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Mit dem Schwimmen wird traditionell am Freitag im Miesbacher Warmbad der Schülertriathlon eröffnet.
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Mit dem Schwimmen wird traditionell am Freitag im Miesbacher Warmbad der Schülertriathlon eröffnet.
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Gewohnt unterhaltsam: Moderator Jochen Holzkamm.
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426 Kinder und Jugendliche gingen beim 23. Schülertriathlon des SV Miesbach an den Start.
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426 Kinder und Jugendliche gingen beim 23. Schülertriathlon des SV Miesbach an den Start.
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Erfrischung für die Radler: 80 Helfer des SV Miesbach waren gestern beim Schülertriathlon im Einsatz. Hier bekommen die Fahrradfahrer der Altersklasse B ein Getränk.
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Volksfeststimmung: Das Gelände des SV Miesbach war den ganzen Sonntag über gut besucht.
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Los geht’s: Die Mädchen des Jahrgangs Schüler B starten ins Rennen. SV Miebsachs Organisationschef Michael Griesbeck (l.) feuert die Kinder an.

426 Teilnehmer

23. Schülertriathlon als Familiensportfest

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Ein voller Erfolg war der 23. Schülertriathlon des SV Miesbach. 426 Kinder und Jugendliche gingen an den Start.

Miesbach – Schon vorne am Hotel Bayerischer Hof war die Stimme von Moderator Jochen Holzkamm zu hören, das gesamte Windfeld entlang parkten Autos und je näher man sich dem Gelände des SV Miesbach näherte, desto mehr Zuschauer säumten die Straße. 426 Kinder und Jugendliche – angefeuert von ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern – sind gestern beim 23. Schülertriathlon an den Start gegangen. Sie alle feierten ein entspanntes und top-organisiertes Familiensportfest.

Entsprechend zufrieden war SV Miesbachs Vorsitzender Stefan Griesbeck schon Stunden, bevor das letzte Kind im Ziel war. „Es gab bislang nur zwei Stürze, und die sind glimpflich ausgegangen.“ Und diesmal spielte auch das Wetter mit: Bei 18 Grad und einer leichten Brise herrschten perfekte Bedingungen für die Disziplinen Radfahren und Laufen. „Das Schwimmen war von den Temperaturen her schon hart“, sagt Griesbeck. Traditionell wird am Freitag der Schülertriathlon im Miesbacher Warmbad eröffnet, 423 Teilnehmer waren diesmal dabei (wir berichteten). „Es hätte schon ein bisschen wärmer sein dürfen, aber die Buben und Mädels sind hart im Nehmen.“

Das zeigte sich auch gestern wieder. Ein kleiner Bub aus dem Jahrgang 2010 legte die letzten Lauf-Meter im Vollsprint zurück und hielt sich dabei den Bauch. Das Seitenstechen wurde immer schlimmer, doch an Aufgeben war nicht zu denken. Tränenüberströmt, aber ohne noch überholt zu werden, schaffte er es über die Ziellinie, wo er sofort von den Helfern des SV Miesbach in Empfang genommen wurde. „Je kleiner, desto ehrgeiziger sind sie“, sagt Griesbeck und schmunzelt. Dennoch war die Atmosphäre nie verbissen, auch für die Letzten gab es noch Applaus.

Doch es waren durchaus einige ambitionierte Triathleten am Start, was den Helfern einiges abverlangte. „Die B- und A-Jugend legt ein ziemliches Tempo vor“, sagt Griesbeck. Gut, wenn man da Profis im eigenen Verein hat: Triathlet Klaus Hütter, dessen Sohn in der B-Jugend Fußball spielt, stellte sich für die älteren Jahrgänge als Voraus-Radler zur Verfügung. „Der muss ganz schön Gas geben.“ Bei den jüngeren Kindern übernahmen Jugendspieler des SV die Vor- und die Nachhut. Organisationschef Michael Griesbeck kam die Aufgabe zu, den Kindern die Startnummern mit Sicherheitsnadeln an die Trikots zu heften. Insgesamt waren 80 Helfer ab sechs Uhr morgens im Einsatz.

Auch für die Teilnehmer hatte der Tag schon recht früh begonnen, um 8.30 Uhr stand die Abnahme der Fahrräder auf dem Programm, eine Stunde später wurden die ersten Kinder auf die Strecke nach Wallenburg geschickt. „Ohne die Anwohner im Gewerbegebiet und in Wallenburg könnten wir die Veranstaltung nicht machen“, sagt Stefan Griesbeck. „Es ist ja alles abgesperrt, und die sind wirklich immer sehr verständnisvoll.“

In der Mittagspause kamen dann die Autogrammjäger auf ihre Kosten: Rodel-Doppel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger signierte Blöcke, Arme und Trikots und nahm sich Zeit für Fotos. Aber auch sonst war einiges an Programm geboten: Die Kleineren tobten sich in der Hüpfburg und bei der Mini-Disco aus, die Älteren am Lebendkicker. „Das Programm vom Kreisjugendring wird immer sehr gut angenommen“ sagt Griesbeck. Wem nicht nach Bewegung zumute war, der machte es sich auf den Bierbänken gemütlich oder legte sich mit einer Picknick-Decke unter die Bäume oder einfach auf den Fußballplatz.

So passierte es auch mal, dass das ein oder andere Kind seine Startzeit verpasste. „Die lassen wir trotzdem noch starten“, erklärt Griesbeck. Dennoch gab es keine Verzögerung und die Siegerehrung konnte pünktlich beginnen. Miesbachs Zweiter Bürgermeister Paul Fertl, Griesbeck und Moderator Holzkamm wechselten sich dabei ab. „Es ist ja doch immer einiges zum Vorlesen“, sagt Griesbeck und lacht. Beim Schülertriathlon bekommt jedes Kind eine Urkunde und eine Medaille. Die strahlenden Gesichter sind für Griesbeck und den SV auch im 23. Jahr noch Lohn und Ansporn für eine weitere Auflage.

Zudem gab es für den Verein gestern eine ganze Menge Lob. „Hut ab vor dem Orga-Team“, sagt BLSV-Kreisvorsitzende Helga Zimmermann. Auch Bärbel Aigner war beeindruckt. Die drei Kinder der Warngauerin gingen heuer an den Start. „Es ist super organisiert – und ich weiß, was das für ein Aufwand ist“, sagt Aigner, die den Merkur CUP, das weltweit größte Fußball-Jugend-Turnier, mitabwickelt.

jpa

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