Den Titel abgeräumt: Skirennläufer Marinus Sennhofer (l.) würde auch im kommenden Winter gerne ganz oben auf dem Stockerl stehen. Den Preis erhielt er von Redakteur Sebastian Schuch.
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Den Titel abgeräumt: Skirennläufer Marinus Sennhofer (l.) würde auch im kommenden Winter gerne ganz oben auf dem Stockerl stehen. Den Preis erhielt er von Redakteur Sebastian Schuch.

Marinus Sennhofer, Antonia Betzinger und Tobias Tent wollen den Sprung schaffen

Hoffnungsvolle Zukunft

  • Sebastian Schuch
    VonSebastian Schuch
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Der Landkreis Miesbach ist sporttechnisch gut aufgestellt für die Zukunft, das zeigte sich auch bei der Verleihung der Preise zum Nachwuchssportler des Jahres.

Bad Wiessee – Schwül-warm-drückende 30 Grad und eine grüne Wiese statt Temperaturen um den Gefrierpunkt und eine perfekt präparierte Piste: Das Christa-Kinshofer-Skizentrum am Sonnenbichl in Bad Wiessee zeigte sich für die Ehrung der Nachwuchssportler des Jahres am Freitag in einem ungewöhnlichen Gewand. Sieger Marinus Sennhofer und der drittplatzierte Tobias Tent freuten sich auch vor ungewohnter Kulisse, während Antonia Betzinger auf dem Weg zu einem Radrennen war. Deshalb hatte sie ihren Preis bereits vorab bekommen.

Den Sonnenbichl-Hang kennt Sennhofer natürlich bestens, schließlich trainiert der Skirennläufer hier seit vielen Jahren. Doch eine ordentliche Schneedecke ist ihm hier lieber als knapp eineinhalb Meter hohes Gras. Das bewies der mittlerweile 19-Jährige unter anderem im Frühjahr 2020, gerade noch 17 Jahre jung, mit dem dritten Platz im Slalom am Sonnenbichl. Für Sennhofer war es der erste Podestplatz bei einem Erwachsenen-Event. Diese Platzierung zu toppen gelang ihm seitdem nur einmal: im Januar als Super-G-Zweiter im FIS-Rennen am Götschen.

Das Highlight 2020 für den Kreuther gab es direkt zu Beginn des Jahres: die Teilnahme an den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lausanne. In der Schweiz fuhr Sennhofer auf die Plätze zwölf (Super G), zehn (Riesenslalom) und sieben (Slalom). Ergebnisse, die er bei den Erwachsenen sofort unterschreiben würde. „2022 ist viel zu früh“, schiebt er gleich hinterher. Stimmt die sportliche Entwicklung, hätte er ja noch ein paar Chancen.

Doch zunächst will Sennhofer den nächsten Schritt machen, in den Europacup reinschnuppern – „und im Bestfall erste Punkte sammeln“. Dafür trainiert er seit Mai, vor gut einer Woche das erste Mal auf Schnee. Und auch beruflich beginnt für Sennhofer an der Bundespolizeisportschule in Bad Endorf eine wichtige Zeit: Er geht in sei letztes Ausbildungsjahr.

Antonia Betzinger nach Alterswechsel vorne dabei

Spannend ist es schon jetzt für Radsportlerin Antonia Betzinger, die seit diesem Jahr in der U17 antritt. Und dort, darauf deuten die ersten Ergebnisse der Saison hin. kann sie ähnlich weit vorne mitfahren wie im vergangenen Jahr in der U15, wo sie deutsche Meisterin im Paarzeitfahren, bayerische Meisterin im Einzelzeitfahren und deutsche Vizemeisterin im Straßenrennen wurde. Erfolge, die mit der Nominierung für den U17-Bundeskader belohnt wurden.

Strahlende Zweite: Auf der Rennstrecke will Antonia Betzinger (r.) aber als Erste ins Ziel kommen. Ihren Pokal erhielt sie von Redakteur Sebastian Schuch.

Ihr Können kann die Holzkirchnerin an diesem Wochenende bei den Deutschen Straßenmeisterschaften in Bonlanden (Rheinland-Pfalz) unter Beweis stellen. Sicherlich eine gute Standortbestimmung nach dem Aufstieg in der Altersklasse.

Tobias Tent kämpft lässt auch ältere Jahrgänge hinter sich

Diesen hat auch Tobias Tent hinter sich. Der Läufer aus Waakirchen weiß nach den ersten bayerischen Kaderwettkämpfen zumindest schon einmal, dass er im Freistaat zu den Besten seiner Altersklasse gehört – auch wenn einige Kontrahenten fast zwei Jahre älter sind. „Aber ich habe vom Körper keinen Nachteil“, meint Tent. Auch oder obwohl er seit dem ersten Lockdown im April 2020 gut zehn Zentimeter gewachsen ist.

Platz drei mit Steigerungspotenzial: Läufer Tobias Tent bekam den Pokal von Sportreferentin Sabine Kirchmair.

Tent kamen ebenfalls ein Kaderstatus und eine Trainingserlaubnis entgegen. Über 800, 1500 und 2000 Meter hat er seine persönliche Bestzeit in diesem Jahr bereits verbessert. Nur über 3000 Meter, in der er Anfang 2020 einen bayerischen Hallenrekord der M15 aufgestellt hat und im Sommer bayerischer Meister wurde, nicht. Hier gab es heuer erst einen Vergleich. Der Gymnasiast ist mit Blick auf die Bayerischen Meisterschaften in einem Monat guten Mutes, dass er sich auch auf seiner Spezialdistanz weiter verbessert und zu den Anwärtern auf einen Stockerlplatz gehören kann.

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