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Aus für Kober im Viertelfinale

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Aufholjagd missglückt: Gegen Marion Kreiner aus Österreich musste sich Amelie Kober (im Bild) im Viertelfinale geschlagen geben. © AFP

Kreischberg - Snowboarderin Amelie Kober kommt bei der WM am Kreischberg zu langsam auf die Piste. Im Parallel-Slalom wird sie Siebte.

Dass es nichts mit einem Podestplatz werden würde, war bereits kurz nach dem Start klar. Während ihre Kontrahentin Marion Kreiner sich zielstrebig auf die Piste schwang, schob sich Amelie Kober eher nach vorn. Schon nach den ersten beiden Stangen lag die Österreicherin deutlich vorn. Damit war gestern Nachmittag die erste Medaillen-Chance im Parallel-Slalom bei der Snowboard-Weltmeisterschaft am Kreischberg in Österreich vertan.

Da fiel es nicht mehr ins Gewicht, dass die 27-Jährige aus Fischbachau etwa nach halber Strecke zu viel riskierte, sich in den Schnee setzte und damit endgültig verloren hatte. Endstation Viertelfinale. Am Ende landete Kober auf Platz sieben.

Die Unzufriedenheit war auch zwei Stunden später noch zu spüren. „Ich habe es selbst verbockt“, gibt sich die Olympiamedaillengewinnerin selbstkritisch. „Ich habe mir zwei dicke Fehler geleistet.“ Aber vorbei ist vorbei – „ich schau jetzt nach vorne.“ Ein Blick zurück muss dennoch sein: Was war beim Start passiert? „Man hat ein neues Startgate installiert. Die Intervalle sind anders, langsamer.“ Damit sei sie zu schnell losgegangen, gegen das Gate geprallt und ohne den nötigen Schwung durch das geöffnete Tor auf die Piste gelangt. „Mein Fehler. Die anderen sind damit ja auch klargekommen."

Mit Rückstand unter Druck, versuchte sie, aufzuholen und riskierte zu viel. „Ich war sehr enttäuscht“, sagt Kober, die sich von Sohn Lorenz trösten ließ, der im Ziel mit Kobers Eltern auf die Mama wartete.

Schade sei auch der vierte Platz von Teamkollegin Selina Jörg. „Es gibt solche Tage, an denen nur ganz wenig fehlt.“ Die Teamleistung sei aber nicht schlecht gewesen. Darauf könne man für den heute stattfindenden Parallel-Riesenslalom, bei dem Cheyenne Loch (20) aus Schliersee ihr WM-Debüt feiert, aufbauen. Kober hat ihre Medaillenhoffnung noch nicht aufgegeben. Der Wille ist da. Den sollte heute kein Gate mehr stoppen.

Dieter Dorby

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