Himmlisches Langlaufvergnügen: Die Loipe in Wall ist bestens präpariert.  Foto: Andreas Leder
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Himmlisches Langlaufvergnügen: Die Loipe in Wall ist bestens präpariert.

SVO orientiert sich an gut angenommen Laufveranstaltungen

SVO startet virtuelle Winter-Challenges

  • vonHeidi Siefert
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Mit virtuellen Challenges hofft der Skiverband Oberland, den Langlauf-Nachwuchs im Corona-Winter bei Laune zu halten.

Hausham – Endlich Schnee. Kaum jemand freut sich darüber so sehr, wie die Langläufer des Skiverbands Oberland (SVO), die nun trotz Lockdown und 15 Kilometer-Regel wieder in die Spur gehen können (wir berichteten). Nach Vorbild virtueller Laufveranstaltungen wird es heuer erstmals auch für die Nordischen die Möglichkeit geben, sich bei Winter-Challenges zumindest ein wenig sportlich zu messen.

Den Auftakt im Oberland macht der SC Wall mit seiner DSV Nachwuchs-Challenge im Rahmen von Sport-Conrad-Cup und Raiffeisen-Cup, die von Freitag, 22., bis Sonntag, 24. Januar, auf der Loipe am Sportheim ausgetragen wird.

Ein umso attraktiveres Angebot, als bis Ende Februar keine regulären Nachwuchswettkämpfe stattfinden werden. „Die aktuelle Situation fordert und fördert Kreativität“, fasst es Oliver Kesper, Sportwart Nordisch im SVO, zusammen. „Es bleibt zu hoffen, dass diese auch belohnt wird, indem die virtuellen Veranstaltungen stattfinden können“, sagt er mit bangem Blick auf die Wetterprognosen, die von Föhneinbruch und steigenden Temperaturen künden.

Dabei wäre es gerade für die jungen Aktiven so wichtig, dass sie Anreize für den Sport bekämen. Besonders im Nachwuchsbereich bestehe die große Gefahr des Motivationsverlustes, weshalb man schon seit Herbst versuche, jede Möglichkeit zu nutzen, den Sportlern Perspektiven zu bieten.

Trainerteam bekommt Unterstützung

Ansporn für die Nachwuchsarbeit könne man in der aktuellen Pandemie-Lage wirklich gut gebrauchen, wo den Sportler-Eltern eine besondere Aufgabe zufalle. Sie müssten derzeit den ihre Kinder intensiv und individuell beim Sport betreuen und als verlängerter Arm der Trainer und Vereine fungieren, die unter den aktuellen Umständen das Maximale versuchen, um die Nachwuchsarbeit aufrecht zu erhalten, obwohl ein Vereinstraining schon seit Oktober nicht erlaubt ist. Ihnen gilt Kespers besonderer Dank, „weil sie helfen, dass der Langlaufsport für den Nachwuchs attraktiv bleibt“. Das anfänglich befürchtete Loipenverbot sei glücklicherweise verworfen worden und die Schneesituation im Oberland zwar nicht überragend, aber mittlerweile zumindest besser als im Januar 2020, sodass es selbst mit 15 Kilometer-Radius im Landkreis Miesbach auch Trainingsmöglichkeiten vor der Haustür gebe.

Dankbar ist man dem Bayerischen Skiverband (BSV), der seine Nachwuchskader großzügig erweiterte, sodass die Mitglieder Schüler- und Jugend-Teams des SVO alle einen BSV-Kader-Status erhielten. Somit dürfen aktuell 37 Mädchen und Buben unter Hygiene-Auflagen in Kleingruppen trainieren. Ein Angebot, das neben den bereits etablierten Online-Trainingsmaßnahmen für Rumpfstabilität, Koordination und Beweglichkeit eifrig angenommen werde. Damit alle ausreichend zum Zug kommen, wird das bekannte Trainertrio Sebastian Eisenhut (Jugend) und Manuela Gschwendtner sowie Otto Schwarz wechselweise von Regina Jaud (SC Bad Tölz), Theresa Gerg (SC Lenggries), Magdalena Gschwendtner (TSV Hartpenning), Klaus Zellinger (SC Schliersee) und Lukas Gruber (SC Gaißach) unterstützt.

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