Besser als erwartet lief es für Stefan Vogt.
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Besser als erwartet lief es für Stefan Vogt.

Andreas Lenz, Stefan Vogt und Konrad Puk bezwingen die Challenge Roth

Kampf mit Strecke und Körper bei Challenge Roth

  • Sebastian Schuch
    VonSebastian Schuch
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Die Challenge Roth gehört zu den bekanntesten Langdistanz-Triathlons der Welt. Drei Starter aus dem Landkreis Miesbach haben teilgenommen.

Landkreis – Die Ironman-Distanz ist für viele Triathleten die ultimative Herausforderung. Bei diesem Langdistanzrennen müssen die Teilnehmer zum Auftakt 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer mit dem Rad fahren und zum Abschluss einen 42,2 Kilometer-Marathon zurücklegen. Die Challenge Roth in Mittelfranken gehört zu den weltweit größten Events dieser Art, an der heuer auch Starter aus dem Landkreis teilnahmen: Andreas Lenz, Stefan Vogt und Konrad Puk. Die Bewertung der Ergebnisse fällt allerdings unterschiedlich aus.

Für Vogt war es der erste Ironman überhaupt. Entsprechend war der Waller, der für den WSV Bad Tölz startet, vor dem Start etwas unsicher. „Aber es ging besser als erwartet“, sagt der 25-Jährige. „Vor allem beim Schwimmen hab’ ich mich nach kurzem Anlauf dann doch sehr wohl gefühlt.“ Nach dem Radfahren hatte er anschließend etwas Sorge, dass der Rücken beim Laufen nicht mehr mitmachen könnte. „Aber er hat bis auf ein paar Stiche komplett gehalten.“ Die langwierige Vorbereitung machte sich bezahlt: Nach 9:57:43 Stunden (1:08:13 Stunden Schwimmen, 5:13:33 Stunden Radfahren und 3:28:27 Stunden Marathon) kam er auf Platz 279 und als 28. der Altersklasse M25 ins Ziel. „Für die erste Langdistanz und den dritten Triathlon überhaupt bin ich sehr zufrieden. Macht Lust auf mehr“, sagte er mehr als glücklich.

Andi Lenz kämpft mit Bedingungen

Zwar lief es für Andi Lenz vom Geiger Medius Bike Base Team platzierungstechnisch als 127. der Gesamtwertung und 24. der AK30 besser, aber wirklich zufrieden war er mit seinen Zeiten nicht. Beim morgendlichen Schwimmen hatte der Miesbacher mit der Wassertemperatur zu kämpfen. „Mich hats ziemlich schnell gefroren, nach 1,5 Kilometern habe ich am ganzen Körper gezittert“, berichtet Lenz. 1:21 Stunden im Wasser seien auch für einen schlechten Schwimmer wie ihn „unterirdisch, aber unter den Umständen war einfach nicht mehr drin“. Deutlich besser lief es, nachdem der Körper wieder Temperatur hatte, auf dem Rad. „Ich habe mir das Radfahren gut eingeteilt und fühlte mich bis zum Schluss gut.“ 4:29 Stunden können sich auch durchaus sehen lassen.

Auch die erste Hälfte des abschließenden Marathons lief ordentlich für Lenz. Er legte eine Zeit von 4:24 Minuten pro Kilometer hin, doch dann folgte ein erneuter Rückschlag. „Bis Kilometer 15 habe ich mich gut gefühlt, dann merkte ich langsam, dass ich zu wenig gegessen habe“, erklärt Lenz. Zwar konnte er sein Tempo bis zur Hälfte des Marathons halten, doch dann wurde er von Kilometer zu Kilometer langsamer. „Das war richtig hart. Dann fingen auch noch die Knie zu schmerzen an.“ Getragen von den Anfeuerungsrufen der Fans zog er das Rennen bis zum Schluss durch und kam nach 9:21:40 Stunden im Ziel an. Für den Marathon benötigte er 3:26 Stunden. „Ich habe stark gekämpft, darum bin ich mit dem Wettkampf zufrieden, auch wenn es zu Beginn und am Ende nicht perfekt lief“, fasst Lenz zusammen.

Fast schon traditionell war auch Konrad Puk vom SV Grün-Weiß Holzkirchen in Roth am Start. In der AK70 kämpfte er sich nach 14:49:53 Stunden ins Ziel. Das bedeutete Platz vier in seiner Altersklasse und insgesamt Rang 1054. Doch das ist bei dieser Leistung in diesem Alter wahrlich nebensächlich.

Die Tagessiege in Roth gingen in phänomenalen Zeiten an Patrick Lange (7:19 Stunden) und Anne Haug (7:53 Stunden).  (ses)

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