Julian Green (M.) ist ein Fixpunkte in den Planungen der Fürther für die Saison in der Bundesliga.
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Julian Green (M.) ist ein Fixpunkte in den Planungen der Fürther für die Saison in der Bundesliga.

Bundesliga-Aufsteiger im Interview

Ex-FCB-Juwel Julian Green: „Wenn ich frei hab’, fahre ich heim“ - Miesbach hat hohen Stellenwert

  • Sebastian Schuch
    VonSebastian Schuch
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Mit Greuther Fürth ist der Miesbacher Fußball-Profi Julian Green in die Bundesliga aufgestiegen. Im Interview spricht er über den Saisonstart und die Bedeutung der Heimat.

Miesbach/Fürth – Am 14. August startet Julian Green mit der SpVgg Greuther Fürth gegen den VfB Stuttgart in die neue Bundesliga-Saison, an diesem Samstag geht es im DFB-Pokal zum SV Babelsberg. Der Miesbacher hat sich bei den Kleeblättern zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft entwickelt und war mit neun Toren und zwei Vorlagen in seiner statistisch besten Saison entscheidend am Aufstieg beteiligt. Im Interview spricht der 26-Jährige über seine Rolle in Fürth, den Aufstieg in die Bundesliga und die Bedeutung seiner Heimat Miesbach.

Herr Green, Sie sollen im Trainingslager in Neukirchen richtig Gas gegeben haben. Haben Sie nach der vergangenen Saison mit dem Aufstieg so richtig Bock auf Fußball?

Bock hab’ ich immer. Die vergangene Saison war statistisch meine beste. So will ich in der Bundesliga weitermachen. Es wird natürlich nicht einfacher, aber ich freu’ mich drauf und bin da guter Dinge.

Wie wichtig ist es für Sie, dass Trainer Stefan Leitl sagt, Sie seien ein Eckpfeiler der Mannschaft und er auf Sie baut?

Vertrauen ist für einen Spieler das A und O. Es geht immer darum, das auch zurückzuzahlen. Es bringt nichts, wenn man das Vertrauen hat und dann die Leistungen nicht stimmen. Deswegen liegt das Hauptaugenmerk auf meinen Leistungen, und da fühle ich mich hier sehr wohl.

Sie sind im Verhältnis einer der wenigen Spieler mit Bundesliga-Erfahrung im Fürther Kader. Wie sehen Sie Ihre Rolle?

Ich helfe natürlich da, wo es geht. Wir haben viele Spieler, die noch nie Bundesliga gespielt haben. Deswegen geht es darum: Wie kann man unterstützen? Das geht am besten mit Leistungen auf dem Platz.

Apropos helfen. Mit Adrian Fein (ausgeliehen vom FC Bayern, d. Red.) ist ein Spieler neu im Klub, der einen ähnlichen Weg eingeschlagen hat wie Sie vor einigen Jahren. Welche Tipps haben Sie für ihn im Speziellen und generell für junge Spieler auf dem Sprung zum Profi?

Tipps sind immer schwer. Adrian ist ein super Spieler. Er kommt wie ich aus der Bayern-Jugend. Am Ende muss jeder Spieler seinen eigenen Weg finden. Man hilft, wo es geht. Aber jetzt hier einen Tipp zu sagen, ist nicht so leicht.

Sie haben Ihren Weg gemacht, sind seit vier Jahren in Fürth und hier auch glücklich.

Genau. Ich hatte auch ein paar Umwege, aber jetzt fühle ich mich sehr, sehr wohl. Dass wir jetzt den Bundesliga-Aufstieg geschafft haben, war für mich persönlich auch das Beste, was mir passieren konnte. Und jetzt freuen wir uns auf die Bundesliga.

Für Sie war es der zweite Aufstieg nach 2017 mit dem VfB Stuttgart. Vom Gefühl her war es aber ein anderer, oder?

Ja, das war ganz anders. Klar, beim VfB habe ich mich auch gefreut, es war auch eine schöne Saison. Aber hier war meine Rolle eine ganz andere als damals bei Stuttgart. Deswegen kann man das nicht vergleichen.

Aufstiegsfeier: Julian Green (l.) mit der Fürther Mannschaft.

Zum Auftakt treffen Sie mit Fürth auf Stuttgart. Ein Spiel mit „Gschmäckle“.

Perfektes Spiel, würde ich sagen. Besser geht es nicht, vor allem für mich persönlich. Aber die Vergangenheit ist Vergangenheit, und ich denke auch nicht mehr so oft an Stuttgart. Aber es ist eine schöne Geschichte – und das Spiel wollen wir natürlich gewinnen.

Sie hatten gerade ein paar Tage frei und sind nach dem Test gegen Hoffenheim in Miesbach geblieben. Welchen Stellenwert hat Miesbach für Sie?

Miesbach hat einen sehr, sehr hohen Stellenwert für mich. Wenn ich frei hab’, fahre ich eigentlich immer her. Miesbach ist meine Heimat, da fühle ich mich wohl, da kann ich am besten Abschalten. Wenn frei ist, geht es immer direkt nach Miesbach.

Und wie oft bekommen Sie Besuch aus der Heimat?

Der eine oder andere Freund kommt mich schon mal besuchen. Hoffentlich jetzt auch wieder im Stadion.

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