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Konstantin Schad siegt zum Auftakt.

Vatersein ist die perfekte Vorbereitung

Schad löst im ersten Rennen WM-Ticket

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In seinem ersten Rennen als Vater fährt Konstantin Schad gleich zum Sieg. Das WM-Ticket hat der Fischbachauer damit bereits in der Tasche.

St. Leonhard – Es war ein ereignisreicher Sommer für Konstantin Schad. Nach den verkorksten Olympischen Winterspielen (wir berichteten) wurde der 31-jährige Boardercrosser aus Fischbachau im Mai zum ersten Mal Vater. „Das war anscheinend eine gute Vorbereitung“, sagt er und lacht. Offenbar, denn Schad gewann gestern gleich das erste Rennen der Saison.

Beim Europacup im österreichischen Pitztal waren neben dem kompletten deutschen Team auch 36 Weltcup-Fahrer am Start. Der Grund: die Qualifikation für die Weltmeisterschaften Ende Januar/Anfang Februar 2019 in Park Valley (Utah, USA). Schad hat die Norm mit seinem Sieg nun bereits erfüllt. Zwar zählen für die WM alle Saison-Ergebnisse, aber der Fischbachauer sollte am Ende unter den vier deutschen USA-Fahrern sein. „Ich freue mich. Das ist ein richtig guter Kurs in den USA.“

Dabei war nach Ende der vergangenen Saison gar nicht klar, ob der 31-Jährige noch mal ein Jahr dranhängt. „Meine körperlichen Werte waren aber so gut, dass ich mir gedacht habe, dann fahr’ ma halt noch ein bissl“, erzählt Schad. „Und vielleicht hat mir das Kürzertreten auch gutgetan.“ Im Pitztal setzte er sich jedenfalls im Finale gegen Lucas Eguibar (Spanien), Team-Kollege Martin Noerl sowie den Australier Adam Lambert durch. „Bissl was geht mit Erfahrung“, meint der Fischbachauer.

Neben Schad gingen auch seine Teamkollegen Leon Beckhaus (17.) und Maximilian Rathgeb (22.) vom SC Miesbach auf die Piste. „Das freut mich sehr. Es ist Teil von meinem Ziel, dass ich die Jungen unterstütze“, sagt er. Beckhaus und Rathgeb haben am heutigen Donnerstag noch mal die Chance, die WM-Norm zu erfüllen, wenn ein zweiter Europacup gefahren wird. Ob Schad wieder dabei ist, wusste er gestern noch nicht. „Ich bin unglaublich kaputt“, sagt er nach dem Rennen. Die Höhenluft auf über 3000 Metern machte ihm zu schaffen. Starten will Schad aber beim Weltcup-Auftakt im Montafon (Vorarlberg) am 13. Dezember. Und die WM will Schad unbedingt mitnehmen. Was danach kommt? „Solange ich weiß, dass es meinen Mädels daheim gut geht, und es mir Spaß macht, fahre ich weiter.“ 

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