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Die Maloja Pushbikers haben sich mit ihrem neuen Team hohe Ziele gesetzt.

Neues Team 2020 geht an den Start

Maloja Pushbikers bereit für die neue Saison

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Die Maloja Pushbikers gehen in dieser Saison mit einer deutschen Kontinental-Lizenz an den Start und streben eine Teilnahme bei der Deutschland Tour an.

Mit der südkoreanischen Firma Wiawis hat das Team zudem einen neuen Radsponsor an seiner Seite. Auch der führende Hersteller von Milchprodukten in Bayern, die Molkerei Berchtesgadener Land, wird neuer Partner der Maloja Pushbikers. Alle zusammen wollen mithelfen, das Team bei ihrem Ziel zu unterstützen – und das ist der gezielte Aufbau von Talenten, verbunden mit einer Förderung regionaler Nachwuchsfahrer.

Bei der Vorstellung der neuen Teamfahrer im Maloja-Headquarter in Rimsting am Chiemsee wurde sehr deutlich, dass die Maloja Pushbikers es ernst meinen mit ihrer neuen strategischen Ausrichtung. Zehn der 15 Teamfahrer sind jünger als 24 Jahre. Dazu stammen fünf dieser Nachwuchsfahrer aus Bayern. „Talente entdecken und sie zu kompletten Fahrern auszubilden, ist eine unserer großen Stärken“, sagt Teamchef Christian Grasmann selbstbewusst. „Das Ziel muss es sein, einzelne Fahrer soweit zu entwickeln, dass sie es in die Spitzenteams schaffen und dort eine führende Rolle spielen.“

Mit Florenz Knauer, Helmut Trettwer und dem US-Amerikaner Corey Davis werden den jungen Talenten erfahrene Straßenfahrer an die Seite gestellt. Zudem steht dem gesamten Team in Bad Tölz ein gemeinsames Quartier zur Verfügung, um möglichst viel in der Region zusammen trainieren zu können. Und auch in Sachen technischer Unterstützung haben die Pushbikers die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen – zum Beispiel mit einer modernen medizinischen Leistungsdiagnostik.

„Alle Nachwuchsfahrer müssen Erfahrung sammeln“, erklärt Grasmann. „Technik, Ernährung, Taktik – in vielen Bereichen gilt es zu lernen. Wir wollen den Jungen helfen, das, was sie wissen müssen, früh und gezielt zu vermitteln, damit sie ihr Potenzial und ihre Fähigkeiten früh zeigen können.“ Zudem solle die Entwicklung ohne Erfolgsdruck erfolgen.

Dazu passt, dass mit Rupert Hödlmoser ein junger Sportlicher Leiter engagiert wurde, der vor allem die Sprache der Nachwuchsfahrer versteht. Ihm steht Sebastian Baldauf zur Seite, der bis vor zwei Jahren selbst noch Rennen für die Pushbikers gefahren ist. Abgerundet wird das Betreuer-Team durch Gunther Peter (ebenfalls Sportliche Leitung) und Team-Mechaniker Sebastian Wilson, der von der Firma Specialized zu den Maloja Pushbikers wechselt.

Auch sportlich hat sich das Holzkirchner Team, das dem RSV Irschenberg angehört, einiges vorgenommen. Zwar sind sich die Verantwortlichen bei den Pushbikers bewusst, dass bei einer jungen Truppe gerade in Sachen Kontinuität Abstriche gemacht werden müssen, aber das Potenzial der Nachwuchsfahrer ist laut Grasmann hoch. Das zeigt auch der Blick in die Fahrerliste. So überzeugte der 19-jährige Miká Heming 2019 als Gesamtsieger der Nachwuchswertung in der deutschen Radbundesliga und als Siebter der Deutschland-Tour-Bergwertung. Der australische Neuzugang Jason Lea (23) gewann 2019 die Berggesamtwertung der Santos Tour Down Under, während Laurin Winter (23) als Leistungsträger internationale Erfahrungen vom Luxemburger Profiteam Differdange einbringt. Erklärte sportliche Höhepunkte sind die Deutschland Tour, bei der sich die Pushbikers derzeit intensiv um einen Startplatz bemühen, Rennen der U23-Bundesliga, die prestigeträchtige Luxemburger Rundfahrt Fleche de Sud, die Czech Cycling Tour (Kat 2.1) sowie die Korea Rundfahrt (Kat. 2.1).

Das erste Rennen bestreiten die Pushbikers Ende Februar bei der Tour of Rhodos, nachdem Fahrer und Betreuer zuvor beim ersten Trainingslager des Jahres am Gardasee zusammengekommen sind. Bei allem sportlichen Ehrgeiz wollen die Pushbikers weiterhin das bewahren, wofür sie seit Jahren stehen. „Wir waren immer ein etwas anderes Team, das sich durch starken Teamgeist, Leidenschaft aber auch Visionen für den Radsport auszeichnet“, sagt Grasmann.

Und auch technisch ist einiges zu erwarten. Mit Wiawis hat das Team einen Sponsorpartner für Rennräder gewonnen, die als Tochtergesellschaft des weltweit führenden Herstellers für Sportbögen „Win & Win“ über spezielle Erfahrung im Nano-Carbon-Bereich verfügt – eine Technologie, die jetzt auch in neue technische Entwicklungen bei Rennrädern einfließt. „Wir sind kein großes Team“, weiß Grasmann, „aber wir sind ein gutes Team, das weiß, wie man junge Fahrer zu sehr guten Fahrern machen kann.“

Das Team 2020

Yannick Achterberg (26/Regensburg), Corey Davis (28/Virginia, USA), Leon Echtermann (23/Hattersheim), Miká Heming (20/Stadtlohn), Tobias Hornstein (19/München), Florenz Knauer (31/Lisberg), Jason Lea (23/Australien), Matthias Mangertseder (22/Arnstorf, wohnhaft in Rosenheim), Kilian Rietzler (20/Kempten), Helmut Trettwer (35/Teisendorf), Franz Schlachter (19/Oberreute, Allgäu), Christoph Schoesswendtner (22/Maria Alm, Österreich), Lukas Stoiber (31/ Garsten, Österreich), Laurin Winter (23/Stuttgart), Tim Wollenberg (20/Augsburg).

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