„Eine tolle Überraschung“ war die Bronzemedaille von Sara Decrusch bei der Bayerischen.
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„Eine tolle Überraschung“ war die Bronzemedaille von Sara Decrusch bei der Bayerischen.

Nachwuchs der LG Oberland überzeugt bei Bayerischer U16-Meisterschaft in Hösbach

Silber für Mehringer – Bronze für Decrusch

  • VonLudwig Stuffer
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Die Nachwuchs-Leichtathleten der LG Oberland überzeugten bei der Bayerischen U16-Meisterschaft in Hösbach.

Landkreis – Mit einer Silber- und zwei Bronzemedaillen glänzten die Leichtathleten der LG Oberland bei den Bayerischen Meisterschaften der Jugend U16 in Hösbach. Diese hatte der Bayerische Leichtathletik-Verband (BLV) – ganz im Zuge der Corona-Saison – bewusst im späten August eingeplant. Wie in vielen anderen Bundesländern auch, standen diese Meisterschaften bei vielen Athleten als später Saisonhöhepunkt auf dem Programm.

Allerdings kam erschwerend hinzu, dass diese Titelkämpfe zum einen voll in die Urlaubszeit eingeplant wurden und deshalb viele Sportler bereits ihre Saison abgeschlossen hatten. Zum anderen verzichteten auch viele Vereine auf den langen Weg nach Hösbach bei Aschaffenburg.

Eine kleine Abordnung der LG Oberland nahm die fast 400 Kilometer und damit knapp vier Stunden Fahrt auf sich – und wurde dafür redlich belohnt. Einen erfolgreichen Meisterschaftsauftakt hatte die 4 x 100 Meter-Staffel der weiblichen U16. Lea Mehringer, Julie Schmitt (beide TSV Schaftlach), Luisa Gellhaus (SG Hausham) und Sophia Gerg (TV Lenggries) spurteten mit 53,01 Sekunden zur Bronzemedaille und feierten damit einen unerwarteten Erfolg. Gold ging an die LAG Mittlere Isar mit 50,59Sekunden vor dem LAC Quelle Fürth mit 52,00 Sekunden.

Medaillen für Mehringer und Decrusch

Nach einer kurzen Pause nach der Hauptsaison im Juli bestritt Mehringer in Hösbach ihren ersten Wettkampf. Nach zwei Wochen Badeurlaub und einem anschließenden Training von nur zwei Wochen ging sie nicht perfekt vorbereitet in das 80 Meter Hürden-Rennen der W15. Mit guten 11,84 Sekunden im Vorlauf sicherte sie ihren im Finale. Dort steigerte sich die 15-Jährige auf 11,82 Sekunden und wurde damit bayerische Vize-Meisterin. Trotz des Trainingsrückstands verfehlte sie ihre Bestzeit nur um acht Hundertstelsekunden. „Bombenfit“ war hingegen die siegreiche Alexandra Scharf vom LA-Team Alzenau: Noch vor einer Woche gewann sie DM-Bronze im Siebenkampf und arbeitete sich nun zum Bayern-Gold mit 11,68 Sekunden.

Trainerin Margret Gremm lobte Mehringer: „Die Bayerische haben wir nun erst einmal als Testwettkampf für die deutschen Titelkämpfe gemacht.“ Nach der langen Pause zeigte sie sich deshalb sehr zufrieden mit der Leistung ihres Schützlings. Bereits in einer Woche startet Mehringer bei der Deutschen Meisterschaft in Hannover – auch dort möchte sie im Finale stehen. Als aktuelle Nummer fünf der deutschen Jahresbestenliste scheint dieses Ziel gut umsetzbar zu sein.

Pech hatte über 80 Meter Hürden der W14 Julie Schmitt: Nach einem schweren Stolperer musste sie sich mit 14,15 Sekunden und Rang zehn begnügen.

Sara Decrusch von der SG Hausham bestätigte erneut ihr gutes Potenzial auf der 300 Meter Hürden-Strecke der W15. Mit 50,60 Sekunden steigerte sie ihren persönlichen Rekord um ganze 1,19 Sekunden. Belohnt wurde sie f mit der Bronzemedaille hinter der siegreichen Caroline Pöppl vom SWC Regensburg mit 46,23 Sekunden. „Das war eine tolle Überraschung“, freute sich Trainerin Barbara Stich.

Bernöcker in Bayern-Kader

Die Haushamerin Antonia Gellhaus, die noch kurzfristig als Schlussläuferin in der Staffel eingesprungen war, startete später auf ihrer eigentlichen Spezialstrecke über 2000 Meter in der W14 –und hier machte sie sich rundum gut in der namhaften Konkurrenz. Ihre persönliche Bestzeit schraubte sie um beachtliche 16,02 Sekunden nach unten und sicherte sich mit 7:18,58 Minuten den siebten Rang. Nachdem sie eigentlich noch der Klasse der W13 angehört, war diese Platzierung gegen die um ein Jahr älteren Gegnerinnen ein echter Erfolg. Gold ging an die nationale Top-Läuferin Änne Rothe vom LAC Passau mit 6:45,59 Minuten vor Sarah Kirchmayer vom TV Erkheim mit 6:48,50 Minuten.

Xaver Bernöcker startete im 3000 Meter-Rennen der M14, setzte einen neuen Hausrekord und zeigte sich am Ende mehr als zufrieden. In einer deutschen Elite-Konkurrenz – angeführt vom siegreichen Oliver Will vom TSV Ismaning mit 9:47,92 Minuten – in der gleich drei Läufer in die nationale Top Sieben stürmten, benötigte der 14-jährige Haushamer 10:06,56 Minuten. Damit belegte er den sechsten Rang und verbesserte seine bisherige Bestzeit um 23,64 Sekunden. „Eine unglaubliche Steigerung“, freute sich Stich.

Seinem Spitzenplatz folgte eine Einladung der Kadertrainerin für den bayerischen Landeskader. Kein Wunder, denn Bernöcker kletterte mit seiner Zeit nun auf den 15. Platz in der aktuellen deutschen Jahresbestenliste. Stich: „Alles in allem haben sich die Athleten ihre Erfolge durch einen enormen Trainingsfleiß insbesondere während der letzten Wochen hart erarbeitet und deshalb waren dies bislang auch keine lockeren Ferien.“ Aber jetzt ist erst einmal eine kleine Trainingspause für ihre Läufer angesagt. (sl)

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