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Auf nach Pyeongchang: Elisabeth Schicho hat sich doch noch für Olympia qualifiziert.

Schicho happy nach Nominierung

Schlierseer Doppelzimmer bei Olympia

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Elisabeth Schicho hat es geschafft: Die Langläuferin vom SC Schliersee komplettiert das deutsche Olympia-Team. Die Entscheidung hat der Deutsche Olympische (DOSB) Sportbund gestern Nachmittag bekannt gegeben.

Lange war auch die Athletin im Ungewissen. Im Weltcup von Dresden hatte Schicho Platz acht belegt (wir berichteten) – eigentlich reicht das für die Verbandsqualifikation, doch der Stadtlauf wurde zunächst nur halb gewertet. Am vergangenen Wochenende im slowenischen Planica hätte die 26-Jährige mit einem Platz unter den ersten 15 die zweite Halbnorm holen müssen, jedoch landete sie am Ende nur auf Rang 27.

„Ich bin im Halbfinale einfach blöd gelaufen“, gibt Schicho zu. Bei einem langen Anstieg über 400 Meter sei sie zu ungeduldig gewesen. Statt innen auf ihre Chance zu warten, sei sie außen ausgebrochen, wollte sich vorne festsetzen. „Doch dann ist mir die Luft ausgegangen.“ Dabei sei sie im Prolog gut unterwegs gewesen. „Da war ich am Ende 18. und hatte alles in der Hand.“

Danach hieß es hoffen: Am gestrigen Dienstag wollte das DOSB die Entscheidung treffen, ob Schicho auch mit ihrer halben Norm mitdarf. „Gesagt hat mir vorher keiner etwas, aber ich durfte am Sonntag schon mal mit zum Einkleiden. Das war ja nicht das schlechteste Zeichen.“ Gestern gab es dann noch eine Überraschung: Der Weltcup von Dresden wird nun offenbar doch voll gewertet. Damit hat sich Schicho sportlich qualifiziert.

„Ich bin total glückselig“, sagt die Schlierseerin, die bereits mit der Mannschaft im österreichischen Seefeld weilt, um noch mal gemeinsam größere Trainingseinheiten zu absolvieren, bevor am Wochenende noch ein Weltcup auf dem Programm steht – der Feinschliff zählt nun.

Und dann geht es nach Pyeongchang. Schicho ist für den Sprint am Dienstag, 13. Februar, vorgesehen. „Für die restlichen Rennen bin ich Ersatz.“ Das heißt: immer bereit sein für den Einsatz.

Für die 26-Jährige fällt nun eine große Last ab: „Ich bin so froh, dass ich dabei sein kann. Olympia ist ein Traum. Das alles zu erleben – auch die anderen Sportler und Sportarten, die Besten der Welt – das ist super.“ Ihre Chancen bei ihren ersten Spielen bewertet sie so: „Einen Platz unter den besten Zwölf traue ich mir zu.“ Und sie will alles geben.

Mut macht auch der verkorkste Saisonstart. „Ich bin immer dran geblieben, habe nicht aufgegeben. Und jetzt bin ich dabei.“ Um noch nachzuschieben: „Jetzt kann ich mit Vanessa Hinz ein Schlierseer Doppelzimmer belegen.“

ddy

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