmal individuelle Fehler voraus. „Wir haben 59 Gegentore, das sind 30 zu viele“, ärgert sich Fritz. Auch gegen den Klassenprimus bestraften sich die Rottacher zumeist selbst. Patrick Junge traf doppelt und brachte sein Team zweimal in Front, am Ende drehte der SV aber die Partie. „Die wussten halt, dass sie aufsteigen können“, erklärt Fritz, dass die Sachsenkamer in der Schlussphase den Siegtreffer markierten. „Die sind halt die Wege mehr gegangen.“

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