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Ungewohntes Bild: Technik-Spezialistin Marlene Schmotz überzeugte gestern überraschend in der Abfahrt. 

Fischbachauerin Sechste bei Deutscher Meisterschaft

Marlene Schmotz kann auch Abfahrt

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Hinter Technik-Spezialistin Marlene Schmotz liegt eine erfolgreiche Saison. Bei der Deutschen Meisterschaft auf der Kandahar zeigte die Fischbachauerin jetzt, dass sie auch in der Abfahrt mithalten kann.

Garmisch-Partenkirchen – Marlene Schmotz hat eine richtig starke Saison hingelegt. Wie berichtet, kam die Skirennläuferin vom SC Leitzachtal im ersten Winter nach ihrem Kreuzbandriss regelmäßig im Weltcup zum Einsatz, sammelte dort Punkte und durfte schließlich sogar mit zur WM nach Åre. Beim vorletzten Weltcup-Rennen in Spindlermühle (Tschechien) überzeugte die 25-Jährige noch einmal mit Platz 18 im Riesenslalom und Rang 20 im Slalom. Doch Schmotz ist offensichtlich nicht nur in den technischen Disziplinen stark, die Fischbachauerin kann auch Speed: Im Abfahrtsrennen zur Deutschen Meisterschaft wurde sie am Mittwoch Sechste.

„Ich bin vor vier Jahren das letzte Mal eine Abfahrt gefahren“, sagt Schmotz und lacht. Ebenfalls in Garmisch-Partenkirchen war das, ebenfalls bei der Deutschen Meisterschaft. Hintergrund für die Rückkehr ist folgender: Um im Weltcup oder bei einer WM in der Kombination starten zu dürfen, sind in der Abfahrt 80 Punkte nötig. „Ich bin irgendwo bei 79 gestanden“, erzählt Schmotz. Daher die Entscheidung für die Speed-Disziplin.

Gefahren wurde am Mittwochvormittag im oberen Teil der Kandahar – vom Weltcup-Herrenstart am Kreuzjoch bis zum Bödele. Entspricht zwar eher einer Sprintabfahrt. „Aber dafür haben wir immer noch eine technisch anspruchsvolle Strecke, auf der man nicht nur Schuss fahren muss“, erklärt Bundesstützpunkt-Leiter Markus Anwander. Schmotz hatte damit offenbar keine Probleme. „Es war überraschend gut“, sagt sie und lacht. Der Titel ging erwartungsgemäß an Favoritin Kira Weidle (1:01,42 Minuten). Schmotz hatte 84 Hundertstel Sekunden Rückstand auf die Starnbergerin.

Da der Fischbachauerin die Kandahar zu liegen scheint, startet sie auch am Donnerstag im Super-G, am Freitag in der Kombination und am Sonntag im Riesenslalom. Am Samstag stehen am benachbarten Gudiberg der Teamwettbewerb sowie der Slalom auf dem Programm, Schmotz’ eigentliche Stärke.

Auch Technik-Spezialist Anton Tremmel vom SC Rottach-Egern wagte sich am Mittwoch auf die anspruchsvolle Kandahar. Der 24-Jährige belegte in der Abfahrt mit 1,98 Minuten Rückstand Platz 14. Der Titel ging an Kitzbühel-Sieger Josef Ferstl (0:58.61 Minuten, SC Hammer).

Viktoria Rebensburg (SC Kreuth) nimmt nicht an den Deutschen Meisterschaften teil.

jpa

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