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Viktoria Rebensburg hat ihre Knieverletzung überwunden und arbeitet derzeit vor allem an ihrer Beinkraft.

Corona-Training mit Bergblick

Rebensburg und Schmotz arbeiten am Comeback

  • vonChristoph Fetzer
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Sportlerinnen und Sportler können momentan froh sein, wenn sie zu Hause einen eigenen Kraftraum haben. Wegen der Corona-Krise ist das oft die einzige Möglichkeit, zu trainieren.

Die Skirennfahrerinnen Viktoria Rebensburg (SC Kreuth) und Marlene Schmotz (SC Leitzachtal) sind in dieser Hinsicht gut ausgerüstet. Und wenn das Wetter passt, verlegen sie das „Arbeitszimmer“ auch gerne mal nach draußen. Schwitzen mit Blick auf den Hirschberg oder die Aiplspitz – es gibt sicher schlechtere Bedingungen.

Marlene Schmotz zieht ihre Einheiten durch – bei schönem Wetter auf der Terrasse.

Für Rebensburg und Schmotz war die Saison ja schon vor Ausbruch des Coronavirus beendet, beide hatten sich verletzt. Die besonderen Umstände führten dazu, dass die 30-jährige Kreutherin und die 26-jährige Fischbachauerin weniger Rennen verpassten, als sie ohne Corona verpasst hätten.

Auch sonst wirkte sich das Virus nicht groß auf die Trainingsbedingungen der beiden aus. „Als die ersten Maßnahmen eingeleitet worden sind, war ich mit der Reha schon durch“, sagt Rebensburg. „Am Olympiastützpunkt in Garmisch-Partenkirchen hat man einzeln trainieren können, und daheim in Kreuth habe ich einen Kraftraum.“ Insgesamt habe sie durch ihre Knieverletzung drei Rennen verpasst.

Schmotz fiel mit ihrem Kreuzbandriss schon rund einen Monat früher aus als Rebensburg. „Ich bin sehr gut in der Zeit und kann soweit alles wieder machen“, sagt die Fischbachauerin. „Erst war die Verletzung natürlich ärgerlich, weil sie mitten in der eigentlichen Saison passiert ist. Dass die Saison dann verkürzt wurde, ist mir am Ende aber entgegengekommen.“

Die beiden besten Skirennläuferinnen des Landkreises verbindet nicht nur ihr Verletzungspech, die Saison hatte für beide auch Highlights parat. Viktoria Rebensburg gewann in Garmisch-Partenkirchen zum ersten Mal in ihrer Karriere eine Weltcup-Abfahrt. „Das war für mich vor der Saison ein großes Ziel. Es ist eine richtig coole Sache, in allen Disziplinen, in denen ich starte, gewonnen zu haben“, sagt Rebensburg. Doppelt bitter, dass sie sich einen Tag später im Super-G so schwer verletzte, dass die Saison vorzeitig zu Ende war.

Aber Rebensburg blickt nach vorne. „Mir geht’s gut, die Verletzung ist verheilt. Ich nutze die Zeit, um die Beinkraft auf das gleiche Niveau wie auf der anderen Seite zu bekommen.“ Dass Rebensburg noch ganz andere Talente hat als Skifahren, bewies sie in der Sendung „Ringlstetter“ im Bayerischen Fernsehen, als sie auf der Klarinette ein Duett mit Moderator Hannes Ringlstetter spielte – nahezu fehlerfrei.

Auch Schmotz hatte vor ihrer Verletzung einige Saisonhöhepunkte zu bieten. Im Dezember 2019 fuhr sie als Neunte beim Riesenslalom in Courchevel und Elfte beim Slalom in Lienz ihre beiden besten Weltcup-Platzierungen ein. „Das war wirklich top. Umso blöder war die Verletzung. Aber ich habe gespürt, wie es geht, und kann da wieder anknüpfen“, sagt die Fischbachauerin. Das Coronavirus hat auch sie in Reha und Krafttraining nicht groß behindert. „Ich ziehe meine Einheiten durch. Wenn das Wetter schön ist, trainiere ich immer draußen auf der Terrasse“, sagt sie und fügt optimistisch hinzu: „Für mich hat sich nicht viel geändert. De Kaffeeklatsch kemman scho wieder.“

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