Ein positives Ende einer schwierigen Saison gelang Marlene Schmotz in Bischofswiesen.
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Ein positives Ende einer schwierigen Saison gelang Marlene Schmotz in Bischofswiesen.

Marlene Schmotz Deutsche Vize-Meisterin im Riesenslalom – SVO-Starterinnen mit guten Platzierungen

Schmotz nach Vize-Titel: „Gut für den Kopf“

  • vonChristoph Fetzer
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Die Internationale Deutsche Meisterschaft war für Marlene Schmotz der versöhnliche Abschluss einer äußerst schwierigen Saison.

Landkreis/Bischofswiesen – „Deppert.“ Marlene Schmotz muss nicht lange überlegen, wenn sie die Saison in einem Wort zusammenfassen soll. Doch so ungünstig der Winter für die 27-Jährige vom SC Leitzachtal gelaufen sein mag, der Abschluss war versöhnlich. Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften am Götschen über Bischofswiesen landete die Fischbachauerin im Slalom auf dem vierten Platz und im Riesenslalom wurde sie Deutsche Vize-Meisterin.

„Damit habe ich die Saison zu einem positiven Ende gebracht“, sagt Schmotz. „Ich weiß, dass ich es nicht verlernt habe. Das ist gut für den Kopf.“

Vorher hatte Schmotz im kompletten Winter kein einziges Ergebnis stehen gehabt. Nach längerer Pause wegen ihres Kreuzbandrisses (wir berichteten) hatte sie zwar im November ihr Comeback im Weltcup gegeben und war dort anschließend bei vier Rennen an den Start gegangen. Doch Probleme mit dem Meniskus zwangen die Fischbachauerin anschließend wieder zu einer Pause. Zu mehr als zu zwei Europacuprennen Mitte Februar in Berchtesgaden reichte es nicht mehr – bis zur Deutschen Meisterschaft.

Schmotz fuhr ohne Druck

Schmotz hatte im Slalom deutlich weniger Trainingseinheiten absolviert und sich in dieser Disziplin nicht allzu viel erwartet. Aber im Riesenslalom hatte sie sich schon im Training Selbstvertrauen geholt. Im Rennen war dann aus dem Team des Deutschen Skiverbands (DSV) nur Andrea Filser vom SV Wildsteig schneller. Schmotz durfte sich als Dritte – die Italienerin Vivien Insam lag zwischen den DSV-Starterinnen – über den Deutschen Vize-Meistertitel freuen. „Das hat mir noch einmal gezeigt, dass es in die richtige Richtung geht, und bestätigt mich, dass ich auch vorher schon auf einem guten Weg war“, sagt Schmotz. „Ich habe mir vorher keinen Druck gemacht, aber mir trotzdem gesagt: Das fahre ich jetzt noch mit.“

Schmotz, die vor ihrem Kreuzbandriss im Weltcup Top 15-Platzierungen in Slalom und Riesenslalom vorweisen konnte und damit auf dem Sprung in die Weltspitze war, hat sich spät in der Saison also noch einmal zurückgemeldet. Jetzt will sie erst einmal eine Woche „ruhiger machen“ und dann entscheiden, ob sie noch Ski testet und ein paar Trainingstage einlegen wird.

Neben Schmotz waren bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in Bischofswiesen noch vier weitere Athletinnen des Skiverbands Oberland am Start. Die 18-jährige Marisa Messmer vom SC Schliersee wurde im Slalom 40. (DSV 25.) und belegte im Riesenslalom Platz 31 (DSV 19.). Die 17-jährige Sophie von Steun vom SC Kreuth schied im Slalom im zweiten Durchgang aus, im Riesenslalom landete sie auf dem 52. Platz (DSV 35.). Lea Klein (19) vom SC Lenggries wurde 13. (DSV 7.) im Slalom und 21. (DSV 13.) im Riesenslalom, Sophia Zitzmann (18) vom SC Gaißach schied nach Rang 20 (DSV 13.) im Slalom beim Riesenslalom aus.

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