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„Das war eine ganz komische Situation“: Mit nur zwei Tagen Training startete Amelie Kober beim Parallel-Riesenslalom im österreichischen Lackenhof am Ötscher.

„Ich war noch nie vor einem Rennen so angespannt“

Comeback von Kober und Loch gibt Hoffnung

Bei ihrer Rückkehr in den Weltcup verpassen Amelie Kober und Cheyenne Loch die Qualifikation für die Finalläufe. Zufrieden sind sie aber trotzdem.

Lackenhof – Ein Doppel-Comeback aus Sicht des Landkreises gab es zur Weltcup-Premiere im niederösterreichischen Lackenhof am Ötscher. Amelie Kober aus Fischbachau fuhr ihr erstes Rennen seit März 2015, Cheyenne Loch aus Neuhaus seit März 2017. Die erhoffte Sensation blieb aus: Beide schafften es beim Parallel-Riesenslalom nicht, sich für die Finalläufe zu qualifizieren, und belegten nach der Qualifikation die Plätze 30 (Kober) und 32 (Loch).

Gerade für Loch sah es zunächst noch ganz anders aus. Den ersten von zwei Qualifikationsläufen beendete sie mit der fünftschnellsten Zeit. Im zweiten stürzte sie, und somit war der Traum vom Finale und einem großen Schritt zum Erreichen der Olympia-Norm geplatzt. „Zuerst war ich schon sehr enttäuscht“, verrät die 23-Jährige. „Aber der Ärger war schnell verflogen – ich konnte nicht zu viel vom ersten Rennen erwarten.“ So überwiegt die Freude, wieder dabei zu sein. Und das Rennen gibt Grund zur Hoffnung. Zum einen wurde deutlich, dass Loch durchaus mit der Weltspitze mithalten kann. Zum anderen machte das Knie keine Probleme. „Das hat mich gar nicht beeinträchtigt“, sagt sie erleichtert.

Anders sieht das bei ihrer Teamkollegin Kober aus. Erst im November brach sich die Fischbachauerin das Sprunggelenk, völlig schmerzfrei ist ein Lauf noch nicht möglich. Außerdem ist Kobers Rückstand enorm: Lediglich zwei Trainingstage gab es für die 30-Jährige seit ihrer Operation. „Für einen Weltcup ist das extrem wenig“, betont sie. „Das war eine ganz komische Situation, und ich war wohl noch nie vor einem Rennen so angespannt.“ Dafür ist Kober mit dem Ergebnis absolut zufrieden – vor allem, da ihr auch die Voraussetzungen in Lackenhof „nicht in die Karten spielten“ (Kober). Ein schwieriger Hang, ein drehender Kurs mit vielen Richtungswechseln und schwierige Pistenverhältnisse machten nicht nur für Kober den Weltcup zu einer schweren Aufgabe.

Am besten löste diese Ester Ledecka aus Tschechien, die sich im Finale gegen die Österreicherin Julia Dujmovits durchsetzte. Aus dem deutschen Team scheiterten Selina Jörg, Carolin Langenhorst und Ramona Hofmeister jeweils im Viertelfinale.

Sofia Eham

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