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Traumhafte Kulisse: Auch die Zuschauer fühlten sich beim Sixtus-Lauf wohl – Seeblick sei Dank.
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Perfektes Laufwetter, tolles Panorama: Der Sixtus-Lauf am Schliersee bot für 1200 Teilnehmer ideale Bedingungen.
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Perfektes Laufwetter, tolles Panorama: Der Sixtus-Lauf am Schliersee bot für 1200 Teilnehmer ideale Bedingungen.
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Perfektes Laufwetter, tolles Panorama: Der Sixtus-Lauf am Schliersee bot für 1200 Teilnehmer ideale Bedingungen.

Sixtus-Lauf in Schliersee

Streckenrekord trotz Kaugummi-Effekt

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Perfektes Laufwetter, tolles Panorama: Der Sixtus-Lauf am Schliersee bot für 1200 Teilnehmer ideale Bedingungen.

Daniel Götz läuft ins Ziel, trabt aus und stützt kurz die Hände auf die Knie. Dann wischt er sich die wenigen Schweißtropfen von der Stirn und sagt: „Die letzten fünf Kilometer haben sich gezogen wie Kaugummi.“ Ansehen tut man ihm das nicht. Der 28-Jährige aus München hat beim Sixtus-Lauf auf der Halbmarathon-Strecke einen neuen Rekord aufgestellt: Nach einer Stunde, 13 Minuten und fünf Sekunden überquerte er die Ziellinie. Für die einen ein Rekord, für Götz ein „guter Trainingslauf“.

Zwei Stunden früher während der Siegerehrung der Kinder kam die Info: Die Startnummern sind aus. Mit 1300 Teilnehmer war das Limit erreicht. Ganz so viele waren es zwar letztlich doch nicht, weil einige Angemeldete nicht kamen. Doch trotzdem: Ein absoluter Rekord bei der sechsten Auflage des Sixtus-Laufs am Schliersee. Das Laufevent ist längst kein Geheimtipp mehr und steht dem großen Bruder, dem Tegernsee Lauf, in nichts mehr nach.

Rekord bei den Teilnehmern, Rekord auf der Strecke. Götz ist zum ersten Mal dabei gewesen. Die Wertung in der Laufserie Raiffeisen Oberland Challenge (ROC) hatte ihn angelockt. „Bestzeiten kann man hier keine laufen“, sagt er und lässt den Blick über den See schweifen – dorthin, wo er sich 21,1 Kilometer rauf und runter gekämpft hat. „Aber das ist ein toller Landschafts-Halbmarathon.“

Rauf und runter – da mussten alle durch. Ob auf der 7,5-Kilometer-, der Zehn-Kilometer oder der Halbmarathonstrecke blieb kein Läufer von bergigem Gelände verschont. Das fing schon an auf dem Weg von Schliersee, vorbei an Fischhausen bis zum Wasmeier Museum. Doch da war von Müdigkeit eh noch keine Spur. Und wer doch einen Anflug verspürte, den brüllten die Jungs von Because Fuck You, einer Metal-Band, die am Autohaus Pusl Stellung bezogen hatte, schon bis nach ganz oben.

Die Anstiege waren auch der Lenggrieserin Amanda Reiter (50) in Erinnerung geblieben. Als erste Frau auf der Halbmarathonstrecke kam sie bei 1:30:57 Stunden an der Vitalwelt an. „Bei den Anstiegen habe ich gegen die Männer immer verloren“, sagt sie. Berg runter holte sie sie dann wieder ein. Mit ihrer Zeit hielt sie Vorjahressiegerin und Lokalmatadorin Katja Kronschnabl auf Abstand. Die Schlierseerin kam acht Minuten nach ihr ins Ziel und landete auf Rang acht.

Ob Hobbyläufer oder Profis, die Veranstalter und Organisatoren freuten sich freilich über den Ansturm. Petra Reindl, Geschäftsführerin von Sixtus, sagte: „Der Sixtus-Lauf liegt uns am Herzen – wir wollen die Region und den Sport unterstützen.“ Auf die Frage von Sportreferentin und Moderatorin Sabine Kirchmair, warum sie noch nie selbst auf der Strecke zu sehen gewesen war, druckste Reindl etwas herum. Zu viele Leute seien ihr das. Auch Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer fand eine Ausrede: „Ich wollte gerne mitlaufen, war aber verhindert, weil ich den Startschuss geben musste.“

Geschossen hat auch Biathletin Vanessa Hinz. Und zwar zum Start bei den Kindern und Jugendlichen. 155 waren auf die Strecke gegangen, darunter 61 Jugendliche bei der heuer neuen Wertung über 2000 Meter. Als die Nachwuchsathleten ins Ziel flitzten, mahnte Kirchmair am Mikrofon die Zuschauer: „Wenn man ein Handy in der Hand hat und nicht klatschen kann, kann man zumindest den Mund bewegen.“ Die Jubelschreie wurden lauter.

Auf der Strecke waren einige Laufgruppen unterwegs, die sich mit passenden T-Shirts zu erkennen gaben. Ein Team mit besonders vielen Athleten hatte sich um Langläuferin Elisabeth Schicho geschart. Die Schlierseerin war mit ihren Sponsoren von Warnecke & Böhm an den Start gegangen – insgesamt 24 Sportler. „Ich war der Team-Motivator“, sagt Schicho und lacht. Die zehn Kilometer in 53 Minuten hatten sie nicht an ihre Grenzen gebracht. Anders als einige Team-Mitglieder. „Unsere Taktik ist nicht ganz aufgegangen“, sagt Schicho mit einem Augenzwinkern dazu, dass nicht alle gemeinsam im Ziel ankamen.

Angekommen sind am Ende alle. Die letzten nach über drei Stunden, pünktlich zur Siegerehrung. Das Wetter, samt Wolken und Brise perfekt geeignet für Läufer, hatte auch gehalten. Und wer am Massagezelt den sich ankündigenden Muskelkater schon frühzeitig bekämpft hatte, war auch von einer Neuauflage nicht abgeneigt. Die scheint auch nicht ganz abwegig: Schon beim Start hatten Reindl und Schnitzenbaumer ihre Zusage zu Lauf Nummer sieben gegeben.

nip

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