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Wieder vorne dabei sein will Florian Wilmsmann (2.v.l., TSV Hartpenning) in der neuen Saison. Beim Weltcup am Feldberg wurde er im Vorwinter Zweiter.

Sechs Rennen noch im Dezember

„Ich bin schon ganz heiß“: Florian Wilmsmann geht motiviert in die Saison

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Forian Wilmsmann vom TSV Hartpenning startet am Wochenende in die Weltcup-Saison 2019/20. Dann beginnt die „Cross Alps Tour“ französischen Val Thorens.

Val Thrones – „Ich bin sehr motiviert und freue mich, dass es jetzt mit der Qualifikation zu den ersten Rennen endlich losgeht“, sagt Florian Wilmsmann (TSV Hartpenning) – das unumstrittene Skicross-Ass aus Holzkirchen. Wie schon in den Jahren zuvor, startet die Weltcup-Saison 2019/20 der Crosser und damit zugleich die so genannte „Cross Alps Tour“ jetzt am Wochenende im französischen Wintersport-Zentrum Val Thorens.

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„Ich bin schon ganz heiß“: Florian Wilmsmann geht motiviert in die Saison

„Training war jetzt mehr als genug. Jetzt will ich auch zeigen, worauf ich die letzten Monate hingearbeitet habe“, sagt Wilmsmann. Erstmals hat der 23-Jährige dazu am heutigen Donnerstag Gelegenheit, wenn die Qualifikationsläufe (11 Uhr) anstehen. Die beiden Rennen selbst sind dann für Freitag und Samstag angesetzt. Nach Wilmsmanns ersten Trainingseindrücken ist der Kurs in Val Thorens ähnlich dem der Vorjahre: „Da musst du vor allem die Elemente im oberen Teil der Strecke richtig treffen, um genügend Speed für den unteren, flacheren Teil mitzunehmen.“

Verletzungsfrei ist der Ausnahme-Athlet über den Sommer gekommen, hat ein intensives Vorbereitungstraining auf sich genommen. Im Frühjahr ging’s für ihn erst einmal zu seinem „Arbeitgeber“ Bundeswehr, wo der Profi-Skifahrer mittlerweile den Rang eines Stabsunteroffiziers bekleidet. Es folgte der Umzug aus seinem Elternhaus in Holzkirchen nach Oberstaufen. „Das hat sich einfach so ergeben“, erklärt Wilmsmann. Nicht zuletzt deshalb, weil der Oberland-Nachwuchs in dieser rasanten Disziplin ausbleibt. „Und im Allgäu habe ich jetzt auch eine recht gute Trainingsgruppe inmitten von Top-Skicrossern gefunden.“ So nebenbei habe er dann auch noch für sein BWL-Fernstudium gearbeitet. „Auch da geht es, zwar langsam, aber doch voran.“

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Bereits im Juni standen dann wieder die ersten Schneetage auf dem Stilfser Joch (Südtirol) an. Es folgten weitere Lehrgänge in Saas Fee (Schweiz), noch einmal am Stilfser Joch und zuletzt „für den Feinschliff“ eine Woche im schwedischen Weltcup-Ort Idre Fjälls. „Kraftmäßig habe ich heuer vor allem an meinem Start gearbeitet, damit der noch explosiver wird“, berichtet der 23-Jährige. Ein weiterer großer Aspekt der Vorbereitung war, im Kurs und vor allem bei Sprüngen viel in der Hocke zu fahren. „Das A und O beim Skicross ist, dass man in Position fährt, damit man sich mit der besseren Aerodynamik nach vorne arbeiten kann. Da mittlerweile viele Kurse einfacher geworden sind, rückt das Feld immer näher zusammen. Deshalb ist es schon mal ein Pluspunkt, wenn man den ganzen Kurs weitestgehend in der Hocke fahren kann.“

Bei der „Cross Alps Tour“ sind noch im Dezember sechs Weltcup-Rennen zu absolvieren. Nach Val Thorens (2), geht’s ins Montafon (Vorarlberg), zu einem Nachtsprint nach Arosa und schließlich kurz vor Weihnachten ins Pustertal nach Innichen (2/Südtirol). Als Saison-Höhepunkt sieht Wilmsmann den Heimweltcup Anfang Februar auf dem Feldberg im Schwarzwald. Dort, wo er im Vorwinter mit Rang zwei aufs Stockerl gefahren ist: „Dazu hat sich schon jetzt meine ganze Familie angesagt.“

Doch jetzt ist erst einmal die Hürde Val Thorens zu bewältigen: „Ich bin schon ganz heiß auf die ersten Aufgaben und fühle mich total fit. Schaun wir mal, was am Wochenende dabei rauskommt.“

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