Andreas Lenz, Geiger Medius Bike Base Team
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Geschafft, aber glücklich: Andreas Lenz.

RADSPORT - Andreas Lenz bezwingt steilsten Berg Österreichs

Steil, steiler, Horn

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Erst der "Mount Everest" am Spitzingsattel, dann das Kitzbüheler Horn. Andreas Lenz vom Geiger Medius Bike Base Team hat sich erneut bewiesen.

Schliersee – Als steilsten Berg Österreichs wird das Kitzbüheler Horn auf Plakaten angepriesen. Grund genug für Andreas Lenz, Stefan Oettl und Joachim Hainz vom Geiger Medius Bike Base Team aus Schliersee, sich für das Rennen auf den Berg anzumelden und eine Startnummer an den Lenker ihres Fahrrads zu heften. Und das, obwohl sie erst vor Kurzem den Spitzingsattel „geeverestet“ haben (wir berichteten).

Nach den bis zu 11 000 Höhenmetern am Spitzing – Oettl hatte über 10 000 Höhenmeter einen Weltrekord aufgestellt, Lenz fuhr den Berg im Oberland so oft hoch, bis er am Grund des Mariannengrabens angekommen wäre – waren die 865 Höhenmeter auf sieben Kilometern in Österreich vermeintlich eine leichtere Übung. Doch so einfach war es für die Sportler dann doch nicht: Die Corona-Bestimmungen erforderten bei dem Bergzeitfahren Einzelstarts. „Durch das einzelne Starten ist jeder auf sich alleine gestellt und es gilt sowohl keine Sekunde zu verschenken, als auch nicht zu überziehen“, erklärt Lenz. Die richtige Geschwindigkeit zu finden sei sehr wichtig, „denn der Grat zwischen zu wenig investiert und überzogen ist äußerst schmal“. Nachdem am Kitzbüheler Horn keine Gelegenheit bestehe, „kurz rauszunehmen“, also sich etwas auszuruhen, sei vor allem zweiteres fatal.

Die drei Extremsportler des Geiger Medius Bike Base Teams meisterten diese Herausforderung. Stefan Oettl gewann mit 33:47 Minuten in der Klasse Lizenz Herren Master I, Joachim Hainz mit 36:02 Minuten bei den Lizenz Herren Master II. Andi Lenz wurde bei den Lizenz Herren Elite mit 34:17 Minuten Achter, es gewann der Südtiroler Michael Spögler (29:44 Minuten).

Wie ernst der Wettkampf genommen wurde, zeigte sich nicht nur an den Zeiten, sondern auch daran, dass Lenz am Schluss zur Anti-Doping-Kontrolle musste.

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