1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Landkreis Miesbach

Gemeinsam auf der Erfolgsspur

Erstellt:

Von: Dieter Dorby

Kommentare

null
Gemeinsam Silber geholt haben Paulina Peiker (l.) und Hanna Dopjans vom RSV Irschenberg im Madison bei den deutschen Bahnrad-Meisterschaften. Morgen geht’s weiter zur Omnium-DM in Köln. © Michael Deines / Promediafoto

Hanna Dopjans und Paulina Peiker hat der Radsport zusammengeführt. Die beiden 16-Jährigen kennen sich seit gut elf Jahren, als sie mit dem Mountainbikefahren bei der Équipe Vélo angefangen haben.

Hanna Dopjans und Paulina Peiker hat der Radsport zusammengeführt. Die beiden 16-Jährigen kennen sich seit gut elf Jahren, als sie mit dem Mountainbikefahren bei der Équipe Vélo angefangen haben. Sie sind Freundinnen, fahren mit dem RSV Irschenberg im selben Verein und liegen auch leistungsmäßig nah beisammen. Blöd eigentlich, dass im Radsport aber meist nur eine vorne liegen kann.

Bei den deutschen Bahnrad-Meisterschaften in Dudenhofen bei Mannheim hatte – wie berichtet – Dopjans die Nase vorn. Die Schlierseerin holte in der 2000-Meter-Einzelverfolgung den dritten Platz – vor ihrer Freundin aus Holzkirchen. Im Punktefahren dieselbe Konstellation: Dopjans holte den Titel, Peiker wurde hinter ihr Deutsche Vize-Meisterin. Gut, dass es auf der Bahn auch Team-Wettbewerbe gibt. So holte das Duo vom RSV Irschenberg mit seiner RSV-Teamkameradin Carolina Fuchs und Linda Riedmann (RVC Karbach) in der Mannschaftsverfolgung über 3000 Meter den deutschen Meistertitel. Doch eine Medaille gehört dem Duo Dopjans/Peiker ganz allein: In der Zweierverfolgung – dem sogenannten Madison – sicherten sich beide mit Platz zwei die Silbermedaille.

„Wir sind ein gut eingespieltes Team“, sagt Peiker. „Wir kennen uns halt seit Jahren“, ergänzt Dopjans. Das mache es etwas einfacher, zusammen zu fahren. Doch es geht auch gegeneinander – wie im kleinen Finale um Platz bei der Einzelverfolgung. „Es war schon blöd, direkt gegen Hanna fahren zu müssen“, sagt Peiker. „Aber wir gehen mit der Einstellung ins Rennen: Die Bessere soll gewinnen.“ Extrem eng war es beim Punktefahren am letzten Tag. Vor der letzten Wertung lagen beide Fahrerinnen nah beisammen – wer den Titel wollte, musste die letzte Wertung gewinnen. Dopjans lag am Ende erneut vorn. Was Peiker anerkennt: „Hanna ist besser gefahren.“

Dopjans beschreibt die Situation so: „Klar freut man sich, wenn die andere erfolgreich ist, aber im Rennen wird nichts hergeschenkt. Es ist eine gesunde Konkurrenz.“

Umso schöner ist es, im Team zusammenarbeiten – wie beim so erfolgreichen Vierer, der fast ein Team Irschenberg gewesen wäre, hätten die Trainer nicht Riedmann der vierten RSV-Fahrerin Lisa Ostler (Bad Wiessee) vorgezogen. „Jeder hat da seine spezielle Aufgabe“, sagt Dopjans: Paulina sollte einen starken Start hinlegen, sie selbst das Tempo hoch halten. Dem Titel im Vierer haben beide wohl auch Gold im Madison geopfert, denn die Zweier-Verfolgung fand direkt nach dem Vierer statt – an dem das Madison-Sieger-Duo nicht teilnahm. Dopjans: „Uns hat da am Ende ein bisserl die Kraft gefehlt.“

Die sollte nun wieder da sein – rechtzeitig zur deutschen Omnium-Meisterschaft am Wochenende in Köln. Beide fahren mit einer gewissen Erwartung dorthin. „Ich hoffe, wir kommen aufs Podest“, sagt Dopjans, die Meisterin von 2016 und Vize-Meisterin 2017 hinter Fuchs. Peiker ist optimistisch: „Ich habe ein gutes Gefühl.“ Zumal beide gemeinsame Ziele haben. Mit dem Deutschland-Kader wollen sie bei der Weltmeisterschaft dabei sein. Dieses Ziel wollen beide mit Ehrgeiz, aber nicht verbissen verfolgen: Einfach mal schauen, was möglich ist.

ddy

Auch interessant

Kommentare