Leichtathletik, Diskus, Christina Stumböck, Sabrina Zeug
+
Rivalinnen sind Christina Stumböck (l.) und Sabrina Zeug nur auf der Anlage. Dort spornen sich die beiden Leichtathletinnen der SG Hausham gegenseitig zu Höchstleistungen an.

LEICHTATHLETIK - 22-Jährige überflügelt Trainingspartnerin Sabrina Zeug im Diskuswurf

Stumböck wirft Jahresbestleistung

Leichtathletik Christina Stumböck von der SG Hausham hat im Diskuswurf eine neue bayerische Jahresbestleistung aufgestellt - und erstmals seit langer Zeit Sabrina Zeug geschlagen.

Landkreis – Weiter, immer weiter. Dieses Sprichwort nehmen die Leichtathletinnen Christina Stumböck und Sabrina Zeug von der SG Hausham bei den Wurfdisziplinen seit Wochen nur allzu wörtlich und steigern sich mit jedem Wettkampf. Beim Bayern-Top-Meeting in Germering konnte Trainer Hans Zenzinger erneut sehr zufrieden sein: Mit den neuen Saisonbestleistungen seiner Athletinnen hat er nun die beiden besten bayerischen Diskuswerferinnen in seinen Reihen – und beim Wettbewerb gab es obendrauf eine faustdicke Überraschung.

Bereits im ersten Versuch schleuderte Christina Stumböck die Ein-Kilogramm-Scheibe auf 45,46 Meter –bayerische Jahresbestleistung, neuer persönlicher Rekord und Führung in einem. Um ganze 88 Zentimeter steigerte sie ihre Bestmarke, am Ende reichte es zum knappen Sieg.

Nach einigen technischen Problemen erwachte Sabrina Zeug in ihrem fünften Finalversuch und erzielte 45,33 Meter. Damit wurde sie sichere Zweite – und konnte erstmals seit vielen Jahren nicht an ihrer Teamkollegin vorbeiziehen. Christina Stumböck ist mit der Jahresbestleistung die aktuelle Nummer eins in Bayern und 26. im Bundesgebiet. Zeug folgt ihr jeweils nur einen Platz dahinter.

Zenzinger: „Führung wird noch häufiger wechseln“

Stumböcks Leistungsexplosion nach der Zwangspause im Vorjahr – die 22-jährige Haushamerin absolvierte das Staatsexamen ihres mittlerweile abgeschlossenen Physiotherapie-Studiums – kann Zenzinger erklären: „Christina hat so viel Zeit, dass sie wie ein Profi trainieren kann.“ Nachdem sie bereits bei den jüngsten Wettkämpfen sehr nahe an Zeug herankam, folgte in Germering das erste Überholmanöver.

Zeugs Training ist derweil ein Kontrast-Programm: Erst ab 19.15 Uhr kann sie sich, nach getaner Arbeit in einer Gmunder Apotheke mit aktuell ganztägigem Mund-Nasen-Schutz, dem Sport widmen. „Das ist hart und keineswegs einfach für Sabrina“, weiß Zenzinger, der ihre Leistungen deshalb schon als sehr gut einstuft. Zumal sie für alle vier Wurfdisziplinen mit dem Diskus, der Kugel, dem Hammer und dem Speer eisern trainiert. „Sie macht eben alles, und da ist sie eben auch in allen Disziplinen in Bayern vorne dabei.“

Lange Gesichter oder gar böse Blicke gab es bei den Trainingspartnerinnen übrigens nicht: „Die Führung wird sich in dieser Saison unter den beiden sicherlich noch häufig wechseln“, prognostiziert Zenzinger. Im Diskuswurf bleibt es in dieser Saison also spannend – spätestens im September könnte dann bei den Bayerischen Meisterschaften in Erding die Tagesform über Gold oder Silber entscheiden.

Nina Scheurer aus Rottach Dritte im Speerwurf

Im Kugelstoßen herrschte später übrigens wieder das gewohnte Bild: Sabrina Zeug feierte den Sieg mit 13,90 Metern und setzte sie hier knapp gegen Angela Stockert von der SpVgg Auerbach/Streitheim durch (13,74 Meter). Stumböck wurde mit ausbaufähigen 10,98 Metern Vierte.

Beim 14. Ursel-Rechenmacher-Sportfest in Kirchheim startete mit Nina Scheurer vom TSV Rottach-Egern auch eine Athletin aus dem Landkreis. In der Klasse der weiblichen U18 machte sie im Speerwurf eine gute Figur. Mit 31,92 Metern sicherte sich die 17-Jährige den dritten Platz hinter der hochfavorisierten Vevi Lory (SC Bad Kohlgrub) mit 44,85 Meter. Sechste wurde sie im Kugelstoßen mit 7,51 Metern.

Ludwig Stuffer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wasserschaden im Schießstand der FSG Miesbach
Stille am Schießstand: Während des Dauerregens der vergangenen Tage ist das Wasser in den Schießstand der FSG Miesbach gelaufen - und hat einen Schaden verursacht.
Wasserschaden im Schießstand der FSG Miesbach
Titel gegen virtuelle Gegner verteidigt
Die Landkreis-Titel wurden beim Alpentriathlon Schliersee, der heuer erstmals virtuell stattfand, erfolgreich verteidigt.
Titel gegen virtuelle Gegner verteidigt
Steil, steiler, Horn
Erst der "Mount Everest" am Spitzingsattel, dann das Kitzbüheler Horn. Andreas Lenz vom Geiger Medius Bike Base Team hat sich erneut bewiesen.
Steil, steiler, Horn
Große Zuwächse bei Radsport und Basketball
Bei der Mitgliederversammlung des TV Miesbach zog Vorsitzender Günther Schmid ein positives Fazit. Vor allem die Sparten Radsport und Basketball haben neue Mitglieder …
Große Zuwächse bei Radsport und Basketball

Kommentare