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Aufgepasst: FC-Bayern-Kreativ-Trainer Matthias Nowak (r.) erklärt den E-Junioren von Joachim Maier (l.) am ASV-Platz seine Life-Kinetik-Übungen.

E-Junioren des ASV Miesbach

Locker und lässig wie Mario Götze

Miesbach - Der Kreativ-Trainer des FC Bayern München war nun bei den E-Junioren des ASV Miesbach zu Besuch. Mit Life-Kinetik-Training zeigte er ihnen neue Bewegungsabläufe.

Bayern München, Borussia Dortmund oder 1899 Hoffenheim. Bei zahlreichen Profi-Teams gehört Life Kinetik (siehe Kasten) mittlerweile fest zum Alltag. Auch bei den E-Junioren des ASV Miesbach  von Coach Joachim „Jocky“ Maier  hält dieser Trend in Person von Matthias Nowak, Life-Kinetik-Trainer beim FC Bayern, gerade Einzug.

„The brain is plastic“, sagt Nowak. „Das menschliche Gehirn ist eine formbare Masse.“ Nach diesem Motto streut der Technik-Trainer der Frauen-Mannschaft des Deutschen Rekordmeisters neue Bewegungsabläufe in gängige Übungen der U11-Mannschaft des ASV ein. So laufen die Buben mit dem Ball am Fuß Slalom zwischen Hütchen, während sie mit ihren Hände abwechselnd vor und hinter dem Rücken klatschen. Beim Torabschluss fliegen dann die Hände in die Luft.

„Durch die verschiedenen Bewegungsabläufe werden im Gehirn neue Reize gesetzt“, erklärt ASV-Trainer Maier. „Man hat im Spiel immer unterschiedliche Situationen. Mit Life-Kinetik-Training kann man sich darauf schneller einstellen und auch schneller reagieren.“

Ihren Anfang nahm die Zusammenarbeit mit Nowak bereits im Juli dieses Jahres. „Wir haben uns bei einem Trainerlehrgang in Rosenheim zum Thema Kinderfußball kennengelernt, den Matthias geleitet hat“, erzählt Maier. „Daraufhin habe ich ihn zu uns ins Training eingeladen.“ Inzwischen haben Maiers Schützlinge zusätzlich zum normalen Fußball-Training insgesamt sechs 90-minütige Life-Kinetik-Einheiten absolviert, erste Erfolge sind bereits sichtbar. „Ich habe den Eindruck, dass gerade die Kinder, die zuvor eher unbeweglich waren, große Fortschritte gemacht haben“, sagt der Vereinstrainer. „Außerdem sind Kinder mit Konzentrationsschwäche viel ruhiger geworden.“ Dementsprechend begeistert hätten sich auch die Eltern vom neuen Konzept gezeigt.

Aber nicht nur die: Das Trainingskonzept ist auch auf andere Mannschaftssportarten übertragbar. „Der Markus Wieland hat mich gefragt, ob ich das im Eishockey auch mal machen kann“, sagt Maier. „Ich habe dann bei den Kleinschülern des TEV Miesbach eine Einheit geleitet.“ Und dafür positives Feedback geerntet.

Als Paradebeispiel für die Erfolge, die durch Life-Kinetik erzielt werden können, führt Maier das Tor von Mario Götze im WM-Finale gegen Brasilien an. „Götze hat in seiner Zeit bei Borussia Dortmund viel Life Kinetik gemacht“, erzählt Maier. „Das war die Grundlage für das Tor: Nicht nachdenken, handeln.“ Und vielleicht wird aus einem kleinen Miesbacher Fußballer auch einmal ein WM-Torschütze.

Bastian Huber

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