Tokio im Blick hat Reiterin Sophie Leube mit Stute Jadore Moi.
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Tokio im Blick hat Reiterin Sophie Leube mit Stute Jadore Moi.

Platz sechs bei der Deutschen Meisterschaft

Irschenberger Stute Jadore Moi verpasst Olympia-Shortlist knapp

Nur knapp verpasst hat die Irschenberger Stute Jadore Moi mit Reiterin Sophie Leube die Olympia-Shortlist für die Spiele in Tokio. Eine kleine Hoffnung gibt es aber noch.

Irschenberg – Trotz einer fehlerfreien Runde im Parcours reichte es am Ende nur für Platz sechs: Die elfjährige Stute Jadore Moi und ihre Reiterin Sophie Leube (34) kämpften am vergangenen Wochenende in Luhmühlen/Niedersachsen nicht nur um die Deutsche Meisterschaft in der Vielseitigkeit – Sieger wurde Michael Jung auf Fischer Chipmunk –, vielmehr ging es auch um ein Ticket nach Tokio (wir berichteten): Leube und ihre Jadore Moi standen auf der Longlist für die Olympischen Sommerspiele. Nach dem Wettkampf sollte sich entscheiden, welche Reiter und Pferde nach Japan aufbrechen.

Die braune Stute Jadore Moi stammt aus der Zucht von Hans Freiherr von Schoen auf dem Gestüt Großschwaig in Irschenberg – seit 2017 ist sie im Besitz von Leube. Für Leube war es erst die zweite Deutsche Meisterschaft: Bereits im Herbst vergangenen Jahres war sie in Luhmühlen mit Jadore Moi Rang fünf gelandet.

Die Leistung des Paares war auch heuer top, wenn auch (noch) nicht Olympia-reif: Nach Dressur und Gelände standen beide auf Platz 15. Ein Zeitfehler auf der anspruchsvollen Strecke brachte 3,2 Strafpunkte. „Ich hatte Jadore vor dem ersten Wassereinsprung etwas zu früh aufgenommen und gebremst, das hat Zeit gekostet. Mein Fehler“, erzählt Leube.

Kleine Hoffnung besteht noch

In der Dressur hatte ihr ein missglückter Wechsel einen besseren Auftakt vermasselt. „Trotzdem: Es war einer ihrer besten Auftritte im Viereck“, lobt Leube ihr Pferd. Mit einem fehlerfrei absolvierten Springparcours als Schlussprüfung machten Leube und Jadore Moi Plätze und Punkte gut.

Der Ausschuss Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) hat dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) noch am Sonntagnachmittag das Olympia-Team vorgeschlagen: Sandra Auffahrt, Michael Jung und Julia Krajewski. Als Reserve ist Andreas Dibowski mit von der Partie sein. Die offizielle Nominierung durch den DOSB erfolgt am 29. Juni. Leube und Jadore Moi stehen also nicht auf der Shortlist.

Ein bisschen Olympia-Traum bleibt Leube aber noch: Jadore Moi ist ab 10. Juli in Quarantäne in Warendorf aufgestallt – falls von den gesetzten Pferden welche ausfallen. „Das wünsche ich dem Team aber nicht. Für mich war es eh schon toll, überhaupt auf der Longlist zu stehen“, sagt Leube. Jadore Moi wird es egal sein: Sie hat nach diesem strapaziösen Wochenende mit viel Koppelgang und leichter Bewegung erst mal frei.

VOLKER CAMEHN

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