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„Bin mit dem Ziel angetreten, etwas zu bewegen“: Paul Chini ist seit Juli 2018 verantwortlich in die Arbeit der Verbandsführung beim SVO eingebunden. 

„Haben schon viel erreicht“

Nach einem Jahr: SVO-Vorsitzender Paul Chini zieht Bilanz

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Seit einem Jahr ist Paul Chini im Amt. Jetzt zieht der SVO-Vorsitzende Bilanz und hat einiges Neues zu verkünden, vor allem in Sachen Trainern.

Landkreis – Gewählt zum neuen Vorsitzenden des Skiverbands Oberland (SVO) wurde der Arzbacher Paul Chini (51) erst im Oktober 2018. Doch schon ab Juli war er verantwortlich in die Arbeit der Verbandsführung eingebunden worden. Da mit den Firmen Sixtus und Hexal unerwartet zwei Hauptsponsoren nicht mehr zur Verfügung standen, stand auch die Finanzierung der alpinen SVO-Schüler-Rennserien im Winter 2018/19 auf der Kippe. Mit Engagement und großem zeitlichen Aufwand war es dann gelungen, die Rennserien auf neue Beine zu stellen. Darüber, und was Chini in seinem ersten Amtsjahr noch erreicht hat, sprach die Heimatzeitung mit dem SVO-Chef.

Die Rennserien gingen schließlich problemlos über die Bühne, mit dem Luchsi-Cup kam eine neue dazu. Wie kam’s dazu?

Eine Rennserie für die jüngsten Sportler war der Wunsch des Deutschen Skiverbands. Als Schirmherr konnten wir den norwegischen Skistock- und -wachs-Hersteller Swix gewinnen und im zurückliegenden Winter in jedem unserer drei Täler Rennen organisieren. Nichts geändert hat sich beim Utzinger-Cup der U9/10. Für die U11/12 konnten wir Intersport Schlichtner aus Rottach-Egern als Sponsor gewinnen, und die Rennserie der Schüler U14/U16 wird jetzt von der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee unterstützt.

Was ist der Hauptunterschied der neuen Nachwuchs-Infrastruktur?

Früher liefen die Vereinbarungen mit den Sponsoren immer nur für den jeweils nächsten Winter. Jetzt wurden bei allen Partnerschaften längerfristige Verträge abgeschlossen. Das gibt nicht nur den Sponsoren, sondern auch dem SVO Planungssicherheit.

Der Mangel an Fahrzeugen war chronisch. Hat sich hier etwas getan?

Ja. Den Alpinen und Nordischen stand bereits im vergangenen Winter ein Subaru Forester von der Wackersberger Firma Hans Willibald zur Verfügung. Zudem wurde ein neuer VW-Bus angeschafft, der großzügig von der Altgeld-Stiftung unterstützt wurde. Er steht in erster Linie dem alpinen Nachwuchskader 4, unserer Schülerelite, zur Verfügung, der jetzt von Klaus Ertl trainiert wird.

Michaela Schmotz wechselt vom SVO zum DSV

Diese Gruppe wurde doch zuletzt von Michaela Schmotz trainiert?

Die Michi hat uns leider verlassen und ist zum DSV gewechselt. Sie war einfach zu gut in ihrem Job, das ist an höherer Stelle aufgefallen. Damit hat sie bei uns eine große Lücke gerissen. Wir sind zuversichtlich, diese mit Klaus Ertl schließen zu können. Er kennt die Verbandsstrukturen bestens, da er in den vergangenen Jahren als rechte Hand von Schmotz fungierte.

Was hat sich sonst bei den SVO-Trainern getan?

Einiges. Wir sind zwar der kleinste Verband im DSV, haben aber die meisten deutschen Spitzenathleten hervorgebracht. Um die Nachwuchsarbeit weiter zu professionalisieren hatte sich in Gesprächen mit den Vereinen ergeben, dass wir nur durch hauptamtliche Trainer für die Altersbereiche U10 bis U14 die Qualität langfristig steigern können. Deshalb haben wir ab der Saison 2019/20 in allen drei Tälern Hauptamtliche installiert.

Nämlich?

Für das Schlierach-/Leitzachtal konnten wir Lisa Strauch gewinnen, für das Tegernseer Tal Alem Holjan, und im Isarwinkel wird das Training von Korbinian Fick geleitet. Zudem wird Sophie Mayr die U16-Schüler des SVO trainieren und Klaus Ertl mit dem NK 4 unterstützen.

Paul Chini legt Wert auf  SVO-Sonnbichl-Jugendteam

Gibt es weitere Veränderungen?

Wir wollen großes Augenmerk auf unser SVO-Sonnbichl-Jugendteam legen. Unter Sportwart Markus Poller soll hier ebenfalls professioneller gearbeitet werden. Dabei wird es zwei Gruppen geben. Diejenigen, die FIS-Rennen bestreiten, und eine Hobby-Gruppe, die eher aus Spaß an der Freude dem Rennsport erhalten bleibt. Damit halten wir nicht nur Athleten, die über Jahre hinweg im Schülerbereich intensiv trainiert haben, weiter bei der Stange. Vor allem erhoffe ich mir, dass wir so ein gewisses Potenzial aufbauen können, aus dem wir später Trainer schöpfen können.

Wie sehen Sie rückblickend Ihr erstes Amtsjahr?

Ich bin mit dem Ziel angetreten, etwas zu bewegen. Ich denke, dass wir in der relativ kurzen Zeit schon ziemlich viel erreicht haben. Auch wenn es für eine ehrenamtliche Tätigkeit oft schon am Anschlag war. Ohne die tatkräftige Unterstützung unseres Sportwarts Jörg Zitzmann und Michi Schmotz, des zweiten Vorsitzenden Jonas Lerchenmüller und Sabine Danner in unserer Geschäftsstelle wäre das alles nicht zu erreichen gewesen.

esc

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