Ein Podestplatz blieb Cheyenne Loch in diesem Winter bislang verwehrt. (Archivbild)
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Ein Podestplatz blieb Cheyenne Loch in diesem Winter bislang verwehrt. (Archivbild)

Cheyenne Loch fährt weiterhin konstant, stürzt aber erneut

Loch trotz Platz fünf in Scuol unzufrieden

  • vonSofia Eham
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Mit konstanten Leistungen überzeugt die Neuhauser Snowboarderin Cheyenne Loch in dieser Saison nach ihrer Verletzung. Deshalb ist sie mit Platz fünf in Scuol schon nicht mehr zufrieden.

Neuhaus/Scuol – Auch im Parallel-Riesenslalom von Scuol zeigen die deutschen Raceboarderinnen eine geschlossen starke Mannschaftsleistung. Alle fünf Athletinnen am Start konnten sich für die Finalläufe der Top-16 qualifizieren. Am besten schnitt dabei die Vorjahressiegerin Ramona Hofmeister ab. Sie wurde Zweite und verteidigte damit ihre Gesamtweltcupführung. Doch auch Cheyenne Loch vom SC Schliersee konnte abermals überzeugen: Nach zwei vierten Plätzen sicherte sie sich dieses Mal Rang fünf.

Wirklich zufrieden ist sie mit der dritten Top-Fünf-Platzierung infolge aber nicht. „Das Ergebnis ist natürlich nicht allzu schlecht“, sagt sie. „Aber ich bin nicht so gefahren, wie ich gerne gefahren wäre.“ Schon in der Qualifikation hatte sie das Gefühl, nicht reinzukommen. Dabei beendete sie die beiden Läufe noch mit der insgesamt drittschnellsten Zeit und sicherte sich somit eine gute Ausgangsposition für die Finalläufe.

Aber das Gefühl, nicht richtig auf Zug zu kommen, blieb. Im Achtelfinale setzte sich Loch noch gegen die Schweizerin Jessica Keiser mit 33 Hundertsteln Vorsprung durch. Doch bereits im Viertelfinale war Schluss: Die Neuhauserin stürzte und kam mit einem Rückstand von gut fünfeinhalb Sekunden auf ihre Kontrahentin Claudia Riegler ins Ziel.

Loch in der Qualifikation noch auf Podestkurs

So ganz kann sich Loch nicht erklären, was ihr in den Läufen gefehlt hat. Die Kurssetzung und Pistenverhältnisse waren für sie perfekt – und trotzdem hatte sie über das ganze Rennen hinweg Probleme, die richtige Position zu finden. Dank ihrer starken Zeit in der Qualifikation reihte sie sich hinter den vier Halbfinal-Teilnehmerinnen auf dem fünften Platz ein. Ihre Teamkolleginnen Selina Jörg, Melanie Hochreiter und Carolin Langenhorst landeten auf den Rängen sechs, acht und zwölf.

Aus dem Snowboard Germany-Team ging es nur für Ramona Hofmeister weiter, die im Halbfinale auf die Österreicherin Riegler traf. Hofmeister setzte sich durch und musste sich wenig später im Finale nur gegen die Russin Sofia Nadyrshina geschlagen geben. Nadyrshina gelang auch in der Qualifikation bereits die beste Zeit und somit krönte sie ihre gute Tagesleistung mit ihrem ersten Weltcupsieg.

Nach einem Pausentag geht es für die Raceboarderinnen weiter mit Slalomtraining. Denn bereits am Dienstag steht der nächste Bewerb auf der Agenda: Im österreichischen Bad Gastein wechseln die Athletinnen zum ersten Mal in diesem Winter auf das Slalom-Board.

Am Dienstag Slalom in Bad Gastein

Für Loch ist der Pausentag besonders wichtig, denn das Rennen in Scuol verlangte von ihrem lädierten Sprunggelenk einmal mehr viel ab. Besonders die Schläge durch den Sturz, als die Boardkante in den Schnee griff, waren auch nach dem Rennen deutlich zu spüren. „Wir arbeiten jetzt in der Physiotherapie daran und dann hoffe ich, dass es bis Dienstag passt“, erklärt die 26-Jährige.

Den Montag nutzt ihr Team für Slalomtrainingseinheiten, die Loch aber nur teilweise mit absolvieren wird. Denn schon in vorherigen Slalomtrainings zeigte sich, dass sie sich ihre Fahrten einteilen muss, da ihr Körper das volle Pensum nicht zulässt. Trotzdem wurde in den Trainingsläufen deutlich, dass sie auch im Parallel-Slalom durchaus gute Zeiten fahren kann.

Für Bad Gastein möchte sie sich aber kein Ziel setzen, „das sich in Zahlen ausdrücken lässt“. Zu viel hänge vom körperlichen Aspekt ab. „Ich möchte einfach ein paar gute Läufe herunterbringen, dann bin ich zufrieden. Unabhängig davon, was letztendlich auf dem Papier steht“, sagt sie. Am Mittwoch folgt in Bad Gastein außerdem der erste Teamwettbewerb in dieser Saison. Ob Loch dabei in einem der deutschen Teams teilnimmt, wird aber erst nach dem Slalom am Dienstag entschieden.

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