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Eckl über Pilotprojekt: „Einteilung wird sehr schwierig“

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Von: Sebastian Schuch

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Heinz Eckl ist Kreisspielleiter im Kreis Zugspitze.
Heinz Eckl ist Kreisspielleiter im Kreis Zugspitze. © Archiv

Schon vor dem Saisonende wirft die neue Spielzeit im Kreis Zugspitze einen deutlichen Schatte voraus. Schließlich startet bald das Pilotprojekt.

Landkreis – Die Fußballsaison biegt in die finale Phase ein, erste Entscheidungen über Auf- und Abstieg sind bereits gefallen, viele stehen noch aus. Und doch wirft die Saison 2022/23 schon einen deutlichen Schatten voraus. Schließlich startet im Kreis Zugspitze von der C-Klasse bis zur Kreisliga das Pilotprojekt mit kleineren Ligen im Herbst sowie Auf- und Abstiegsrunden im Frühjahr. Mittlerweile gibt es auch erste Rahmendaten zur Orientierung.

„Ziel ist es, dass wir die Einteilung der Gruppen am 12. Juni veröffentlichen können“, teilt Heinz Eckl, Kreisspielleiter Zugspitze, auf Nachfrage mit. Bedenkt man, dass die Relegation bis 9. Juni gehe und erst dann die Ligazugehörigkeit der Vereine endgültig feststeht und nur drei Tage Zeit verbleiben, sei das „Stress pur“. Der erste Anpfiff im neuen Spielmodell erfolgt am 7. August.

Für die Einführung des Pilotprojekts hatten im April vergangenen Jahres etwas mehr als zwei Drittel der Vereine im Kreis gestimmt. Dieses zeichnet sich durch kleinere, regionale Gruppen von sieben oder acht Mannschaften aus, die im Herbst eine Hin- und Rückrunde ausspielen. Die besten drei Teams spielen im Frühjahr in einer Aufstiegsrunde, der Rest gegen den Abstieg. Dabei gehen die Klubs je nach Abschneiden mit Bonuspunkten in die entscheidende Saisonphase, an deren Ende die Meister der Aufstiegsrunde aufsteigen und die letzten der Abstiegsrunde absteigen. Der Zweite beziehungsweise Vorletzte spielt in der Relegation.

Releganten haben zweite Chance

Grundgedanke des Modells ist, dass es im Gegensatz zur klassischen Liga für einen Großteil der Mannschaften nicht schon Wochen vor dem Saisonende um „nichts“ mehr geht, sondern alle so lange wie möglich auf einen Erfolg hoffen dürfen. „Außerdem ist der Abstieg moderater“, ergänzt Eckl. Neben dem Direktabsteiger hätten vor allem die Verlierer der Relegationsspiele mehr Möglichkeiten. „Sie haben noch einmal die Chance, in einem Spiel auf neutralem Platz die Klasse zu halten“, erklärt der 64-Jährige. „Wie früher.“

Wobei trotz des regionalen Ansatzes beid der Gruppenzusammenstellung nicht garantiert ist, dass alle Klubs einer Region auch in einer Gruppe spielen. Ein Beispiel: Derzeit treffen alle A-Klassisten aus dem Landkreis in der A-Klasse 3 aufeinander. Im neuen Modell wird diese mindestens geteilt, je nach Auf- und Absteigern kann es aber auch sein, dass es kommende Saison drei A-Klassen mit Landkreis-Beteiligung gibt. „Der eine oder andere Randverein wird in eine andere Gruppe weichen müssen“, verdeutlicht Eckl das Dilemma. „Die Einteilung wird sehr schwierig.“ Auch in der Kreisliga und Kreisklasse wäre es also möglich, dass nicht alle Landkreis-Vereine in der gleichen Gruppe spielen.

Pilotprojekt: Darching-Trainer Patrick Lachemeier hat daran mitgearbeitet.

Eckl hofft, das Mut der Vereine belohnt wird

Bleibt das leidige Thema Corona, das die Saison 2019/21 zum Abbruch brachte und in der aktuellen Spielzeit auch Auswirkungen hat und hatte. „Die Durchführungsbestimmungen sind in Arbeit“, sagt Eckl, dass der Bayerische Fußball-Verband (BFV) versuche, sich so gut es geht auf verschiedene Szenarien vorzubereiten. Aber klar: Wenn sich das Virus in Form staatlicher Verordnungen auf den Spielbetrieb auswirke, seien dem Verband die Hände gebunden.

Wadlbeißer: Alle Folgen des Lokalsport-Podcasts in der Übersicht.

Unabhängig davon hofft der Kreisspielleiter, dass der Mut der Vereine für das neue Modell belohnt wird und die erhofften Wirkungen eintreten. Und falls nicht, endet die Projektphase ja nach zwei Jahren wieder. ses

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