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Kleine Nadel, große Bedeutung: Bernd Marcks wurde für seine Verdienste als Funktionär ausgezeichnet.  

„Er hat viel für Hausham getan“

Seltene Ehre: Bernd Marcks erhält goldene Ehrennadel des BFV

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Seit 14 Jahren engagiert sich Bernd Marcks für die SG Hausham - als Jugendleiter, Trainer und Organisator. Das wurde nun mit der höchsten Auszeichnung des BFV belohnt: der goldenen Ehrennadel. 

Hausham – Die Kreismeisterschaften der E-Jugend im Hallenfußball sind entschieden. In der Haushamer Sporthalle stehen die Kinder brav aufgereiht und warten darauf, dass ihnen Wolfgang Huppmann vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) ihre Medaillen umhängt. Der unterbricht die Siegerehrung aber und wendet sich Bernd Marcks zu: „Ich hab’ da noch was für Dich“, sagt Huppmann, holt einen winzigen, glänzenden Anstecker hervor und überreicht ihn dem Technischen Leiter und stellvertretenden Jugendleiter der SG Hausham: die BFV-Ehrennadel in Gold. Zur Überraschung der rund 150 Zuschauer in der Halle und vor allem zur Überraschung von Marcks.

„Das hat mich emotional sehr berührt, da war ich schon ziemlich nah am Wasser“, erzählt Marcks. Zumal die goldene Ehrennadel nur in Ausnahmefällen vergeben wird. Zur Einordnung: Huppmann, inzwischen seit 15 Jahren beim BFV, hat die Auszeichnung bislang nur vier Mal vergeben. Marcks emotionale Reaktion ist aber noch auf eine zweite Ursache zurückzuführen. „Ich habe das Wochenende über gut 30 Stunden in der Halle verbracht“, erzählt der 50-Jährige. Schließlich ist er – so wie eigentlich immer, wenn Hallenturniere in Hausham ausgetragen werden – mit der Organisation betraut. Unter anderem damit hat er sich die Ehrennadel verdient.

Vergeben wird die Auszeichnung an Personen, die langjährige Verdienste als Vereinsfunktionär vorzuweisen haben. „Er hat viel für Hausham getan, im Jugend- und im Herrenbereich“, sagt Huppmann, der Marcks als Träger der Ehrennadel vorgeschlagen hatte. „Er ist der Garant dafür, dass die SG die Zugspitzmeisterschaften im Hallenfußball ausrichtet.“ Marcks selbst bezeichnet sich eher als „Mädchen für alles“. Alles, das sind insgesamt 14 Jahre als Jugendleiter, Trainer, Betreuer und Ausrichter zahlreicher BFV-Veranstaltungen.

Schon zu seiner aktiven Zeit lief Marcks für die SG Hausham auf. In die Funktionärsschiene rutschte er durch seinen Sohn Manuel, inzwischen Spieler in der Kreisliga-Mannschaft. „Wenn man einen Sohn hat, der spielt, dann wird man zwangsläufig irgendwann gefragt, ob man sich nicht vorstellen könne, die Kleinen zu trainieren.“ Marcks konnte, übernahm die F-Jugend-Mannschaft und begleitete sie bis in den Seniorenbereich. Dort übernahm er die Dritte Mannschaft, die inzwischen abgemeldet wurde (wir berichteten), und machte sich nebenher als Jugendleiter und mittlerweile Technischer Leiter verdient.

Was ihn dazu bewegt? „Irgendjemand muss es ja machen“, sagt Marcks und lacht. „Man muss aber schon auch dafür bestimmt sein.“ Und das ist Marcks zweifelsohne. Ihm liegen der Umgang mit den Kindern, mit den Leuten – ob fremd oder bekannt – und das ganze Drumherum. Er hat Spaß dabei, gleichzeitig empfindet er seine Tätigkeit aber durchaus auch mal als anstrengend. „Eigentlich hätte ich gar keine Zeit mehr zu arbeiten, aber ich mach’s trotzdem“, scherzt der 50-Jährige. Und sollte im Verein mal wieder händeringend nach einem Trainer gesucht werden, steht Marcks bereit. Denn: „Reizen würde es mich schon noch mal.“

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