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Einem Rückstand rennt der SC Wall (in Rot) gegen den TSV Irschenberg im Rückspiel hinterher.

Ein Tor könnte reichen

Relegation: Irschenberg hat Matchball

Wall - Der SC Wall empfängt den TSV zum Rückspiel. Nach dem 2:0 im Hinspiel haben die Gäste die besseren Karten.

Die Karten sind klar verteilt vor dem Relegations-Rückspiel zwischen dem SC Wall und dem TSV Irschenberg, in dem es um einen Platz in der Kreisklasse 2 geht. Die Irschenberger haben das Heimspiel mit 2:0 gewonnen und haben damit alle Trümpfe in der Hand. „Noch haben wir es nicht geschafft, die Klasse zu halten. Unsere Chancen sind gestiegen, aber wir dürfen das Spiel nicht zu leicht nehmen“, warnt Trainer Sepp Sontheim.

Deshalb sei es momentan Hauptaufgabe des Trainers, die Spannung hochzuhalten. In der Rückrunde hatte Irschenberg gerade die vermeintlich leichten Spiele vergeigt. Beim ersten Aufeinandertreffen am Mittwoch dominierten die Irschenberger vor allem die zweite Halbzeit klar und hätten am Ende sogar noch höher gewinnen können. Walls Trainer Bernd Bleiroth hat die Hoffnung aber nicht aufgegeben: „Wir wollen unsere Restchance nutzen und uns vor allem anders präsentieren. Uns geht es darum, den Zuschauern zu zeigen, warum wir Zweiter in der A-Klasse geworden sind.“ Aber Bleiroth ist Realist. „Irschenberg ist immer in der Lage ein Tor zu schießen, und dann wird es ganz schwer für uns.“

Wall will nicht sofort alles auf eine Karte setzen

Sollte den Gästen ein Auswärtstreffer gelingen, so würde der SC vier brauchen, um den Aufstieg in die Kreisklasse doch noch zu schaffen. Personell werden die Irschenberger genau die gleiche Mannschaft aufs Feld schicken wie beim Hinspiel, obwohl Bernd Kirchberger wieder zur Verfügung steht. „Ich habe keinen Grund, etwas umzustellen“, erklärt Sontheim. Bei den Wallern gibt es hingegen noch Fragezeichen. Anton und Max Bernöcker sowie Sebastian Berchtold sind angeschlagen. Erst beim Warmmachen wird die Entscheidung fallen, wer vom Anpfiff weg auf dem Feld steht. Auf eine Trainingseinheit zwischen den beiden Relegationsspielen verzichteten beide Teams.

Die Spieler sollen die Zeit nutzen, um die Köpfe freizubekommen, meint Sontheim. Trotz der komfortablen Ausgangsposition wollen sich die Gäste nicht in der Defensive verschanzen. „Wir wollen das Auswärtstor machen. In der Rückrunde haben wir nur einmal drei Gegentore kassiert, sonst immer weniger. Wir wollen wieder so verteidigen wie beim Hinspiel“, sagt Sontheim weiter.

Trotz des Rückstands werden die Waller nicht vom Anpfiff weg alles auf eine Karte setzen. „Wenn wir die Null lange halten können, werden wir natürlich irgendwann Alles oder Nichts spielen. Wir werden aber nicht gleich zu Beginn auf Teufel komm raus stürmen, sondern erst einmal abwarten, was der Gegner macht und welche Räume sich uns bieten“, erklärt Bleinroth.

Zu verlieren habe die Mannschaft nach dieser tollen Saison auf jeden Fall nichts. Trotzdem ist klar: Kassiert Wall ein Gegentor, wird die Chance auf den Aufstieg minimal. Den Matchball haben somit auf jeden Fall die Irschenberger. 

Von Thomas Spiesl

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