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Lokalmatadorin: Die Haushamerin Sabrina Zeug, hier beim Speerwurf, sicherte sich erneut den Sieg.

Leichtathletik

Oberlandler Werfer-Fünfkampf: Hochkarätiges Starterfeld und neue Platzrekorde

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54 Teilnehmer kamen zum Oberlander Werfer-Fünfkampf. Siege gab es für Christian Zimmermann und Sabrina Zeug. In der Altersklasse der Frauen über 30 waren bekannte Gesichter am Start.

Hausham – Der Oberlandler Werfer-Fünfkampf der SG Hausham hat nicht nur eine lange Tradition, er ist auch einmalig in Bayern. Nirgendwo sonst messen sich die Leichtathleten in den Disziplinen Kugel, Diskus, Speer, Schleuderball und Steinstoßen. Da pro Gerät nur drei Versuche erlaubt sind, bedarf es höchster Konzentration. Dennoch gab es auch in diesem Jahr wieder einige Rekorde. Herausragendster Athlet war einmal mehr Christian Zimmermann: Der 2,13-Meter-Mann vom Kirchheimer SC gewann den Fünfkampf zum vierten Mal in Folge und stellte mit dem Schleuderball einen neuen Bayerischen Rekord auf. Bei den Frauen ging der Titel erneut an Lokalmatadorin Sabrina Zeug von der SG Hausham.

Zeug holte sich den Sieg in diesem Jahr mit einer neuen Platz-Bestleistung von 3567 Punkten (Kugel 13,42 Meter, Diskus 41,76 Meter, Speer 39,27 Meter, Schleuderball 56,18 Meter, Stein 12,88 Meter). Platz zwei ging an die mehrfache Bayerische Meisterin im Hammerwerfen, Anna Arlt von den Stadtwerken München, mit 3014 Zählern. Nur drei Punkte weniger sammelte die Haushamerin Christina Stumböck. Auch Platz vier ging mit Sofia Stich an eine Athletin der SG Hausham (2652 Punkte). „Beide mussten heuer wegen ihrer beruflichen Ausbildung das Training stark zurückstellen“, erklärt Trainer Hans Zenzinger.

Ehemalige Weltklasse-Athletin: Petra Lammert gewann bei den Europameisterschaften 2006 in Göteborg Silber.

Hochkarätig besetzt war diesmal die Altersklasse der Frauen über 30. Hier gingen die ehemalige Junioren-Weltmeisterin Ulrike Giesa (Diskus) und die Vize-Europameisterin von 2006, Petra Lammert (Kugel), an den Start. Für die beiden Föchingerinnen war es die Premiere in Hausham. „Wir konnten sie überreden“, sagt Zenzinger. „Beiden ist höchste Anerkennung zu zollen, dass sie sich auf dieses Abenteuer einließen.“ Giesa hat sich vom Spitzensport zurückgezogen und startet nur noch sporadisch für die LG Oberland im Diskuswerfen. Lammert wurde erst vor wenigen Wochen die Silbermedaille für die Europameisterschaften 2006 nachträglich zugesprochen, da die Weißrussin Nadseja Astaptschuk des Dopings überführt worden war. Lammert hatte nach neun Jahren Verletzungspause zum ersten Mal wieder eine Kugel in der Hand. „Die anderen Disziplinen hat sie das letzte Mal in der Schüler-/Jugendklasse gemacht“, erzählt Zenzinger. Dennoch gewann die 34-Jährige mit 3017 Punkten vor Giesa. „Beide wohnen in Föching und wollen, wenn es die Gesundheit zu lässt, mit etwas Training nächstes Jahr für die LGO starten.“

Ehemalige Junioren-Weltmeisterin: Auch Ulrike Giesa von den SF Föching ging in Hausham an den Start.

Bei den Männern war Zimmermann eine Klasse für sich. Seine 81,59 Meter mit dem Schleuderball sind nicht nur neuer Bayerischer Rekord, sondern auch in der Deutschen Turnerbestenliste der derzeitige Spitzenwert. Zimmermanns 55,69 Meter im Diskus sind zudem neuer Platzrekord. Nur mit seiner Speerwurfleistung von 48,31 Metern haderte er etwas. Dennoch reichte es für einen neuen Platzrekord mit einer Punktzahl von 3795. In der Jugend U20 gewann der 18-jährige Kilian Fischer vom TSV Rottach-Egern (2791 Punkte).

Nach rund sechs Stunden ging der Wettkampf für die 54 Teilnehmer und 24 Kampfrichter und Helfer zu Ende. Mit launigen Anekdoten über die Athleten führte Zenzinger anschließend durch die Siegerehrung.

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