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Ich komme wieder: Marlene Schmotz fuhr zuletzt im Wel tcup, hier im Ziel des Riesenslaloms von Lienz, so gut, wie noch nie. Nun muss sich die Fischbachauerin zurückkämpfen. Mal wieder. 

„Ich muss es akzeptieren“

Marlene Schmotz nach Kreuzbandriss: „Is’ scho rum“

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Marlene Schmotz lässt sich auch vom zweiten Kreuzbandriss in ihrer Karriere nicht unterkriegen. Die Fischbachauerin will möglichst schnell in den Weltcup zurückkehren.

Fischbachau – Für Marlene Schmotz geht die Schinderei von vorne los. Die Technikspezialistin vom SC Leitzachtal hat sich die dritte schwerere Verletzung ihrer Karriere zugezogen. Nach einem Bruch des rechten Sprunggelenks 2015 und einem Kreuzbandriss im linken Knie 2017 hat es dieses Mal das rechte Knie erwischt. Wieder Kreuzbandriss, wieder Zwangspause, wieder Reha, herankämpfen – das ganze Programm.

Marlene Schmotz schaut nach vorne

„Ich muss nach vorne schauen, es bringt nichts, sich zu viele Gedanken zu machen“, sagt Schmotz. „Man ärgert sich schon und fragt sich: Warum trifft es mich? Aber ich muss es akzeptieren.“ Die 25-jährige Fischbachauerin hat sich den Kreuzbandriss beim Weltcup-Slalom im kroatischen Zagreb zugezogen (wir berichteten). „Ich habe gemerkt, dass ich im Schwung einen kurzen krassen Druck bekommen habe und dass es mich rauskatapultiert hat“, sagt Schmotz. „Ich hatte starke Schmerzen und das Knie war instabil. Da habe ich schon gewusst, dass das nicht in ein paar Tagen getan ist.“

Marlene Schmotz kann noch nicht operiert werden

Das Knie ist noch geschwollen und kann deswegen nicht operiert werden. Bis dahin muss Schmotz abwarten, das Bein hochlegen und mit Quarkwickeln die Schwellung bekämpfen. Dazu ist sie im OsteoZentrum in Schliersee bei Martin „Mascht“ Auracher in Behandlung. „Wir müssen von Tag zu Tag schauen, wann das Knie reizfrei ist. Dann kann ich in München operiert werden“, sagt Schmotz.

OP ist der Startschuss für Marlene Schmotz‘ Comeback

Diese OP ist für die Fischbachauerin gleichzeitig wieder der Startschuss, um für ihr Comeback zu arbeiten. „Es is g’richt und ab jetzt geht’s eh dahin“, lautete ihr Motto nach dem ersten Kreuzbandriss. Dieses Mal ist es nicht anders. „Is’ scho rum“, meint Schmotz lapidar. Mit Reha hat sie Erfahrung, sie weiß, was sie erwartet. Und sie will möglichst schnell wieder zurückkommen und an ihre starken Leistungen aus dieser Saison anknüpfen. Schmotz fuhr zuletzt so gut wie noch nie in ihrer Karriere. Dann kam der Kreuzbandriss und warf sie wieder zurück. Aber Schmotz macht nicht den Eindruck, als hätte sie durch die schwere Verletzung einen Knacks bekommen.

cf

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