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Relegation: Wer darf wann wo spielen?

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Die Relegation hat eigene Gesetze: Das gilt nicht nur für den Spielverlauf. Der FC Real Kreuth (in Rot) etwa verlor vergangene Saison das Heimspiel gegen die FF Geretsried nach einem Auswärtssieg und verpasste somit den Aufstieg in die Kreisliga. Auch für den Einsatz von Spielern gelten in diesen Partien bestimmte Regeln. © Andreas Leder

Landkreis – Bald beginnt die Relegation. Für Vereine mit Zweiten Mannschaften stellt sich spätestens dann die Frage: Welcher Spieler darf wo eingesetzt werden? Hier gibt's die Erklärung.

Jeder kennt sie, kaum einer weiß über die Details Bescheid. Die Rede ist von der neuen Spielordnung des Bayerischen Fußballverbands (BFV), die auf dem Verbandstag 2014 beschlossen wurde. In Paragraph 34 ist dort seit dem 1. Juli 2015 geregelt, welcher Spieler in welchen Mannschaften eingesetzt werden darf. Gerade im Hinblick auf den Kampf um die Aufstiegsplätze und gegen den Abstieg ist es für die Teams im Landkreis relevant, wie die Spielordnung – vor allem bei Zweiten Mannschaften – ausgelegt wird. Für die Relegation gibt es wieder eine gesonderte Regelung.

Im Laufe des normalen Spieljahrs sind die Vorschriften im Grunde genommen einfach: Ein Spieler, der in der höherklassigen Mannschaft in der ersten Halbzeit eingesetzt wurde, darf in den nächsten beiden Spielen der Zweiten Mannschaft nicht zum Einsatz kommen. Nach zehn Tagen erlischt diese Sperre automatisch, auch wenn die Zweite Mannschaft noch keine zwei Meisterschaftsspiele absolviert hat.

Für Vereine, deren Reserven in der B- oder C-Klasse – also den beiden untersten Ligen auf Kreisebene – spielen, gibt es eine Ausnahme. Dort dürfen bis zu drei Spieler auflaufen, die in einem der vergangenen beiden Meisterschaftsspiele der Ersten Mannschaft in der ersten Halbzeit eingesetzt wurden.

Dieses Regelwerk wurde in dieser Saison schon dem TSV Hartpenning zum Verhängnis (wir berichteten). Nach dem Aufstieg der Zweiten Mannschaft in die A-Klasse (drittniedrigste Spielklasse im Kreis) gilt die Ausnahmeregelung nicht mehr. Da Hartpenning trotzdem Kicker aus der Ersten Mannschaft in der Reserve eingesetzt hatte, bestrafte dies das Sportgericht mit Punktabzug: Alle entsprechenden Begegnungen wurden als verloren gewertet.

In Entscheidungs- oder Relegationsspielen sind die Regeln jedoch anders. Spielt eine Zweite Mannschaft nach dem letzten regulären Saison-Wochenende der Ersten Mannschaft noch um den Aufstieg oder gegen den Abstieg, so dürfen in diesen Relegationsspielen nur Spieler eingesetzt werden, die in der Rückrunde in bis zu maximal vier Spielen der Ersten Mannschaft in der ersten Halbzeit gespielt haben.

Hier gilt wiederum analog zur regulären Saison die Ausnahmeregelung für Vereine, deren Erste Mannschaft nicht höher als in der Kreisliga und deren Reserve in den untersten beiden Spielklassen (B- oder C-Klasse) spielt. Hier dürfen in Relegationsspielen der Zweiten Mannschaft bis zu drei Spieler zum Einsatz kommen, die in fünf oder mehr Begegnungen der Ersten Mannschaft in der ersten Halbzeit gespielt haben. Also alles nicht so kompliziert.

Thomas Spiesl

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