Lucas Bögl. Archivbild:Mathias Bergfeld/DPA
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Lucas Bögl hatte in Lahti mit Krämpfen zu kämpfen.

SKI LANGLAUF - Noch die Tour de Ski in den Knochen

Krämpfe zu Beginn des Skatings: Lucas Bögl landet auf Platz 24 beim Skiathlon von Lahti

  • vonMichael Eham
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Holzkirchen/Lahti – In gewisser Weise war es eine Art Lotterie für Lucas Bögl, in welchem Umfang er sich nach der Tour de Ski Anfang Januar trainiert, um bestmöglich vorbereitet in den Skiathlon von Lahti (Finnland) zu gehen. Denn über die 30 Kilometer, davon die Hälfte jeweils im klassischen und im freien Stil, müssen die Langläufer im Vollbesitz ihrer Kräfte sein.

Für den Holzkirchner ging der Plan einer eher entspannteren Vorbereitung nicht ganz auf. Beim Skiathlon von Lahti musste Bögl dem anspruchsvollen Rennen Tribut zollen und sich mit Platz 24 zufriedengeben. „Ich tu mich nach der Tour de Ski traditionell schwer“, gibt Bögl zu. „Dabei ist es egal, ob ich mich mit viel Ruhe oder Training vorbereite.“

Zu spüren bekam der 30-Jährige das vor allem kurz nach dem Wechsel von den klassischen auf die Skatingski. „Da bekam ich brutale muskuläre Probleme“, erklärt Bögl. Denn zu Beginn der 15 Kilometer in der Skatingtechnik hatte er mit Krämpfen zu kämpfen, die ihn in der Zwischenzeit deutlich zurückwarfen. Erst im letzten Drittel des Rennens fing sich Bögl wieder ein wenig. „Das war das Positive, dass ich mich dann wieder rangekämpft habe. Aber wenn du muskulär mal so angeknockt bist, dann geht natürlich nichts mehr.“

Und so stand am Ende ein Rückstand von 2:26 Minuten auf den Sieger Emil Iversen aus Norwegen, der mit seinen Landsmännern wieder in den Weltcup zurückkehrte. Die Tour de Ski und vorangegangenen Weltcups setzten die Norweger aufgrund der Corona-Pandemie aus. In Lahti sind nun die Franzosen nicht mit von der Partie, da ein Athlet und zwei Techniker positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Insgesamt kann Lucas Bögl mit dem 24. Platz, den er in einem „mittelguten Rennen“ zusammenfasst, im Skiathlon durchaus leben. Enttäuschend war für den Holzkirchner allerdings, dass er am gestrigen Sonntag in der Staffel-Generalprobe vor der Heim-Weltmeisterschaft in Oberstdorf Ende Februar nicht nominiert wurde. Eine „verständliche“ Entscheidung, stellt Bögl fest. Stattdessen wurde als Schlussmann Friedrich Moch nominiert, der der deutschen Staffel Platz vier sicherte. Dabei profitierten die DSV-Athleten von der Disqualifikation des Teams Russland I, da Alexander Bolshunov nach Zweikampf mit dem Finnen Joni Mäki um Platz zwei diesen im Zielraum umschubste.

Der Langlauf-Weltcup zieht nun weiter von Finnland nach Schweden. In Falun geht es am kommenden Wochenende weiter.

emi

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