Einen ungewollten Stunt auf zwei Rädern legte Marco Funke bei der Gerhard-Mitter-Gedächtnisrallye in Calw hin.
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Einen ungewollten Stunt auf zwei Rädern legte Marco Funke bei der Gerhard-Mitter-Gedächtnisrallye in Calw hin.

Marco Funke lässt in Calw wertvolle Zeit liegen

Stunt kostet Funke Plätze in Calw

Mit einem neuen Beifahrer ist der Holzkirchner Marco Funke die Rallye in Calw angegangen - und hat aufgrund eines Stunts wertvolle Zeit verloren.

Holzkirchen – Nachdem der Holzkirchner Rallye-Fahrer Marco Funke in Hammelburg trotz gesundheitlicher Probleme ein gutes Ergebnis eingefahren hatte (wir berichteten), ging er nun mit dem Schwung dieses Abschneidens die Gerhard-Mitter-Gedächtnisrallye in Calw an. Allerdings mit einem neuen Beifahrer: Da der Irschenberger Samuel Faruhn verhindert war, stieg mit Markus Niggemann eine neue Stimme, aber auch viel Erfahrung ins Cockpit.

Und die konnte Funke durchaus gebrauchen, denn „im Vorfeld war nicht viel bekannt über die Prüfungen“, berichtet der Holzkirchner. Es wusste lediglich, dass es insgesamt 33 Kilometer über Asphalt ging. Die Besichtigung offenbarte schnell eine große Herausforderung: „Schon die Wertungsprüfung 1 ,Station Teinach‘ machte uns klar, dass wir von vornherein voll bei der Sache sein müssen“, erklärt Funke. Mit einem langen, engen Bergaufstück durch einen Wald mit einigen kleinen Sprungkuppen in Folge und dem anschließenden schnellen Bergab-Teil über versteckte Wellen machten den Charakter der Veranstaltung klar. Weitere Herausforderungen bestanden in großen Cuts und welligen Bremszonen.

Diese Gegebenheiten nahmen Funke und Niggemann an. „Der erste Durchgang bis zum Regrouping war zunächst verhalten ob der Eingewöhnung, und das schnell gewonnene Vertrauen ging leider durch einige Fehler und einen durch eine Segelflugzeug-Notlandung direkt neben der Strecke verzögerten Start mit kalten Reifen und Bremsen wieder verloren“, berichtet Funke von Problemen.

Funke freut sich über erneut unfallfreie Fahrt

Der zweite Durchgang lief dann auch dank angepassten Reifendrucks besser – bis kurz vor Schluss. Funke schätzte einen T-Abzweig falsch ein, fuhr rechts statt links herum, und plötzlich stand der Mitsubishi Lancer Evo kurzzeitig nur noch auf zwei Rädern direkt vor dem Zuschauerpunkt. Aber der Holzkircher schaffte es, das Auto wieder auf alle viere zu bekommen und einen Abflug zu vermeiden. Dennoch kostete ihn das Manöver etwa 40 Sekunden und einige Plätze.

So standen am Ende Gesamtrang 26 und Klassenrang 14 für Funke und Niggemann zu Buche. Ein Ergebnis, mit dem der Holzkirchner aufgrund des Fehlers und der durchwachsenen Leistung einerseits etwas hadert. Andererseits kam er erneut ohne Unfall ins Ziel, und der Evo lief einwandfrei. „Es braucht doch immer etwas Zeit, sich aneinander zu gewöhnen“, meint er mit Blick auf seinen Gast-Beifahrer.

Dessen Einsatz ist nun auch wieder beendet. Am Wochenende sitzt bei der Rallye Laichinger Alb wieder der Irschenberger Faruhn neben Funke im Auto und übernimmt den Job des Navigators. Im Anschluss wartet beim Sprint in Rosenheim eine Art Heimspiel auf das Landkreis-Duo.  mm

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