Diese Rückkehr kann sich sehen lassen: Snowboarderin Cheyenne Loch wird nach ihrer Verletzungsodyssee bei ihrem Comeback im Weltcup starke Vierte. Foto: Miha Matavz/FIS/ARCHIV
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Diese Rückkehr kann sich sehen lassen: Snowboarderin Cheyenne Loch wird nach ihrer Verletzungsodyssee bei ihrem Comeback im Weltcup starke Vierte.

Cheyenne Loch verpasst bei Comeback nur knapp das Podest

Cheyenne Loch mit fulminanter Rückkehr

  • vonSofia Eham
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So oder so ähnlich hat sich Cheyenne Loch ihr Comeback im Snowboard-Weltcup vorgestellt: In Cortina d’Ampezzo wurde die Neuhauserin auf Anhieb Vierte.

Neuhaus/Cortina d’Ampezzo - Mit einem fulminanten Saisonauftakt meldet sich Cheyenne Loch nach ihrer langen Verletzungspause im Snowboardweltcup zurück. Im Parallel-Riesenslalom von Cortina d’Ampezzo (Italien) verpasst sie knapp – um nur sechs Hundertstel – das Podest. Schneller als sie waren nur ihre beiden Teamkolleginnen Ramona Hofmeister und Selina Jörg sowie die Tschechin Ester Ledecka, die den Tagessieg holte.

Schon nach der Qualifikation stand Ledecka an erster Stelle, gefolgt von Loch, die gleich in ihrem ersten Lauf ein Ausrufezeichen setzte. Überrascht war Loch von ihren starken Qualifikationszeiten aber nicht. In den Trainings wurde deutlich, dass die Neuhauserin mit ihren Teamkolleginnen mithalten kann – und darunter finden sich keine geringeren als Hofmeister als Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison und Jörg als amtierende Weltmeisterin im Parallel-Riesenslalom.

In den Finalläufen merkte Loch aber, dass ihr die Rennpraxis noch ein wenig fehlt. Das Achtel- und Viertelfinale gewann sie zwar noch klar. Im Halbfinale gegen Jörg musste sich die Raceboarderin vom SC Schliersee aber geschlagen geben. „Wenn man Parallelrennen direkt nebeneinander fährt, ist das für den Kopf noch mal eine größere Herausforderung als im Qualifikationslauf. Vor allem, wenn man die Gegnerin kennt“, sagt Loch. So verpasste sie im Duell mit Jörg den Einzug ins Finale um eine Viertelsekunde.

Schon am Donnerstag geht es weiter

Auch im Rennen um Platz drei kannte Loch ihre Gegnerin nur zu gut. Und auch dieses Mal musste sich Loch gegen eine Teamkollegin, dieses Mal Hofmeister, knapp geschlagen geben. Es reichte nur zum etwas undankbaren vierten Platz, mit dem die 26-Jährige aber „nach der Verletzungsodyssee“ (Loch) zufrieden sein kann. Im großen Finale unterlag Jörg dann mit einem deutlichen Rückstand von über acht Zehnteln ihrer Kontrahentin Ledecka.

Aus Sicht der Neuhauserin, besonders aber aus Sicht des gesamten deutschen Teams, lässt sich das Ergebnis in Cortina mehr als sehen. Neben den drei Bestplatzierten des Snowboard Germany Teams schaffte auch Carolin Langenhorst als Sechste eine Top-Platzierung.

Für Loch heißt es nun vor allem, die kommenden Tage für ihre Regeneration zu nutzen. Denn schon am Donnerstag steht der nächste Parallel-Riesenslalom in Südtirol an.

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