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Elisabeth Schicho aus Schliersee hörte nach der fünften Etappe auf, um Kräfte zu sparen.
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Lucas Bögl aus Holzkirchen, hier beim Sprint in Toblach, lief eine starke Tour de Ski. Er startete auf alle Strecken.

Skilanglauf

Elisabeth Schicho und Lucas Bögl sammeln Kräfte nach Tour de Ski

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Schliersee/Holzkirchen – Die Langläufer Lucas Bögl und Elisabeth Schicho entspannen nach anstrengenden Tagen daheim im Landkreis. Am Wochenende gehen Weltcup und Training schon wieder weiter.

Sieben Läufe in neun Tagen. Die Tour de Ski verlangt den Athleten im Langlauf einiges ab. Von Etappe zu Etappe wird das Teilnehmerfeld kleiner, weil nicht alle die Kraft, Ausdauer und Motivation für sieben Wettbewerbe aufbringen können. Oder wollen. Lucas Bögl (26) aus Holzkirchen konnte und wollte. Er war von Anfang bis Ende dabei. Elisabeth Schicho vom SC Schliersee lief fünf Rennen mit. Dafür begibt sich die 25-Jährige aber auch schon am kommenden Wochenende wieder auf Punktejagd im Weltcup.

Für Schicho war die diesjährige Tour ein großer Leistungssprung. Im vergangenen Jahr war schon nach drei Läufen Schluss. Nach der fünften Etappe in Toblach (Italien) kam die Schlierseerin auch heuer an ihre Grenzen. „Das nimmt einen schon mit – körperlich und psychisch“, sagt sie. In der fünften Etappe – dem Fünf-Kilometer-Sprint – hatte sie sich mehr als den 36. Platz ausgerechnet. Aber die Kraft war weg. Insgesamt ist Schicho zufrieden. Einige Male lief sie in die Punkte, ansonsten knapp vorbei.

Die Langläuferin, die in der vergangenen Saison vom Krankheitspech verfolgt war, ist eine solch enorme Belastung nicht gewohnt. Hinzu kommt der Reisestress. Haben die Langläufer mal frei, sitzen sie im Auto auf dem Weg zum nächsten Wettkampfort. „Da lebst du wie ein Zigeuner“, sagt Schicho und lacht. Drei Tage nach dem Lauf in Toblach klingt sie schon wieder erholt. Vom heimischen Schliersee fährt sie am kommenden Donnerstag auch schon wieder nach Toblach zurück. Das nächste Weltcup-Wochenende im Sprint steht an, Schichos Spezialgebiet. Ihr Ziel im Einzellauf am Samstag: ein Platz unter den Top 20, mindestens aber das Viertelfinale. Und wenn sie da gut läuft, stehen die Chancen gut, am Sonntag einen Platz im Teamsprint zu ergattern. Ansonsten denkt sie „von Wochenende zu Wochenende“ und hofft noch auf eine WM-Qualifikation.

Aus der Tour de Ski nimmt Schicho Tempohärte und eine Menge Erfahrung mit. Das Material hat gut gepasst, die Stimmung im Team auch. Bögl, der für den SC Gaißach startet, bestätigt das. Mit der Gruppe auf Reise zu sein, hat dem Holzkirchner gut gefallen. Die Tage nach der siebten Etappe nutzt Bögl, um sich mal ordentlich auszuschlafen. „Es ist schwierig, das richtige Maß an Pause zu finden“, sagt er. Den Sprint in Toblach am kommenden Wochenende lässt er sausen, trainiert wird aber schon. Bögl will im Wettkampftempo bleiben und deshalb einige schnellere Läufe machen.

Geärgert hat den 26-Jährigen, dass er es bei den Läufen zuletzt in Val di Fiemme (Italien) nicht mehr unter die Top 15 geschafft hat. „Da muss halt alles stimmen.“ Eben auch die Startposition. Beim Massenstart weiter hinten im Pulk loszulaufen, ist da nicht optimal. „Das fehlt mir die Erfahrung, um sich durchzumogeln“, sagt Bögl, der in der Gesamtwertung der Tour auf Rang 19 landete.

Besonders in Erinnerung geblieben ist dem Holzkirchner der Skiathlon in Oberstdorf. Zehn Kilometer Klassik, dann zehn Kilometer in der Skating-Technik – da wisse man nie, ob der Wechsel klappt. „Es war ein spannender Tag“, sagt Bögl, dem Distanzstrecken am meisten liegen. Durch alle Etappen – auch die kürzeren – kam er gut durch, kein Sturz und keine gesundheitlichen Einschränkungen. So konnte Bögl auch den siebten Wettkampf noch genießen: der Final Climb auf der Olimpia Piste der Alpe Cermis. „Es ist immer was Besonderes, da hochzulaufen“, schwärmt Bögl. „Ein echt guter Abschluss.“

nip

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