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Wintersport-Staffel: (v.l.) Vanessa Hinz , Elisabeth Schicho und Miriam Gössner teilten sich die einzelnen Disziplinen des Alpentriathlons auf.

Neuer Veranstalter bei 29. Auflage

Alpentriathlon: Premiere geglückt

Schliersee – Die Premiere ist geglückt: Zum ersten Mal hat am Sonntag die Comunico GmbH aus Bad Tölz den Alpentriathlon Schliersee veranstaltet. Trotz strömenden Regens kamen alle Teilnehmer unverletzt ins Ziel. Die Leistungen der Landkreis-Athleten können sich in diesem Jahr sehen lassen.

„Der Regen wird heller“, meint Moderator Claudio Großner kurz vor Beginn des 29. Alpentriathlons Schliersee. Doch der Schein trog. Vom Startschuss bis zum letzten Zielläufer hielt das schlechte Wetter an und machte damit aus einem harten Wettkampf auch noch einen ungemütlichen.

„Ich habe mir noch die beste Disziplin ausgesucht“, sagt Elisabeth Schicho und lacht. Denn sie startete als Läuferin der „Wintersport Chicks“, dem Team um sie und ihre beiden Freundinnen Miriam Gössner und Vanessa Hinz (beide Biathlon). Die Schlierseerinnen Schicho und Hinz sind bereits „alte Hasen“ beim Alpentriathlon, wie die Skilangläuferin bemerkt. Zudem gingen sie als Titelverteidigerinnen in der Staffel – dieses Mal unterstützt von der Garmischerin Gössner – ins Rennen. „Wir haben sie gefragt, weil sie viel und gern Rad fährt“, erzählt Schicho. „Ganz begeistert“ wäre sie gewesen und hätte sofort zugesagt.

Bilder Alpentriathlon Schliersee

Weitere 32 Staffeln und 396 Einzelstarter ließen sich vom schlechten Wetter nicht unterkriegen und gingen voller Vorfreude auf warmen Kaiserschmarrn pünktlich in den Wettkampf. „Das sind ein paar Starter mehr als im letzten Jahr“, sagt Veranstalter Gunnar Voß. Zwar sprangen beim Blick in den Himmel einige Angemeldete ab, dennoch reichte die Teilnehmer-Zahl für ein spannendes Rennen.

Beim Schwimmen versuchten die einen sichtlich, das Ganze schnellst möglich hinter sich zu bringen. Die anderen tasteten sich dagegen ganz vorsichtig an die Wassertemperatur von 17 Grad heran. „Der See ist wärmer als die Luft“, motivierte Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer die noch scheuen Schwimmer. Nach den 1,5 Kilometern im vom Nebel umhangenen Schliersee entledigten sich die meisten Schwimmer noch vor der Ankunft bei den Rennrädern ihrer nassen Sachen. Keine Zeit durfte beim Wechsel in die Radler-Kleidung verloren gehen, und so erledigte dies Peter Schlickenrieder etwa weitestgehend freihändig auf seinem Rennrad.

Die 40 Kilometer auf diesem verliefen reibungslos und ohne Unfälle. „Man musste schon mit der rutschigen Straße aufpassen“, sagt Andreas Lenz, Radler des Staffel-Siegerteams (Geiger Medius Bike Base). „Aber geschmissen hat es zum Glück keinen.“ Er und seine beiden Mannschaftskollegen lösten die Wintersport-Chicks als Vorjahressiegerinnen ab. „Gegen die Männer hatten wir dann keine Chance“, sagt Schicho. „Aber wir sind trotzdem zufrieden und a Gaudi war’s auf alle Fälle.“ Als viertschnellste Staffel liefen die drei Mädels gemeinsam über die Ziellinie und verpassten knapp das Treppchen. Die Neueinsteiger des Geiger-Medius-Bike-Base-Team lieferten mit einer Gesamtzeit von 2:13:38 Stunden eine überragende Leistung ab und ließen die Konkurrenz weit hinter sich. „Ich denke, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sind“, sagt deren Schwimmer Marcus Löhlein. „Dann ist es hoffentlich wärmer.“

Noch besser machte es der Profi-Triathlet Sebastian Neef des Tri Star Regensburg/ Skinfit Racing Team. Mit 2:11:14 Stunden holte er sich den Gesamtsieg und setzte sich damit genau zwei Minuten vor dem Zweitplatzierten an die Spitze. Nummer drei in der Gesamtwertung wurde Jan Bruns vom SV Holzkirchen, der es damit als Vertreter des Landkreises auf die Medaillenränge schaffte. Bei den Frauen setzte sich Judith Stadler mit einer Zeit von 2:39:16  Stunden als Siegerin durch.

„Im Großen und Ganzen ist unsere Premiere geglückt“, sagt Projektleiter Voß. Erleichtert war er, dass das Programm beibehalten werden konnte. „Es war wirklich ein Sauwetter“, sagt er resigniert. „Aber wir mussten nichts verkürzen oder ändern, es lief alles nach Plan.“ Auch über die Zuschauer lässt sich, angesichts des Dauerregens, nicht meckern. Und Staffel-Sieger Lenz meint: „Es waren natürlich nicht so viele da. Aber die, die gekommen sind, haben super Stimmung gemacht. Qualität statt Quantität eben.“

Sofia Eham

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