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Schwer verletzt: David Zehentner droht Saisonaus

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Daumen hoch gibt es von David Zehentner erst wieder im kommenden Jahr.
Daumen hoch gibt es von David Zehentner erst wieder im kommenden Jahr. © Privat

Die Saison von Freeskier David Zehentner ist wohl vorbei, bevor sie richtig angefangen hat. Der Bayrischzeller hat sich schwer verletzt.

Bayrischzell – Eigentlich hatte David Zehentner hervorragende Erinnerungen an den Big-Air-Weltcup im schweizerischen Chur. Vergangene Saison feierte er dort einen überraschenden vierten Platz – seine bisher beste Platzierung im Freeski-Weltcup. Doch nun gesellt sich zum sonnigen Plätzchen in der Erinnerung des Bayrischzellers auch ein schattiges. Der 19-Jährige war beim Weltcupauftakt heftig gestürzt und zog sich schwere Verletzungen zu: Kreuzbandriss, den „Meniskus eingefranzt“, wie Zehentner es nennt, und einen Syndesmosebandriss im Sprunggelenk zog er sich zu.

Der verhängnisvolle erste Qualifikationslauf fand wenige Minuten nach den Trainingsläufen statt. „Dazwischen hat der Wind ein bisschen gedreht“, erklärt er. „Ich bin aber gleich angefahren wie im Training und dann drei Meter weiter geflogen.“ Dadurch war der Sprung – übrigens der gleiche Trick wie beim vierten Platz ein Jahr zuvor – nicht mehr kontrollierbar. „Ich habe gleich gemerkt, dass da was kaputt ist“, erzählt Zehentner. Spätestens auf dem Weg ins Krankenhaus nach München war er sich sicher, schwerer verletzt zu sein. Vier Tage nach dem Sturz wurde der Bayrischzeller am Knie operiert, eine Woche danach am Sprunggelenk.

„Wir hatten eine ziemlich schlechte Vorbereitung mit wenig Training auf Schnee“, erläutert Zehentner. Denn Trainingslager beispielsweise in Neuseeland wären zu kostspielig gewesen und vor der eigenen Haustür blieb der Schnee lange aus. Eine positive Überraschung gab es aber dennoch. Mannschaftsarzt Manuel Köhne, der Zehentner operierte, war zur Verleihung des Goldenen Skis eingeladen – einer Auszeichnung des Deutschen Skiverbands für die Leistungen in der Vorsaison. Daher wusste er auch von der Nominierung Zehentners und überredete ihn nur 24 Stunden nach der Operation, mit zur Verleihung zu fahren. „Ich hatte das schon komplett abgeschrieben. Manuel Köhne meinte dann, er würde mitfahren und mein Knie kontrollieren.“ Und so gewann der 19-Jährige tatsächlich den Goldenen Ski, ebenso wie der Holzkirchner Skicrosser Florian Wilmsmann.

Mit der Auszeichnung im Gepäck kann Zehentner nun in die Reha starten. Ob er in dieser Saison jedoch noch einmal einen Wettkampf bestreiten kann, ist mehr als fraglich. emi

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