Auf Zweikämpfe auf dem Platz müssen die Fußballer der Region weiter warten. 
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Auf Zweikämpfe auf dem Platz müssen die Fußballer der Region weiter warten. 

Pläne des BFV

Verbandsspielleiter Josef Janker: „Ich bin guter Dinge“

  • Michael Grözinger
    vonMichael Grözinger
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Der BFV passt seine Pläne an den verlängerten Lockdown an. Der BFV sieht sich in seiner Entscheidung bestätigt, die Saison nicht abgebrochen zu haben.

Landkreis – Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) muss seine Pläne einmal mehr anpassen. Ursprünglich sollten Ende Februar oder spätestens Anfang März die ersten Pflichtspiele stattfinden, um sowohl die angefangene Saison als auch den neu geschaffenen Ligapokal geordnet beenden zu können. Nach der Verlängerung des Lockdowns bis mindestens 14. Februar ist diese frühe Rückkehr in die Saison nun erst mal vom Tisch (siehe Kasten). Einen Monat Vorbereitungszeit will der BFV seinen Vereinen auf jeden Fall zugestehen; unter anderem, um nicht leichtfertig Verletzungen zu riskieren. Dafür hätte Sport allerdings ab Anfang Februar wieder erlaubt werden müssen.

BFV: Wir sind vorbereitet

Beim Verband reagiert man auf die Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen einigermaßen gelassen. „Wir sind vorbereitet und profitieren jetzt davon, die Saison nicht abgebrochen zu haben“, sagt Verbandsspielleiter Josef Janker. „Darauf hatten wir uns eingestellt, denn wir erleben alle ja aktuell, wie sehr uns die Pandemielage in die Knie zwingt.“ Der Fußball müsse sich in dieser schwierigen Zeit hintanstellen.

Trotzdem: Für den Ligapokal drängt die Zeit. Der BFV musste die ersten K.o.-Spiele im Kreis Zugspitze bereits absetzen (wir berichteten). Im Kreis München soll der Wettbewerb erst am dritten März-Wochenende weitergehen, was mit dem aktuellen Lockdown-Stand rechnerisch gerade noch möglich wäre. Das Problem: Im Münchner Spielkreis sind ab dem 6. März zunächst zwei Spieltage für die Ligen angesetzt, die nun nicht gehalten werden können.

Eis für Ligapokal wird dünner

Da die geordnete Beendigung der Liga-Saison beim BFV Priorität genießt, wird das Eis für den zweitrangigen Ligapokal dünner. Freie Spieltermine gibt es zunehmend weniger, schließlich stehen in den Ligen teils noch bis zu zehn Spieltage für einzelne Mannschaften aus. Und sollte die Fußball-Europameisterschaft im Sommer tatsächlich stattfinden, müssen aufgrund der Durchgängigkeit von Auf- und Abstieg in den Ligen samt Relegationen auch im Amateurbereich die Saisons rechtzeitig beendet werden. Eine Ausdehnung der regulären Spielzeit beispielsweise bis Juli ist daher kaum möglich.

Dennoch ist Janker noch zuversichtlich: „Wir haben mit der Fortsetzungsentscheidung Zeit gewonnen, stehen noch nicht unter Druck. Stand heute bin ich optimistisch, dass wir selbst dann zu einem ordentlichen Ende kommen, wenn wir erst Ende März wieder loslegen können.“

Janker: Ich bin guter Dinge

Auch den Ligapokal hat Janker noch nicht abgeschrieben: „Auch wenn es Kraftanstrengungen aller Beteiligten bedarf, bin ich guter Dinge, dass wir das hinbekommen, sollten wir Ende März/Anfang April wieder spielen dürfen.“ Eine Änderung des Modus’ sei dafür aber unerlässlich.

Zunächst wolle der Verband nun alle noch im Ligapokal befindlichen Vereine fragen, ob sie weiterhin dabei sein möchten. „Es wird ja zwangsläufig so sein, dass viele Spiele dann auch unter der Woche ausgetragen werden müssen. Es gibt Vereine, für die nach der Lockdown-Verlängerung bereits feststeht, dass sie sich diese Strapazen nicht antun wollen“, sagt Janker. Bei einer Reduzierung der Teams durch freiwillige Rückzüge würde der BFV Zeit gewinnen. Der Verbandsspielleiter stellt aber klar: „Sollte aufgrund unüberwindbarer Terminnöte in einzelnen Ligen die Durchführung des Ligapokals nicht mehr möglich sein, wird er abgebrochen.“ 

(MICHAEL GRÖTZINGER)

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