Bronzegewinnerin: Hanna Dopjans (3.v.r.) mit ihren Teamkolleginnen und Trainer Lucas Schädlich.
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Bronzegewinnerin: Hanna Dopjans (3.v.r.) mit ihren Teamkolleginnen und Trainer Lucas Schädlich.

In der Mannschaftsverfolgung

Hanna Dopjans holt Bronze bei Bahn-EM in Italien

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Großer Erfolg für Radsportlerin Hanna Dopjans: Bei der Bahn-EM in Italien gewann sie Bronze in der Mannschaftsverfolgung der Juniorinnen.

Irschenberg/Fiorenzuola d´Arda – Die Reise in die italienische Provinz Piacenza südöstlich von Mailand hat sich für Hanna Dopjans gelohnt: Bei der Bahn-Europameisterschaft der U23 und Junioren gewann die 18-jährige Radsportlerin des RSV Irschenberg mit der Juniorinnen-Mannschaft des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) Bronze in der Mannschaftsverfolgung über 3000 Meter.

Insgesamt sechs Teams gingen in der Qualifikation für die Finalläufe der Mannschaftsverfolgung an den Start. Die beiden schnellsten Qualifikanten bestritten später das Finale, das drittplatzierte Team trat im Kampf um Bronze gegen das viertplatzierte an. Während Russland (4:48.741 Minuten) und Spanien (4:54.028) sich relativ deutlich für das Duell um Gold qualifizierten, war das Rennen um das kleine Finale im etwa 400 Meter langen Beton-Oval deutlich enger. Lediglich zwei Tausendstelsekunden Vorsprung hatte die deutsche Mannschaft – bestehend aus Dopjans, Lana Eberle, Paula Leonhardt und Marla Sigmund – mit einer Zeit von 4:56.027 Minuten auf das polnische Team. Und nur gut sechs Zehntelsekunden dahinter folgte schon Belgien (4:56.638). Es entschied also der sprichwörtliche Wimpernschlag über die verbleibende Medaillenchance. Die Belgierinnen schieden als Fünfte ebenso aus wie die Spanierinnen als Sechste.

Im direkten Duell mit Polen ging es für die deutsche Mannschaft um Bronze. Nach dem Ergebnis der Qualifikation deutete alles auf ein spannendes Rennen hin – mit einer Veränderung: Fabienne Jährig ersetzte Leonhardt im deutschen Vierer. Der Leistung der Mannschaft von Trainer Lucas Schädlich tat das keinen Abbruch.

Zwar starteten die Polinnen etwas besser und hatten zwischenzeitlich eine Sekunde Vorsprung, doch dann drehten Dopjans und Co. auf. Um mehr als sieben Sekunden verbesserten sie ihre Zeit im Vergleich zur Qualifikation (4:48.821) und hatten dann auch diesen Vorsprung auf die Polinnen, die ihre Zeit nicht verbessern konnten (4:56.136). Mit dem Sieg im kleinen Finale durften die deutschen Starterinnen Platz drei und Bronze bejubeln.

Konzentriert: Auf den drei Kilometern ging es für Hanna Dopjans (3.v.l.) und ihre Mitstreiterinnen um wichtige Sekunden.

Am Montag hatte Dopjans erneut die Chance auf eine Top-Platzierung und möglicherweise gar eine Medaille: im Madison, dem Zweier-Mannschaftsfahren. Die Disziplin wurde vom heutigen Dienstag vorgezogen, nachdem der Regen am Wochenende zu einigen Verschiebungen geführt und den Zeitplan gehörig durcheinander gewirbelt hatte. Wie Dopjans bei ihrem zweiten Einsatz abgeschnitten hat, stand bei Redaktionsschluss zwar noch nicht fest. Mit einer Medaille in der Tasche dürfte die 18-Jährige die EM aber sicherlich als Erfolg verbuchen.

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