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Laudatio von einer Olympiasiegerin für RSV Irschenberg

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Von: Sebastian Schuch

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Ausgezeichnete Trainer: (v.l.) Olympiasiegerin und Laudatorin Lisa Brennauer, Christine Strauß, Claudia Lichtenberg, Christian Lichtenberg, Lara Dopjans, Ludwig Bichler, Bella Toll, Richard Dopjans, Michaela Walter, Benedikt Bichler, Felix Mitterbauer und Simon Strauß.
Ausgezeichnete Trainer: (v.l.) Olympiasiegerin und Laudatorin Lisa Brennauer, Christine Strauß, Claudia Lichtenberg, Christian Lichtenberg, Lara Dopjans, Ludwig Bichler, Bella Toll, Richard Dopjans, Michaela Walter, Benedikt Bichler, Felix Mitterbauer und Simon Strauß. © RSV Irschenberg

Der RSV Irschenberg ehrt seine Sportler, erhält selbst einen Preis und hört eine Laudatio von Olympiasiegerin Lisa Brennauer.

Irschenberg – Wo Lisa Brennauer ist, wollen die Radsportlerinnen und Radsportler des RSV Irschenberg vielleicht irgendwann hin: an die Weltspitze. Umso größer waren die Augen, als die Olympiasiegerin von Tokio und amtierende Weltmeisterin in der Mannschaftsverfolgung bei der Vereinsehrung in der Kaffeerösterei Dinzler vorbeischaute und auch einige Tipps gab. Sie betonte in ihrer Laudatio die Basisarbeit im Heimatverein und dass man immer als Team gewinne oder verliere. An diesem Abend wurden aber nicht nur erfolgreiche RSV-Sportler für ihre Leistungen geehrt, sondern auch der Verein. Zum fünften Mal in Folge erhielten die Irschenberger den Werner-Krappweis-Pokal für den erfolgreichsten Nachwuchsverein in Oberbayern, überreicht von Tilmann Rieger, Sportwart des Radsportbezirks Oberbayern.

Für ihre „besonderen Verdienste um den Radsport“ wurden darüber hinaus Trainer des RSV mit der bronzenen Ehrennadel des Bayerischen Radsportverbands ausgezeichnet: Ludwig Bichler, Benedikt Bichler, Anian Biberger, Bella Toll, Richard Dopjans, Lara Dopjans, Claudia Lichtenberg, Simon Strauß, Felix Mitterbauer, Michaela Walter, Christine Strauß und Lydia Toll. Haupttrainer und „Chefkümmerer“ Christian Lichtenberg erhielt die silberne Ehrennadel.

Waren die Ehrungen der Sportler für die Erfolge der vergangenen Jahre, knüpfen sie an diese nahtlos an.

Erfolgreicher Nachwuchs: die Irschenberger U17 mit (v.l.) Maximilian Weiß, Pia Grünewald, Lilly Walter, Lisa Brennauer, Antonia Betzinger, Magdalena Fuchs.
Erfolgreicher Nachwuchs: die Irschenberger U17 mit (v.l.) Maximilian Weiß, Pia Grünewald, Lilly Walter, Lisa Brennauer, Antonia Betzinger, Magdalena Fuchs. © RSV Irschenberg

Mountainbike

Im Gelände fühlt sich vor allem Nils Schütz in der U15 wohl. Bei einem Bundessichtungsrennen im Rahmen des Schwarzwälder MTB Cups fuhr er auf einem anspruchsvollen Kurs auf Platz 19. Es folgte Rang sechs beim ersten Lauf des Bayernwald MTB Cups in Waldkirchen, der zugleich zur MTB-Bayernliga zählt. Beim international besetzten Ötztaler MTB Festival in Haiming (Österreich) fuhr er auf Platz zwölf, und nur um eine Hundertstel verpasste Schütz das Stockerl beim Obi-Cup XC in Abendsberg.

Sieben anspruchsvolle Stationen mussten die RSV-Mountainbiker beim Technikparcours in Taufkirchen (Munich MTB Kids Cup) bewältigen: enge Kurven, Slalomfahren oder Balancieren. Starker Zweiter wurde Laurin Gumpinger in der U9, in der U11 belegte Anian Ansaloni Platz vier, Hannah Gumpinger folgte als Sechste, und in der U15 wurde Leo Mitterbauer Zweiter.

Straße

Die Erfolge des vergangenen Jahres fuhr der RSV zu einem ordentlichen Teil auf dem Rennrad ein. An die gute Form konnte Antonia Betzinger in der U17 anknüpfen. Beim Sachsenringradrennen, einer Sichtung des Bundesnachwuchses, fuhr sie in der Spitzengruppe und musste sich im Zielsprint Messane Bräutigam geschlagen geben. Lilly Walter schied aus. Bei den gleichaltrigen Buben fuhr Maximilian Weiß auf Platz 20, und in der U19 belegte Anton Stadler mit seinem Team Innobike in dem Bundesligarennen Rang 14.

Einen Sieg durfte Pia Grünewald beim Rundstreckenrennen in Schönaich bejubeln. In der U19 setzte sie sich nach sechs Neun-Kilometer-Runden im Zielsprint durch. In der U17 war Walter noch von ihrer Verletzung gehandicapt und fuhr auf Platz sechs, bei den Jungs gelang Weiß als Fünftem das beste RSV-Ergebnis, das von Anton Hannes (10,) und Fredrik Treff (25.) komplettiert wurde. Ein Stockerlplatz gelang Schütz als Zweitem in der U15 (drei Runden).

Ebenfalls aufs Stockerl fuhr Anton Hannes in der U17 beim Niederwangener Rennen über 50 Kilometer und konnte damit endlich seinen „Fluch“ des vierten Platzes hinter sich lassen. Mit dieser Platzierung musste sich Ludwig Hannes in der U13 nach 19 Kilometern zufriedengeben. Einen Klassiker hat seit Kurzem Sebastian Weiß in den Beinen: Eschborn-Frankfurt. Acht Runden legte er in der U13 durch die Frankfurter Skyline zurück, im Zielsprint sicherte er sich den fünften Platz.

Bahn

Auch auf der Bahn knüpfen die Irschenberger an das erfolgreiche Vorjahr an. Beim Südvergleich U15/U17 in Augsburg maßen sie sich mit Startern aus Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Omnium (2000 Meter-Einerverfolgung, Scratch, Punkte- und Ausscheidungsfahren). Maximilian Weiß gewann drei Disziplinen und sicherte sich so den Gesamtsieg. Antonia Betzinger schied zwar im Ausscheidungsfahren als Erste aus, fuhr in der Gesamtwertung aber noch auf Platz drei.

Ebenfalls in Augsburg duellierten sich beim ersten Lauf des Brauerei-Rapp-Cups Fahrer aus ganz Bayern von der U11 bis zur Elite, mit zwei Siegen für den RSV: Maxi Weiß gewann in der U17 alle drei Disziplinen, Grünewald sicherte sich in der U19 den Gesamtsieg. Jeweils auf Platz zwei landeten Sophie Schuster (U15) und Anian Biberger (Elite), Walter wurde Dritte der U17.

Wadlbeißer: Alle Folgen des Lokalsport-Podcasts in der Übersicht.

Ihre Spuren hinterließ Schuster auch im U15-Omnium beim Bahnradsport-Bayern-Cup, bei dem sie ebenfalls Zweite wurde. Bei den Elite-Frauen gewann Lara Dopjans im Derny mit ihrem Schrittmacher Jakob Ank und fuhr mit ihrer Partnerin Franziska Pauer auf Platz zwei im Madison.

Bei der Bundesnachwuchssichtung in Frankfurt/Oder zeigten die Irschenberger schließlich, dass sie zu den Besten der Republik gehören. Und das war wichtig, die Wertung ging auch in die Rangliste des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) für Bahn und Straße ein. In der U17 gewann Walter über 200 Meter fliegend, Betzinger wurde Sechste, Maxi Weiß 15. In der Einerverfolgung über 2000 Meter fuhr Betzinger auf Platz zwei, Walter auf Rang vier und Weiß auf Platz 14. Dafür glänzte er im Ausscheidungsfahren als Zweiter, Betzinger wurde Sechste, Walter Neunte. Mit dem Bayern-Vierer gelang Walter und Betzinger zudem der zweite Platz, im Madison fuhr sie auf Rang zwei, Weiß wurde mit den Teams zweimal Achter. In der Gesamtwertung belegte der RSV die Ränge drei (Betzinger), vier (Walter) und elf (Weiß).

Gleich drei Siege fuhr Grünewald in der U19 ein: über 2000 und 500 Meter sowie im Punktefahren, im Ausscheidungsfahren wurde sie Dritte. Magdalena Fuchs belegte die Plätze drei, fünf, sechs und zwölf; im Madison gewannen die beiden mit dem BDR-Vierer.

Paracycling

Seit Kurzem fährt Lara Dopjans Tandem mit ihrer blinden Partnerin Michelle Wagner. Nach einem ersten Lehrgang, bei dem unter anderem der Start, fliegende Runden oder Slalom trainiert wurde, bestritt das Duo beim Bahnradsport-Bayern-Cup den ersten Wettkampf. Dort gelangen unter anderem der Sieg in der 4000 Meter-Verfolgung und Platz sieben im Scratch – im selben Rennen wie die „Nicht-Tandems“ –, sodass sie in der Gesamtwertung der weiblichen Paracycling-Tandems Platz zwei belegten.

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