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Doppel-Gold bei Bayerischer Meisterschaft für LG Oberland

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Alte und neue Bayerische Meisterin: Ulrike Giesa von den SF Föching gewinnt in Augsburg das Diskuswerfen.
Alte und neue Bayerische Meisterin: Ulrike Giesa von den SF Föching gewinnt in Augsburg das Diskuswerfen. © Ludwig Stuffer

Die Leichtathleten aus dem Landkreis haben bei den Bayerischen Meisterschaften abgeräumt: Ulrike Giesa und Sabrina Zeug holten Gold.

Augsburg/Regensburg – Großer Erfolg für die LG Oberland: Bei den Bayerischen Meisterschaften gab es gleich zwei Goldmedaillen für Athleten aus dem Landkreis. Im Diskuswerfen war Ulrike Giesa von den SF Föching unschlagbar, im Kugelstoßen Sabrina Zeug von den SG Hausham.

Giesa, einst Jugend-Europameisterin und bekannt als Athletin mit prügelhartem Trainingseinsatz, hat ihre Karriere eigentlich zurückgeschraubt. Sie betreibt die Leichtathletik nur mehr als Ausgleichssport, hat aber wieder den Spaß am Diskuswurf gefunden. Die mittlerweile auch als Torfrau bei der SG Otterfing/Holzkirchen aktive Sportlerin präsentierte sich im Augsburger Rosenaustadion von ihrer besten Seite und war im Diskuswurf sogar mehr als überlegen: Mit 49,42 Metern wurde die 35-jährige Föchingerin Bayerische Meisterin und gewann damit wie im Vorjahr Gold.

Auch Sabrina Zeug verteidigt Titel bei Bayerischen Meisterschaften

Ebenfalls ihren Titel verteidigt hat Zeug. Die 27-Jährige setzte sich im Kugelstoßen mit 13,53 Metern klar an die Spitze. Auf den Silber-Platz verwies sie Simone Schramm von der LG Bamberg mit 12,80 Metern vor der einstigen Olympia-Siebenkämpferin Karin Ertl vom Kirchheimer SC (12,15 Meter). Dementsprechen stolz war ihr Trainer Hans Zenzinger: „An ihrem Sieg war einfach nicht zu rütteln, und es war eine echt klare Sache für Sabrina.“ Allerdings hatten die beiden eine Weite jenseits der 14-Meter-Marke anvisiert. „Das war ein Drama. Das Kugelstoßen hat sich zwei Stunden hingezogen“, sagt Zenzinger. „Solange kannst du die Spannkraft nicht aufrechterhalten.“ Im Einstoßen stieß Zeug noch über 14 Meter.

Sehr zufrieden waren die beiden dann mit dem Diskuswerfen: Mit einer neuen Saisonbestmarke von 45,47 Metern wurde Zeug Bayerische Vize-Meisterin. „Wir sind bis auf vier Meter an Uli Giesa dran“, lobt Zenzinger. „Sie ist unser Maßstab.“ Im Speerwurf landete Zeug erwartungsgemäß nicht in den Medaillenrängen. Mit 41,62 Metern erzielte sie dennoch auch hier eine neue Saisonbestleistung und wurde Sechste. „Das war ein Erfolg, denn Sabrina war in der Meldeliste nur Elfte und konnte sich im Wettkampf massiv nach oben arbeiten“, freute sich ihr Trainer.

Doch damit nicht genug: Da die Stadt Augsburg das Hammerwerfen im Rosenaustadion aufgrund der Rasenheizung untersagte, fand dieser Bewerb im Rahmen der Bayerischen Meisterschaften in Regensburg statt. Zeug warf starke 40,02 Meter und wurde Bayerische Vize-Meisterin. Nicht zu schlagen war die bereits 48-jährige Betina Gabler von der LG Stadtwerke München mit 46,03 Metern. „In der Entwicklung sind die 40 Meter nicht schlecht“, sagt Zenzinger. „Aber auch da geht mehr.“ Mit ihren drei Medaillen ist Zeug die erfolgreichste Teilnehmerin der Bayerischen Meisterschaften und die einzige, die in allen vier Disziplinen antrat.

Lisa Bremm macht guten Eindruck bei Bayerischen Meisterschaften

Einen sehr guten Eindruck hinterließ in Augsburg auch Lisa Bremm von der SG Hausham. Im 400-Meter-Lauf der U18 wurde die 16-Jährige mit 59,91 Sekunden Fünfte. 1,02 Sekunden trennten die unerfahrene Athletin bei ihrem ersten großen Einzel-Meisterschafts-Auftritt von Bronze. „Die Vorzeichen für eine Top-Platzierung für Lisa standen gut“, sagt Trainerin Barbara Stich. „Sie nutzte die Chance und zeigte mit ihrer Zeit, dass sie in der Lage ist, konstant unter 60 Sekunden laufen zu können.“ Lena Pichler (U18) vom TSV Schaftlach ging auf der härtesten Wettkampfstrecke, den 3000 Metern, an den Start. Mit 11:19,49 Minuten zeigte der Schützling von Margret Gremm eine gute konditionelle Leistung und kam als Achte das Ziel.

Christian Wohlschläger bei Bayerischen Meisterschaften mit Staffel erfolgreich

Mehr als gut liefen die Titelkämpfe für Christian Wohlschläger aus Gmund: Mit der 4 x 100 Meter-Staffel der LG Stadtwerke München spurtete er zum Titel in der U18. Mit 44,31 Sekunden klappte zwar keine neue Bestzeit, aber im Kampf um Gold gewann Wohlschläger mit seinem Team deutlich vor dem SWC Regensburg mit 44,74 Sekunden. Doch die Mannschaft wollte eigentlich fast eine Sekunde schneller laufen. Im 100-Meter-Lauf überstand der Gmunder den Vorlauf mit 11,62 Sekunden und kämpfte sich im Zwischenlauf eine – unzulässig windunterstützte – Bestzeit von 11,40 Sekunden. Dort wäre Wohlschläger als Neunter ausgeschieden, doch durch den Verzicht eines Athleten rückte er an die achte Stelle und stand im Finale. Im Endlauf bedeuteten 11,67 Sekunden den unerwarteten siebten Rang. Im Weitsprung landete er ebenfalls überraschend auf Rang fünf. Im Kampf um Gold hätte er aber die 7,11 Meter von Simon Batz (LG Landkreis Kelheim) springen müssen.

Die Landkreis-Statistik polierte im Diskuswurf Vanessa Schwock aus Schliersee auf: Mit 34,32 Metern wurde die 25-Jährige im Trikot des TSV Schleißheim Vierte.

Ludwig Stuffer & Julia Pawlovsky

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