+
Hockey Halleluja: Am Freitagabend empfing der EHC München die Eisbären Berlin in der Olympiahalle.

DEL: EHC München - Eisbären Berlin

Hockey Halleluja: „Es war wieder ein Wahnsinnsevent“

  • schließen

München–Es war wieder ein großes Spektakel in der Münchner Olympiahalle, das Hockey Halleluja des EHC München. Mittendrin: die beiden Miesbacher Profis Andreas Eder und Florian Busch.

Als Kind war Florian Busch ein, zwei Mal in der Münchner Olympiahalle. „Bei irgendwelchen Konzerten, aber ich weiß gar nicht mehr, was das war.“ Ist ja auch schon etwas her. Am Freitagabend hat der 32-Jährige aus Miesbach nun mal wieder vorbeigeschaut. Und zum zweiten Mal nicht als Zuschauer. Wie schon 2015 trat Busch mit seinen Eisbären Berlin beim sogenannten Hockey Halleluja gegen den EHC München an. Zum zweiten Mal stand ihm dort mit Andreas Eder ein anderer Miesbacher gegenüber – wenn auch nicht zur gleichen Zeit. „Unglücklicherweise war ich nicht gegen ihm auf dem Eis“, sagt Eder (20) hinterher. „Aber beim Verabschieden hab’ ich ihm einen guten Rutsch gewünscht.“

Es war der 33. Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und der Vorabend von Silvester. Der EHC München hat in dieser Saison wieder zwei Partien vom Olympia-Eisstadion in die größere Mehrzweckhalle verlegt. 10 000 Eishockeybegeisterte kam zu Spiel eins und sahen erst mal eine große Show mit Feuerwerk unter dem Zeltdach. „Diese Spiele streicht sich jeder rot im Kalender an“, sagt Eder. „Es war heute wieder ein Wahnsinnsevent, die Fans waren super, es war ausverkauft, es war eine unglaubliche Stimmung.“ Auch Busch hat der Ausflug in die Olympiahalle gefallen. „Ich mag aber auch die andere Halle.“ Der 32-Jährige freut sich vielmehr jedes Mal auf die Stadt: „München ist am nächsten zur Heimat, daher ist das schon immer was Besonderes.“

Einer der besten Berliner: Florian Busch von den Eisbären spielt seit 14 Jahren für den Hauptstadt-Klub und wurde sieben Mal Deutscher Meister.

Busch ist schon lange im Geschäft, seit der Saison 2002/03 steht er in Berlin unter Vertrag, wurde mit den Eisbären sieben Mal Meister. Zur Zeit läuft es nicht ganz nach Plan, das Team von Trainer Uwe Krupp war mit großen Ambitionen in die Saison gestartet und findet sich aktuell im Tabellen-Niemandsland wieder. Auch in München mussten sich die Eisbären knapp geschlagen. „Wir haben heute ganz gut gespielt“, sagt Busch nach der 1:3-Niederlage. „Wir haben zur Zeit einfach Probleme, Tore zu schießen. Wir haben zu viele Spieler, die wenig Tore haben. Inklusive mir.“ Einen Treffer kann der Stürmer bislang auf seinem Konto verbuchen.

Eder kommt ebenfalls auf einen Treffer, für ihn ist es das erste DEL-Tor in seiner Karriere. Vergangene Saison – seine erste in der höchsten deutschen Liga – war der 20-Jährige mittels Förderlizenz überwiegend für den SC Riessersee in der DEL2 im Einsatz. In dieser Spielzeit hat der Stürmer bereits 22 Partien für den EHC absolviert. „Am Anfang habe ich nicht damit gerechnet, weil ich direkt nach Garmisch gekommen bin“, sagt Eder. „Aber jetzt läuft’s.“ Der Grund: „Im Vergleich zum vergangenen Jahr hab’ ich körperlich und auch spielerisch auf dem Eis viel dazu gelernt. Das hilft mir jetzt natürlich.“

Auf dem besten Weg, sich durchzusetzen: Für Andreas Eder war es am Freitag bereits das 22. DEL-Spiel in dieser Saison für den EHC München.

Für die Münchner läuft die Saison bisher ziemlich gut, es war am Freitag der zehnte Heimsieg in Folge. Der EHC ist auf dem besten Weg, seinen Meistertitel zu verteidigen. „Wir haben drei Punkte geholt, aber zufrieden bin ich nicht“, sagt Eder. „Wir haben vor allem im ersten Abschnitt ein paar dumme Fehler im eigenen Drittel gemacht.“ Mit seiner Leistung kann Eder aber zufrieden sein, auch wenn er gegen die Eisbären im letzten Drittel nicht mehr ganz so viel Eiszeit bekam wie zuletzt. „Wir haben momentan vier sehr gute Reihen, und ich denke, dass sich jeder die Eiszeit verdient“, sagt der 20-Jährige. „Am Ende zählt’s, wen der Trainer aufs Eis schickt. Und heute waren’s halt die anderen. Aber so ist das halt.“

Busch sieht ihn dennoch auf einem guten Weg. „Er ist natürlich noch sehr jung, er braucht noch seine Zeit. Das das dauert einfach. Aber er spielt schon ganz gut mit. Wenn er so weiter macht, packt er es.“ 

Außerhalb der Eisfläche haben sich die beiden Miesbacher bislang nicht getroffen. „Lustigerweise kennen wir uns überhaupt nicht“, sagt Busch. „Der Andy ist viel zu jung. Aber ich hab’ schon mitgekriegt, dass er hier spielt“, sagt er und schmunzelt. „Er hat in Tölz im Nachwuchs gespielt, das hab’ ich auch Alles mitgekriegt.“

Auch Eder hat die Karriere von Busch immer verfolgt. „Wahnsinn, nach den ganzen Verletzungen, die er in den letzten Jahren gehabt hat, war er heute wieder einer von den besseren Berlinern auf dem Eis.“

Dass die beiden mal gemeinsam in einer Mannschaft stehen, wird wohl sobald nicht der Fall sein. Eder will sich beim EHC durchsetzten, und Busch sagt: „Es hat immer mal wieder Gespräche mit München gegeben. Aber ich fühle mich wohl in Berlin und bleibe da.“ So treffen sich die beiden Miesbacher wohl weiterhin nur auf der Eisfläche.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erster Saisonsieg für TV Miesbach
Im dritten Anlauf hat‘s geklappt: Im Heimspiel gegen den ASV Rott feiern die Basketballer des TV Miesbach ihren ersten Saisonsieg.
Erster Saisonsieg für TV Miesbach
Mit einem Sieg in die Winterpause
Im letzten Spiel vor der Winterpause schlagen die Fußballerinnen der SG Otterfing/Holzkirchen den 1. SC Gröbenzell. Die SG Darching/Hartpenning kommt noch zu einem …
Mit einem Sieg in die Winterpause
Torreiche Unentschieden und ein wichtiger Dreier
4:4, 3:3, 5:2: In der A-Klasse gab es am Wochenende jede Menge Treffer zu bestaunen. Aber auch die ein oder andere Rote Karte.
Torreiche Unentschieden und ein wichtiger Dreier
Per Dreierpack zum Sieg im Abstiegsduell: TSV Bad Wiessee schlägt Irschenberg
Der TSV Bad Wiessee holt den nächsten Dreier der Saison und das ausgerechnet im Kellerduell gegen den TSV Irschenberg. Der TSV Weyarn feiert einen Heimerfolg, der SC …
Per Dreierpack zum Sieg im Abstiegsduell: TSV Bad Wiessee schlägt Irschenberg

Kommentare