Im Schneegestöber hatte Anton Tremmel einen schweren Stand.
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Im Schneegestöber hatte Anton Tremmel einen schweren Stand.

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Saison beendet: Anton Tremmel verpasst den Sprung in den Slalom-Finallauf

  • vonHans-Peter Koller
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Rottach-Egern/Kranjska Gora – In keiner alpinen Sportart ist die Startnummer so entscheidend wie im Slalom. Und da der Deutsche Skiverband hier mit Linus Strasser nur ein Eisen im Feuer hat, sind die Erwartungen auf Weltcup-Punkte gering.

Dies zeigte sich auch beim abschließenden Saisonwettbewerb vor der Finalveranstaltung am kommenden Wochenende in Lenzerheide. Anton Tremmel vom SC Rottach-Egern musste anhand seiner FIS-Punkte mit der Startnummer 41 auf die Strecke gehen und ein entsprechend hohes Risiko eingehen, um sich für den zweiten Durchgang der besten 30 zu qualifizieren. Diese Risikobereitschaft zahlte sich aber nicht aus. Tremmel schied nach elf Toren aus. Damit ist für den Rottacher die Weltcup-Saison beendet.

Das Rennen in Slowenien war aufgrund der äußeren Bedingungen noch mehr von der Startnummer geprägt,als die vorangegangenen neun Weltcup-Slaloms. Stundenlanger Regen hatte die Piste aufgeweicht, und der nach Startbeginn einsetzende Schneefall erschwerte die Sicht von Läufer zu Läufer. Selbst bei der Startnummer 13, die Strasser trug, sprach TV-Kommentator Frank Wörndl schon von Problemen durch eine ramponierte Piste.

Als sich Tremmel aus dem Starthaus stürzte, bestand trotzdem die Hoffnung, dass sich der Sportsoldat für den zweiten Durchgang der besten 30 qualifizieren kann. Vier Sekunden Rückstand auf den führenden Clement Noel aus Frankreich bei einer Laufzeit von gut 49 Sekunden schienen machbar. Tremmel aber erwachte bereits nach wenigen Toren durch einen Einfädler aus diesem Traum. Der 26-Jährige hat nun noch einige Europacup-Rennen und die Deutsche Slalom-Meisterschaft vor sich.

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