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Die SG Hausham in der Saison 2018/19. Trainer ist nach wie vor Hans Ostner (r.).

Saisonstart in der Fußball Kreisliga 1

Eham: „Es wird wieder eine enge Kiste“

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Erneut muss die SG Hausham Abgänge wichtiger Spieler hinnehmen, erneut kämpft das Team in neuen Saison gegen den Abstieg. Aber die Verantwortlichen sind sich einig: „Damit haben wir Erfahrung gesammelt.“

Hausham – Die Philosophie der SG Hausham ist es nicht, in den Titelkampf einzugreifen. Vielmehr verfolgen die Knappen seit Jahren das Ziel, die von engagierten Trainern im eigenen Verein ausgebildeten Jugendlichen an das Niveau der Kreisliga heranzuführen und über den Teamgeist den Klassenerhalt zu schaffen. Sepp Eham ist guter Dinge, dass es auch in neuen Saison, die am Freitag beginnt, klappt. „Unseren Verein über finanzielle Anreize interessant zu machen, wäre der falsche Weg“, erklärt der Spartenleiter. „Wir sind ein Klub mit einer großen Tradition. Wenn wir investieren, dann in die Nachwuchsarbeit.“

Da die Vereinsbindung und der Teamgeist nicht für jeden an erster Stelle stehen, bringt es mit sich, dass sich der Kader verändert. So auch heuer wieder. Tachsin Chraloglu schloss sich dem SV Miesbach an, Stefan Millich kehrte zu seinem Stammverein TSV Irschenberg zurück, und Dominik Weigl läuft fortan für den TSV Weyarn auf.

Dass Benedikt Holzner künftig nicht mehr die Kapitänsbinde trägt, ist erklärungsbedürftig. „Ich hatte dauerhaft mit Verletzungen zu kämpfen, und im Beruf erwartet mich eine noch größere Herausforderung“, sagt der Stamm-Keeper der vergangenen Jahre. „Aber wenn’s personell brennt, bin ich bei der Stange.“ Künftig trägt nun Abwehr-Chef Benedikt Schauer die Binde.

Als Hans Ostner vor vier Wochen seine Spieler zum Trainingsauftakt um sich scharte, waren fünf neue Gesichter dabei. Ngoc Quang Khoi, Alexander Oprita, Ferhat Aksoy und Bastian Ritzinger, die in der Vorsaison als Spieler der Reserve nur sporadisch in der Kreisliga zum Einsatz kamen, sollen sich nun dauerhaft in der Ersten bewähren. Tobias Fritz hingegen ist neu im Oberland. Der Beruf führte ihn ins Tegernseer Tal, die Wohnortsuche nach Agatharied. „Er hat vier Jahre pausiert und nun wieder Zeit für den Fußball“, sagt Ostner. „Und als Typ passt er gut zu uns.“

Lukas Grill passt nicht nur gut ins Team. Der Ex-Profi ist ein absoluter Führungsspieler. Ohne Star-Allüren und stets bereit, 100 Prozent zubringen. Der 26-Jährige, der bei der SG groß wurde, ehe er zum FC Bayern wechselte, lebt in Erlangen. Wenn es der Beruf erlaubt, verbindet Grill Besuche im Elternhaus mit den Punktspiel-Terminen.

Den Resultaten der Vorbereitungsspiele misst Ostner keine große Bedeutung bei. „Da war Luft nach oben. Aber die Prämisse war, dass alle zum Einsatz kommen.“ Eham und sein Trainer sind sich einig, dass es die Ausgeglichenheit der Liga erschwert, das Saisonziel im Frühjahr zu erreichen: das Abstiegsgespenst zu verscheuchen. „Es wird wohl wieder eine enge Kiste. Aber damit haben wir Erfahrung gesammelt.“

Prognose

Die Klasse zu halten, wird schwer. Der mit Kreisliga-erfahrenen Aktiven aufgebotene Kader ist dünn, und die neu zum Team gestoßenen Spieler müssen sich schnell akklimatisieren.

Der Kader

Tor: Benjamin Edenhofer, Christoph Gerneth, Benedikt Holzner.

Abwehr: Felix Baumgartner, Alex Bayer, Alex Kloiber, Ngoc Quang Khoi, Kilian Siglreitmaier, Maximilian Papst, Benedikt Schauer.

Mittelfeld: Benedikt Büchl, Jim Freund, Tobias Fritz, Lukas Grill, Niklas Steiger, Alexander Oprita, Anian Trettenhann, Alexander Volk.

Angriff: Ferhat Aksoy, Simon Beck, Peter Bischof, Manuel Marcks, Bastian Ritzinger, Andreas Schmid, Maximilian Wagenpfeil.

Trainer: Hans Ostner.

Abgänge: Tachsin Chraloglu (SV Miesbach), Dominik Weigl (TSV Weyarn), Stefan Millich (TSV Irschenberg).

Neuzugang: Tobias Fritz.

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