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Kämpfte mit dem Wind: Elisabeth Schicho lief noch einen starken Prolog, ehe die weiteren Rennen abgesagt wurden.

„Es war wichtig zu sehen, dass ich den Prolog überstehen kann“

Starkes Tour-Ergebnis von Schicho

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    Bastian Huber
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Mit Rang 26 läuft Elisabeth Schicho ein starkes Ergebnis auf der Tour de Ski. Auch wenn der Prolog aufgrund der späteren Rennabsage nicht zur Gesamtwertung zählt, gibt er Selbstvertrauen.

Oberstdorf – Bäume lagen quer auf der Strecke, Werbebanden standen plötzlich nicht mehr an der Loipe, sondern flogen durch die Luft – blieb der Landkreis am Mittwoch von Sturmtief Burglind weitgehend verschont, hat es das Allgäu umso heftiger erwischt. Aufgrund des Unwetters musste die Etappe der Tour de Ski in Oberstdorf abgesagt werden. Die Frauen liefen zwar noch den Prolog im klassischen Sprint, mehr ließ das Wetter dann aber nicht zu. Die Männern gingen gar nicht erst auf die Strecke.

Während Lucas Bögl aus Holzkirchen also einen freien Tag hatte, absolvierte Elisabeth Schicho vom SC Schliersee den Vorlauf. Mit Rang 26 erzielte sie dabei ihr bisher bestes Ergebnis auf der Tour und qualifiziert sich für das Viertelfinale. Doch mit der Rennabsage wurde auch das Ergebnis gestrichen und zählt somit nicht zur Gesamtwertung, wird aber als offizieller Wettbewerb des Weltverbandes FIS gewertet. „Das ist ärgerlich“, sagt die 26-Jährige. „Ich habe mich auf Oberstdorf konzentriert, das ist meine Heimstrecke.“

Bei der ersten Station der Tour in Lenzerheide (Schweiz) lief es für die Schlierseerin noch nicht, wie gewünscht. Mit den Plätzen 48 (Sprint, Freistil), 53 (zehn Kilometer, klassisch) 54 (zehn Kilometer Verfolgung, Freistil) ist sie nicht zufrieden. „Ich habe ein bisschen mit mir gehadert“, gesteht Schicho. „Ich hatte Kopfprobleme.“

Doch mit der neuen Station kam nun auch das Ergebnis. „Es war wichtig zu sehen, dass ich den Prolog überstehen kann.“ Von den Sturmböen blieb sie noch verschont. „Ich habe das erst nach dem Rennen mitbekommen“, sagt Schicho. „Aber es hat geschüttet, was runtergekommen ist“, erzählt die 26-Jährige. „Ich habe mich vorm Prolog nochmal umgezogen, aber schon stand wieder das Wasser in den Schuhen.“ Doch das hielt die Schlierseerin nicht von einem guten Ergebnis ab. Sie hofft nun, dass der am Donnerstag Massenstart über zehn Kilometer stattfinden kann. Denn: „Das ist dann auch mein letztes Rennen“, sagt Schicho. „Ich steige nach Oberstdorf aus.“ Sie will am Wochenende 13./14. Januar beim Sprint-Weltcup in Dresden an den Start gehen. Bis dahin heißt es Kräfte tanken. „Es waren jetzt fünf Rennen in sechs Tagen.“ Ein weiteres kommt vielleicht morgen dazu.

Nicht zum Einsatz kam Lucas Bögl: Der gestrige Sprint der Männer fiel Sturmtief Burglind zum Opfer. 

Keinen Gedanken an einen Ausstieg verschwendet dagegen Bögl – für ihn geht die Tour de Ski nun in die entscheidende Phase. Standen für die ersten drei Rennen noch 94 Starter auf der Meldeliste, waren es schon am Mittwoch nur noch 74. Bis zum Massenstart über 15 Kilometer am Donnerstag werden vermutlich weitere zehn Athleten, die die Olympia-Qualifikation bereits in der Tasche haben, abgereist sein. „Meine Chancen auf die Quali werden mit jedem Wettkampftag größer“, sagt Bögl. „Die Zuversicht lasse ich mir nicht nehmen.“

Nach Platz 85 zum Auftakt im Sprint hatte der Holzkirchner mit Rang 48 über 15 Kilometer klassisch nämlich ein regelrechtes Fiasko erlebt: falsche Skiauswahl und dazu eine durchwachsene Leistung. „Ein Rennen zum Vergessen.“ Dass er es besser kann zeigte er schon tags darauf in der freien Technik. In der darf er sich auch am Donnerstag beweisen. In Oberstdorf. „Ein gutes Pflaster“, sagt Bögl.

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