Entschlossen auf der Kante: Toni Tremmel zeigte am Samstag in Flachau ein starkes Slalom-Rennen. Gestern kam ihm der entschärfte Kurs nicht entgegen. Foto: Peter Kornatz
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Regelmäßig im Weltcup starten darf Toni Tremmel im kommenden Winter.

Saisonhöhepunkt: Olympische Spiele in Peking

Rahmenkalender für Tremmel und Schmotz steht fest

  • vonHans-Peter Koller
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Wann starten Toni Tremmel und Marlene Schmotz wo im kommenden alpinen Winter? Eine Antwort auf diese Frage bietet der Rahmenkalender, der nun bekannt ist.

Landkreis – Noch hält der Schnee die Region umklammert. Die Verantwortlichen des internationalen Skiverbands FIS aber haben bereits einen Rahmenterminplan verabschiedet, wie der kommende alpine Winter ablaufen soll. Der endgültige Rennkalender soll Ende des Monats von der FIS Calender Conference 2021 bestätigt werden. Termine, die auch die etablierten Weltcup-Starter Marlene Schmotz vom SC Leitzachtal und Toni Tremmel vom SC Rottach-Egern betreffen.

Ob Slalom, Riesenslalom oder Kombination: Schmotz gehört, wenn sie fit ist, seit Jahren zur Elite. Und aufgrund ihrer Vielseitigkeit steht der 27-Jährigen auch eine Termin-Hatz bevor. Traditionsgemäß findet der Weltcup-Auftakt bereits Ende Oktober am Rettenbachferner in Sölden statt. Dieser frühe Termin soll nicht nur die eingefleischten Fans auf den Winter einstimmen, sondern auch daran erinnern, dass der Zeitpunkt gekommen ist, sich um eine neue Ausrüstung zu kümmern. In Österreich werden auf dem Gletscher in Tirol für Damen und Herren je ein Riesenslalom ausgetragen. Für Schmotz also der erste Fixtermin.

Toni Tremmel

Vier Wochen darauf finden sich die Weltcup-Starter zu einem Slalom im finnischen Levi ein. Tremmel, der sich durch seinen zweiten Platz in der Europacup-Gesamtwertung einen persönlichen Startplatz erkämpft hat (wir berichteten), wird sich hier ebenso zwischen die Kippstangen schwingen wie Schmotz.

Von Skandinavien aus geht die Reise nach Nordamerika. Nicht für den Rottacher und die Fischbachauerin, da hier nur Hochgeschwindigkeitsrennen ausgetragen werden. Von den USA und Kanada aus ziehen die Weltcup-Starter weiter nach Frankreich, wo Schmotz in Courchevel einen Riesenslalom bestreitet. Tremmel nimmt einen Slalom in Val d‘Isère in Angriff. Kurz vor Weihnachten hat er ein Rennen im italienischen Madonna di Campiglio auf dem Plan. Dicht vor der Jahreswende kann die Fischbachauerin im österreichischen Lienz Weltcup-Punkte in Slalom und Riesenslalom sammeln.

Marlene Schmotz

Traditionsgemäß ist der Januar der intensivste Monat für die Slalomfahrer, die hier in Zagreb, Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming an den Start gehen. Aber auch Schmotz hat hier wenig Zeit, sich zu regenerieren. Von Kroatien (Zagreb/Slalom) aus geht die Reise über Slowenien (Maribor/zwei Riesenslaloms), Österreich (Flachau/Slalom) nach Italien (Kronplatz/Riesenslalom).

Vom 4. bis zum 20. Februar finden die Olympischen Winterspiele in Peking statt. Natürlich wäre die Teilnahme in China ein absoluter Traum für Schmotz und Tremmel, den sie sich mit guten Leistungen selbst erfüllen können. Nach dem Saisonhöhepunkt im Reich der Mitte und vor den Finalveranstaltungen in allen alpinen Disziplinen Mitte März im französischen Meribel geht Schmotz noch in der Schweiz (Lenzerheide) und in Schweden (Are) jeweils in Slalom und Riesenslalom auf die Piste. Tremmel hat nach Peking noch einen Slalom in Kranjska Gora (Slowenien) vor sich.
HANS-PETER KOLLER

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